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Zur Studie
https://ots.de/nGaPNr
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München (ots) -
- Um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben, setzen 68 Prozent auf
Kostensenkungen und 64 Prozent auf die Integration von Künstlicher
Intelligenz.
- Die CFOs rechnen mit Preissteigerungen von durchschnittlich 3 Prozent in den
kommenden zwölf Monaten.
- Zwei Drittel der CFOs erwarten durch den Einsatz von KI einen signifikanten
Stellenabbau in ihrem Funktionsbereich.
In der angespannten wirtschaftlichen Situation fokussieren sich die
Finanzverantwortlichen in Deutschland auf Kostenreduktion (68 %), die
Integration von Künstlicher Intelligenz (64 %) und ihr Kerngeschäft (50 %).
Knapp weniger als die Hälfte der Finanzverantwortlichen baut auf Innovationen
(48 %), sehr viel weniger auf die Erschließung neuer Märkte (40 %) oder neuer
Geschäftsfelder (28 %), um langfristig die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu
sichern, wie der aktuelle CFO Survey zeigt.
Vor allem der Maschinenbau plant kostenbewusst. 44 Prozent der Befragten aus
diesem Sektor priorisieren Investitionen in Kosteneffizienz über Wachstum und
Resilienz. Einzig der Technologiesektor setzt, aufgrund des KI-Aufschwungs, bei
seinen Investitionen primär auf Wachstum (50 %) und weniger auf
Widerstandsfähigkeit und Kosten. Lediglich 19 Prozent der Unternehmen
priorisieren branchenübergreifend bei ihren Investitionen Resilienz über
Wachstumsinitiativen und Maßnahmen zur Kosteneffizienz. Für den Survey wurden
zwischen dem 16. April und dem 7. Mai 2026 164 Finanzvorstände in Deutschland
befragt.
"Zahlreiche Unternehmen schalten in den Überlebensmodus", sagt Dr. Alexander
Börsch, Chefökonom und Leiter Research bei Deloitte. "Dennoch dürfte die
langfristige Wettbewerbsfähigkeit leiden, wenn Unternehmen in der geopolitisch
schwierigen Lage nicht mehr in Resilienz investieren."
Unternehmen passen Risikomanagement nur punktuell an
Die Schwerpunktsetzung der CFOs findet vor dem Hintergrund ihrer Sorge um
steigende Kosten, insbesondere im Energie- und Rohstoffbereich, statt. Die
Finanzvorstände erwarten für die kommenden zwölf Monate eine Inflation von
durchschnittlich 3 Prozent. Die Bedenken der CFOs bezüglich weiterer
Kostensteigerungen, Rohstoffengpässen und der Ausbreitung von Cyberangriffen
sind groß. Die Auswirkungen von Handelskonflikten sowie die technologische
Abkopplung zwischen China und dem Westen fürchten sie im Vergleich dazu weniger
(s. Abb. 1).
Das Bewusstsein für die Risiken führt jedoch nicht zu einem umfassenden Ausbau
des Risikomanagements. Zwar investieren drei Viertel der Befragten verstärkt in
Cybersicherheit, jedoch weniger als die Hälfte in weitere Maßnahmen zu
geopolitischer Resilienz - etwa darin, die Abhängigkeit von einzelnen
Lieferanten zu reduzieren (48 %), ihre IT-Unabhängigkeit zu stärken (32 %),
geopolitisches Monitoring (29 %), die Absicherung von Preisschwankungen (26 %)
oder eine stärkere Lagerhaltung (18 %).
Auswirkungen von KI auf die Finanzfunktion
Die CFOs beschäftigt auch der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der eigenen
Abteilung. Fast die Hälfte der Befragten (48 %) plant, KI-Anwendungen in der
Finanzfunktion in den kommenden 24 Monaten zu skalieren. 45 Prozent setzen dabei
auf strategische, funktionsübergreifende KI-Initiativen statt auf isolierte
Anwendungen. Gleichzeitig erwarten zwei Drittel der CFOs (66 %) einen
substanziellen Stellenabbau in der Finanzfunktion durch KI.
"KI führt zu einer tiefgreifenden Transformation. Wer die Technologie dabei nur
als Effizienzhebel betrachtet, verkennt jedoch ihr eigentliches Potenzial, die
Problemlösungskapazität vor allem von Wissensarbeitenden in der Finanzfunktion
zu verbessern", meint Markus Seeger, Director und Mitglied des CFO Program bei
Deloitte.
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