|
Hamburg (ots) - 30. 6. 2026 - Die Zahl der überalterten und schlecht gewarteten
Tanker, die russisches Rohöl durch deutsche Gewässer transportieren, ist in den
vergangenen Monaten sprunghaft gestiegen, zeigt eine neue Greenpeace-Recherche.
Zwischen dem 6. März und dem 16. Juni wählten 42 von insgesamt 136 Tankern der
so genannten Schattenflotte die längere Ostsee-Route nahe Rügen entlang der
deutschen Küste - im gleichen Vorjahreszeitraum war es kein einziger ( animierte
Grafik (https://t1p.de/9el5q) ). Anfang März dieses Jahres verschärfte Schweden
die Kontrollen auf der kürzesten Route zwischen der dänischen Insel Bornholm und
dem schwedischen Festland. Dabei wurden vier Tanker von schwedischen Behörden
gestoppt und zwei davon anschließend festgesetzt. Deutschland lässt die oft
unter- oder gar nicht versicherten Tanker nach wie vor ungehindert passieren.
"Weil sich die Bundesregierung wegduckt statt konsequent gegen Putins
Schattenflotte vorzugehen, fahren immer mehr dieser Schrottschiffe direkt vor
der deutschen Küste vorbei", sagt Thilo Maack, Meeresbiologe von Greenpeace.
"Das ist nicht nur peinlich, sondern auch ein massives Umweltrisiko. Die
schwedische Regierung zeigt, wie man gegen falsch geflaggte und daher
unversicherte Putin-Tanker vorgeht. Deutsche Behörden müssen endlich ebenfalls
aktiv werden und Schattenflottentanker ohne Flagge stoppen und kontrollieren.
Dass es eine Rechtsgrundlage dafür gibt, haben wir in einem Gutachten
(https://t1p.de/zdxc9) gezeigt. Zusätzlich muss die Bundesregierung das deutsche
Recht weiterentwickeln und das Fahren ohne gültige Flagge künftig unter Strafe
stellen."
Die Greenpeace-Recherche zeigt weiter: 31 der vor Deutschland fahrenden
Schattenflotten-Tanker drangen sogar in die deutsche 12-Meilen-Zone ein.
Greenpeace hat Schiffe der Schattenflotte, die eine falsche Flagge führen,
regelmäßig den deutschen Behörden gemeldet, verbunden mit der Forderung, die
Tanker auf gültige Versicherung und Flaggenstaaten zu kontrollieren und bei
Rechtsverstößen festzusetzen. In keinem Fall hat dies zu Kontrollen durch die
Behörden an Bord geführt. Dabei zeigt ein von Greenpeace beauftragtes
Rechtsgutachten (https://t1p.de/zdxc9) , dass die Bundesregierung sehr wohl
Kontrollen anordnen könnte.
Im Falle einer Ölpest wäre laut einer von Greenpeace beauftragten
Computersimulation (https://t1p.de/stcov) auch ein großer Teil der deutschen
Ostseeküste betroffen. Die Kosten der Reinigungsarbeiten müssten deutsche
Steuerzahlende tragen. Im Dezember des vergangenen Jahres hatte der
EU-Außenministerrat mit Unterstützung der Bundesregierung erklärt, dass
flaggenlose Tanker als staatenlos gelten, nicht unter das internationale
Seerecht fallen und ihnen daher das Recht auf eine friedliche Durchfahrt
verweigert werden kann.
Achtung Redaktionen: Rückfragen bitte an Thilo Maack, Tel. 0171-8780841, oder
Pressesprecher Björn Jettka, Tel. 0171-8780778.
Die Animation zur veränderten Tanker-Route finden Sie hier: https://t1p.de/9el5q
Das Rechtsgutachten finden Sie hier: https://t1p.de/zdxc9
Die Computersimulation möglicher Ölunfälle finden Sie hier: https://t1p.de/stcov
Pressestelle: Tel. 040-30618-340, presse@greenpeace.de;
http://www.greenpeace.de/
Pressekontakt:
Achtung Redaktionen: Rückfragen bitte an Thilo Maack, Tel. 0171-8780841, oder
Pressesprecher Björn Jettka, Tel. 0171-8780778.
Die Animation zur veränderten Tanker-Route finden Sie hier: https://t1p.de/9el5q
Das Rechtsgutachten finden Sie hier: https://t1p.de/zdxc9
Die Computersimulation möglicher Ölunfälle finden Sie hier: https://t1p.de/stcov
Pressestelle: Tel. 040-30618-340, presse@greenpeace.de; www.greenpeace.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/6343/6304791
OTS: Greenpeace e.V.
|