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Düsseldorf (ots) - Im Sommer verbringen viele Familien mehr Zeit miteinander -
bei Besuchen, Feiern oder im gemeinsamen Urlaub. Dabei können Veränderungen bei
Eltern, Großeltern oder anderen Angehörigen auffallen, die im Alltag leicht
übersehen werden: Wird ein vertrauter Weg plötzlich schwierig? Werden Gespräche
nicht mehr richtig verfolgt? Oder häufen sich Gedächtnislücken?
Nicht jede Vergesslichkeit ist ein Grund zur Sorge. Viele Menschen suchen hin
und wieder ihren Schlüssel oder haben Namen nicht sofort parat. Wenn bestimmte
Auffälligkeiten jedoch wiederholt auftreten, ungewohnt sind und den Alltag
beeinträchtigen, sollten sie ärztlich abgeklärt werden. Die gemeinnützige
Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) stellt zehn Anzeichen vor, die auf
eine Alzheimer-Erkrankung hinweisen können.
1. Gedächtnislücken
Ein Anzeichen sind Beeinträchtigungen des Kurzzeitgedächtnisses, die sich auf
den Alltag auswirken. Diese Form der Vergesslichkeit äußert sich zum Beispiel
darin, dass wichtige Termine vergessen werden, der Herd nicht ausgeschaltet wird
oder der Alltag nur noch mit Merkzetteln organisiert werden kann.
Normale altersbedingte Veränderung: Namen oder Termine werden kurzfristig
vergessen, später aber wieder erinnert.
2. Schwierigkeiten beim Planen und Problemlösen
Menschen mit einer beginnenden Alzheimer-Erkrankung können Schwierigkeiten
haben, sich über einen längeren Zeitraum zu konzentrieren oder etwas
vorausschauend zu planen und umzusetzen. Sie brauchen für vieles mehr Zeit als
zuvor. Probleme tauchen beispielsweise beim Kochen oder Backen nach bekannten
Rezepten, beim Umgang mit Zahlen oder beim Bezahlen von Rechnungen auf.
Normale altersbedingte Veränderung: Zerstreutheit, wenn viele Dinge gleichzeitig
zu tun sind.
3. Probleme mit gewohnten Tätigkeiten
Alltägliche Handlungen werden plötzlich als große Herausforderung empfunden.
Routineaufgaben am Arbeitsplatz werden zum Problem oder die Regeln eines
altbekannten Spiels werden vergessen.
Normale altersbedingte Veränderung: Gelegentlicher Hilfebedarf bei der
Bewältigung anspruchsvoller Alltagsanforderungen, zum Beispiel beim
Programmieren des Fernsehers.
4. Räumliche und zeitliche Orientierungsprobleme
Oft können Orte oder Zeitabstände nicht mehr eingeordnet werden. Menschen mit
einer beginnenden Demenz vergessen zum Beispiel das Jahr und die Jahreszeit,
können die Uhr nicht mehr lesen oder wissen in ihrer Straße nicht mehr, wo sie
sind und wie sie nach Hause kommen.
Normale altersbedingte Veränderung: Ab und zu den Wochentag verwechseln und sich
später daran erinnern.
5. Probleme mit räumlicher Wahrnehmung
Viele Menschen mit einer beginnenden Demenz haben Mühe, räumliche Abstände,
Bilder oder visuelle Informationen richtig einzuordnen. Schwierigkeiten zeigen
sich beispielsweise beim Erkennen von Farben und Kontrasten, beim Lesen oder
beim Wiedererkennen von vertrauten Gesichtern.
Normale altersbedingte Veränderung: Verändertes oder verringertes Sehvermögen,
zum Beispiel aufgrund einer Linsentrübung.
6. Neue Sprachschwäche
Bei einer beginnenden Alzheimer-Erkrankung kann es schwerfallen, einer
Unterhaltung zu folgen, den Gesprächsfaden zu halten und aktiv an einem Gespräch
teilzunehmen. Menschen verlieren den Faden, benutzen unpassende Füllwörter oder
haben Wortfindungsprobleme. Auch häufige Wiederholungen können ein Anzeichen
sein.
Normale altersbedingte Veränderung: Ab und zu nicht das richtige Wort finden.
7. Verlegen von Gegenständen
Bei einer Alzheimer-Erkrankung werden Dinge häufig an ungewöhnliche Orte gelegt.
Später kann oft nicht nachvollzogen werden, wie die Gegenstände dorthin gelangt
sind. So werden beispielsweise die Schuhe in den Kühlschrank oder die
Autoschlüssel in den Briefkasten gelegt.
Normale altersbedingte Veränderung: Dinge werden hin und wieder verlegt und dann
wiedergefunden.
8. Eingeschränktes Urteilsvermögen
Oft verändert sich die Urteils- und Entscheidungsfähigkeit, zum Beispiel bei der
Kleiderwahl (Winterstiefel im Sommer), beim Umgang mit Geld oder bei der
Körperpflege.
Normale altersbedingte Veränderung: Gelegentlich eine unbedachte Entscheidung
treffen.
9. Verlust von Eigeninitiative und Rückzug aus dem sozialen Leben
Viele Menschen mit einer beginnenden Demenz verlieren zunehmend ihre
Eigeninitiative und gehen ihren Hobbys, sozialen oder sportlichen Aktivitäten
immer weniger nach. Sie bemerken Veränderungen an sich, die sie verunsichern,
und ziehen sich zurück.
Normale altersbedingte Veränderung: Sich manchmal beansprucht fühlen durch
Anforderungen bei der Arbeit, in der Familie oder durch soziale Verpflichtungen.
10. Persönlichkeits- oder Verhaltensveränderungen
Starke Stimmungsschwankungen ohne erkennbaren Grund können Folge einer
Alzheimer-Erkrankung oder einer anderen Demenzform sein. Auch ausgeprägte
Veränderungen der Persönlichkeit oder des Verhaltens können auftreten, zum
Beispiel starkes Unbehagen in fremden Räumen, plötzliches Misstrauen,
aggressives Verhalten oder Gefühle von Ohnmacht, Traurigkeit und Rastlosigkeit.
Normale altersbedingte Veränderung: Irritation, wenn geregelte Alltagsabläufe
geändert oder unterbrochen werden.
Wer solche Veränderungen bei sich selbst oder Angehörigen bemerkt, sollte
ärztlichen Rat suchen. Erste Anlaufstelle kann die Hausärztin oder der Hausarzt
sein; diese können bei Bedarf an eine Gedächtnisambulanz in der Nähe überweisen.
Eine frühe ärztliche Abklärung von Demenzsymptomen kann helfen, Unsicherheiten
zu verringern und gegebenenfalls passende Unterstützung zu finden.
Unsere Broschüre "Was ist Alzheimer?" bietet einen kompakten Überblick über die
Alzheimer-Krankheit, mögliche Symptome, Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten.
"Was ist Alzheimer?" kann kostenfrei bestellt werden bei der Alzheimer Forschung
Initiative e.V., Kreuzstr. 34, 40210 Düsseldorf; telefonisch unter 0211 - 86 20
66 0 oder über die Website: https://www.alzheimer-forschung.de/was-ist-alzheimer
.
Über die Alzheimer Forschung Initiative e.V.
Die Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) ist ein gemeinnütziger Verein, der
das Spendenzertifikat des Deutschen Spendenrats e.V. trägt. Seit 1995 fördert
die AFI mit Spendengeldern Forschungsprojekte engagierter Demenzforscherinnen
und -forscher. Seit 2025 stellt die AFI auch Fördergelder für Pflegeforschung
bereit. Mit kostenlosen Broschüren und auf der Website informiert die AFI über
die Alzheimer-Krankheit und andere Demenzen. Seit seiner Gründung konnte der
Verein mehr als 470 Forschungsaktivitäten mit über 20,7 Millionen Euro
unterstützen und rund eine Million Ratgeber und Broschüren verteilen.
Botschafterin der AFI ist die Journalistin und Sportmoderatorin Okka Gundel.
Weitere Informationen zur Arbeit des Vereins und zu Spendenmöglichkeiten finden
Sie auf http://www.alzheimer-forschung.de .
Pressekontakt:
Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI)
Astrid Marxen
Kreuzstr. 34, 40210 Düsseldorf
0211 - 86 20 66 28
mailto:presse@alzheimer-forschung.de
http://www.alzheimer-forschung.de/presse
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/7969/6305044
OTS: Alzheimer Forschung Initiative e. V.
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