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Berlin (ots) - Wie können Menschen in Deutschland nicht nur länger, sondern vor
allem länger gesünder leben? Dieser Frage widmete sich am 24.06.2026 die
Veranstaltung "Longevity - Voraussetzungen für ein gesundes Altern" auf dem
Hauptstadtkongress in Berlin. Im Mittelpunkt der Diskussion standen Prävention,
Gesundheitskompetenz und die Bedeutung individueller Gesundheitsvorsorge. Einen
besonderen Schwerpunkt setzte der Vortrag von Dr. Tobias Lüke, Head of Medical
bei Besins Healthcare Germany. Er machte deutlich, dass die Rolle der
Sexualhormone in der aktuellen Longevity-Debatte häufig unterschätzt wird,
obwohl sie für zahlreiche körperliche und mentale Funktionen von zentraler
Bedeutung sind.
Zu den Referierenden der Veranstaltung gehörten der Neurophysiologe und
Buchautor Dr. Gerd Wirtz, Dr. Tobias Lüke, Andrea Galle, Vorständin der mkk -
meine krankenkasse, sowie Dr. Ellis E. Huber vom Büro für Gesundheit und
Prävention e. V.
Einen neuen Impuls zur Longevity-Diskussion lieferte Dr. Tobias Lüke. In der
Longevity-Debatte - also der Frage, wie wir nicht nur länger, sondern auch
länger gesünder leben können - werde häufig ein wesentlicher Faktor übersehen:
die hormonelle Gesundheit. Sexualhormone wie Testosteron, Progesteron und
Estrogene seien weit mehr als reine Fortpflanzungshormone. Sie beeinflussen
neben der Sexualität unter anderem die Körperzusammensetzung, den Stoffwechsel,
die Muskelmasse, die Knochengesundheit sowie die mentale Gesundheit und das
allgemeine Wohlbefinden.
Anhand zweier Beispiele verdeutlichte Dr. Lüke diese Zusammenhänge. Er
beleuchtete den Einfluss eines gestörten Testosteronhaushalts bei Männern mit
Adipositas. Im übermäßigen Fettgewebe des Bauchraums wird Testosteron vermehrt
in Estradiol umgewandelt. Die Testosteronspiegel sinken ab. Damit wird eine
Abwärtsspirale in Gang gesetzt: Es ist weniger Testosteron vorhanden, das führt
unter anderem zu mehr Körperfett, weniger Muskelmasse und Antriebsschwäche.
Steigt der Bauchfettanteil weiter an, wird noch mehr Testosteron in Estradiol
umgewandelt. "Die betroffenen Männer verlieren Lebensjahre und Lebensqualität",
so Dr. Lüke. Er ging auch auf die Situation von Frauen nach der Menopause ein.
Mit dem Ende der hormonellen Aktivität der Eierstöcke sinken die Spiegel von
Estradiol und Progesteron deutlich. Dieser Hormonmangel kann nicht nur typische
Beschwerden wie Hitzewallungen, Schlafstörungen oder Gelenkschmerzen auslösen,
sondern erhöht auch das Risiko für Osteoporose. Die Erkrankung gilt als
besonders tückisch, da sie lange unbemerkt bleibt und häufig erst durch
Frakturen sichtbar wird. Dr. Lüke betonte, dass eine im Rahmen von
Wechseljahresbeschwerden eingesetzte menopausale Hormontherapie auch positive
Effekte auf die Knochengesundheit haben kann.
Vor diesem Hintergrund sprach sich Dr. Lüke dafür aus, hormonelle Faktoren
stärker in Präventions- und Longevity-Konzepte einzubeziehen. "Longevity, also
ein gesundes Altern, ist ohne hormonelle Balance nicht möglich", so Dr. Lüke.
Eine frühzeitige Kontrolle relevanter Hormonwerte bei Männern und ein aktiver
Umgang mit Wechseljahresbeschwerden bei Frauen, z. B. durch den Besuch bei einer
Gynäkologin oder einem Gynäkologen, können helfen, gesundheitliche Risiken
besser zu erkennen und individuelle Maßnahmen zur Förderung eines gesunden
Alterns einzuleiten.
Dr. Gerd Wirtz zeichnete ein kritisches Bild von Lebensstil und
Gesundheitsversorgung in Deutschland. Nach seinen Angaben verschenken Männer in
Deutschland durchschnittlich rund 18 Lebensjahre, Frauen etwa 15 Jahre. Viele
Menschen suchten medizinische Hilfe erst dann auf, wenn sie Beschwerden haben,
die sie einschränken. Zu den wichtigsten vermeidbaren Risikofaktoren zählten
Rauchen, Adipositas und eine unausgewogene Ernährung.
Wirtz betonte, dass die deutsche Reparaturmedizin zwar auf hohem Niveau arbeite,
die Prävention jedoch deutlich gestärkt werden müsse. Nach seinen Angaben würden
jährlich pro Patient bzw. Patientin in Deutschland nur 8,49 Euro für Prävention
ausgegeben (Stand 2023) - bei 4.126 Euro Behandlungskosten pro Patient bzw.
Patientin.(1) Sein Appell: mehr Zeit für gute Medizin und mehr
Eigenverantwortung für die persönliche Gesundheit.
Andrea Galle setzte in ihrem Vortrag einen gesundheitsökonomischen und
gesellschaftlichen Fokus. Sie warnte davor, dass der Begriff Longevity aktuell
häufig genutzt werde, um eine Vielzahl von Produkten und Trends zu vermarkten.
Gleichzeitig unterstrich sie die Bedeutung einer fundierten Gesundheitskompetenz
in der Bevölkerung.
Für Dr. Ellis E. Huber steht bei dem Thema des gesunden Alterns nicht die
individuelle Optimierung im Vordergrund, sondern die Gestaltung gesunder
gesellschaftlicher Rahmenbedingungen. Eine nachhaltige Longevity-Strategie müsse
soziale Faktoren stärker berücksichtigen, anstatt Gesundheit als individuell
konsumierbares Gut zu verstehen.
Die Veranstaltung machte deutlich, dass gesundes Altern viele Einflussfaktoren
umfasst. Neben Bewegung, Ernährung und Vorsorge spielt auch die hormonelle
Gesundheit eine wichtige Rolle. Ebenso entscheidend sind eine gestärkte
Gesundheitskompetenz und gesellschaftliche Rahmenbedingungen, die gesundes Leben
ermöglichen.
Die Expertinnen und Experten gaben wichtige Impulse: Wer länger gesund leben
möchte, sollte Prävention frühzeitig nutzen und die eigene Gesundheit aktiv
mitgestalten. Gleichzeitig muss Prävention im Gesundheitssystem ein stärkeres
Gewicht bekommen.
Hinweis: Besins Healthcare Germany ist Partner des Hauptstadtkongresses 2026
Quellen
1. BKK Dachverband. Prävention. Gesunderhaltung muss zum neuen Maßstab werden.
https://ots.de/JhShM2 , zuletzt abgerufen am 26.06.2026.
Über Besins Healthcare Germany
Besins Healthcare Germany ist Teil der weltweit aktiven Besins
Healthcare-Gruppe. Wir sind einer der führenden Hersteller moderner
Hormonpräparate. Als hochspezialisierter Partner in der Gynäkologie und
Andrologie/Urologie bieten wir Ihnen ein besonders breit gefächertes Portfolio
an innovativen Präparaten für die Frauen- und Männergesundheit - mit
vielfältigen Lösungen für individuelle Therapieansätze.
In der Forschung & Entwicklung gilt unser besonderes Augenmerk der Galenik. Als
weltweit erstes Pharmaunternehmen haben wir Hormone in Gel-Form für die
transdermale Anwendung auf den Markt gebracht. Damit sind wir bei der Behandlung
von Hormonmangel-Beschwerden bis heute richtungsweisend.
Das Familienunternehmen Besins Healthcare wurde 1885 in Paris gegründet und ist
seit 1992 auch in Deutschland - mit Firmensitz in Berlin - aktiv. Wir entwickeln
unsere Arzneimittel fortlaufend weiter, um den Patientinnen und Patienten die
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