Seite zu Favoriten hinzufügen / Link zu ihrer Webseite einrichten 

Deutschland

Top-News



Reimann: Abschaffung der telefonischen Krankschreibung wird Krankenstand nicht senken

2.07.2026 14:51 Uhr AOK-Bundesverband

Berlin (ots) - Zu den Beschlüssen des Koalitionsausschusses, die unter anderem eine Abschaffung der telefonischen Krankschreibung vorsehen, äußert sich die Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Dr. Carola Reimann, kritisch:

"Mehrere Auswertungen haben gezeigt, dass die Einführung der Krankschreibung per Telefon nicht die Ursache für den starken Anstieg der Arbeitsunfähigkeitsmeldungen in den letzten Jahren sein kann. Der geringe Anteil der telefonischen Krankschreibungen kann den starken Anstieg der AU-Fälle nicht erklären. Er ist unter anderem durch die Einführung der elektronischen Krankmeldung im Jahr 2022 verursacht worden, die zu einer vollständigeren Erfassung der AU-Bescheinigungen bei den Krankenkassen geführt hat. Für einen Missbrauch der telefonischen Krankschreibung sehen wir keine Evidenz. Daher ist ihre Abschaffung aus unserer Sicht keine Maßnahme, die den Krankenstand senken wird, sondern reine Symbolpolitik.

Zudem ist nicht nachvollziehbar, was die verpflichtende Vorlage der AU-Bescheinigung ab dem ersten Tag mit dem erklärten Ziel der Entbürokratisierung zu tun haben soll. Sie wird im Gegenteil zu einem erheblichen Mehraufwand und zu einer zusätzlichen Belastung in den Arztpraxen und zu insgesamt höheren Kosten für das Gesundheitssystem führen."

Pressekontakt:

Ihr Ansprechpartner in der Pressestelle: Dr. Kai Behrens Telefon: 030 / 34646-2309 Mobil: 01520 / 1563042 E-Mail: mailto:presse@bv.aok.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/8697/6306914 OTS: AOK-Bundesverband


Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - AOK-Bundesverband
Für den Inhalt übernehmen wir keine Verantwortung