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Berlin (ots) -
- Mehr Tempo bei Außenwirtschaft, Genehmigungen und Bürokratieabbau
- Photonik als Basistechnologie und Medizintechnik stärker einbeziehen
Mit ihrem heute vorgestellten Reformprogramm setzt die Bundesregierung wichtige
wirtschaftspolitische Impulse für den Industriestandort Deutschland.
Insbesondere die angekündigte Stärkung der Außenwirtschaft, der Abbau von
Bürokratie sowie schnellere Genehmigungs- und Verwaltungsverfahren greifen
zentrale Herausforderungen der mittelständischen Hightech-Industrie auf.
Entscheidend wird nun sein, dass die angekündigten Maßnahmen schnell Wirkung
entfalten und Unternehmen spürbar entlasten.
"Die deutsche Hightech-Industrie braucht verlässliche Rahmenbedingungen, damit
Unternehmen wieder mehr investieren, Innovationen vorantreiben und international
wachsen können. Das Reformprogramm enthält dafür wichtige Ansätze. Jetzt kommt
es darauf an, diese zügig und konsequent umzusetzen", erklärt Jörg Mayer,
Geschäftsführer des Deutschen Industrieverbands SPECTARIS.
Mit der angekündigten neuen Außenwirtschaftsstrategie setzt die Bundesregierung
auf offene Märkte, resilientere Lieferketten und einen wirksameren Schutz vor
unfairem Wettbewerb. Die geplante Diversifizierung der Handelsbeziehungen stärkt
zudem die wirtschaftliche Resilienz gegenüber geopolitischen Risiken. Für die
überwiegend exportorientierten Mitgliedsunternehmen von SPECTARIS sind offene
Märkte, belastbare Handelsbeziehungen und verlässliche Rahmenbedingungen
entscheidend. Die angekündigte Außenwirtschaftsstrategie weist deshalb in die
richtige Richtung. Nun kommt es darauf an, diesen Kurs rasch mit konkreten
Maßnahmen zu füllen. Gerade für exportorientierte Hightech-Unternehmen bleibt
die Beschleunigung von Ausfuhrgenehmigungen ein entscheidender Hebel zur
Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit.
Auch beim Bürokratieabbau enthält das Reformprogramm wichtige Ansätze. Das
geplante Berichtsentlastungsgesetz, die vorgesehene Beweislastumkehr bei
staatlichen Berichtspflichten sowie die Genehmigungsfiktion im
Verwaltungsverfahren können Unternehmen entlasten, Investitionen beschleunigen
und Innovationsprozesse vereinfachen.
Damit die angekündigte Förderung von Zukunftstechnologien ihre volle Wirkung
entfalten kann, müssen alle Schlüsseltechnologien berücksichtigt werden. Dazu
gehört insbesondere die Photonik. Als strategische Basistechnologie ermöglicht
sie Innovationen in der Medizintechnik, der Halbleiterfertigung, den
Quantentechnologien sowie der Verteidigungs- und Sicherheitstechnik. "Wer
Zukunftsbranchen stärken will, muss auch die Technologien stärken, die diese
Innovationen erst ermöglichen. Die Photonik ist eine strategische
Basistechnologie für den Industriestandort Deutschland und sollte bei der
Ausgestaltung der angekündigten Förderinstrumente ausdrücklich berücksichtigt
werden", stellt Mayer fest.
Eine Lücke bleibt aus Sicht von SPECTARIS bei der Medizintechnik. Während die
Pharmaindustrie ausdrücklich als Zukunftstechnologie genannt wird, findet eine
der innovationsstärksten Industrien Deutschlands im Maßnahmenpaket keine
entsprechende Berücksichtigung. Dabei leistet die Medizintechnik einen
wesentlichen Beitrag zur Gesundheitsversorgung, zur technologischen Souveränität
und zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland.
Mit Blick auf die angekündigten Personaleinsparungen in der Bundesverwaltung
wird es darauf ankommen, die Handlungsfähigkeit zentraler Einrichtungen zu
erhalten. Gerade exportorientierte Hightech-Unternehmen sind auf zügige
Genehmigungen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)
angewiesen. Das gilt insbesondere für zahlreiche Dual-Use-Produkte der Photonik-
und Präzisionsoptikindustrie. Auch Einrichtungen wie die Physikalisch-Technische
Bundesanstalt (PTB) oder Projektträger der Forschungsförderung sind
unverzichtbare Partner für Innovation und Technologietransfer. Personelle
Engpässe würden ausgerechnet dort Fortschritte bremsen, wo das Reformprogramm
mehr Tempo schaffen will.
"Deutschland kann seine wirtschaftliche Stärke nur sichern, wenn Innovationen
wieder konsequent in den Mittelpunkt der Wirtschaftspolitik rücken", ergänzt
Mayer. "Innovation entsteht nicht von allein. Sie braucht technologieoffene
Rahmenbedingungen, leistungsfähige Behörden und den politischen Willen, die
gesamte Hightech-Industrie in ihrer Breite zu stärken."
SPECTARIS ist der Deutsche Industrieverband für Optik, Photonik, Analysen- und
Medizintechnik mit Sitz in Berlin. Der Verband vertritt rund 400 überwiegend
exportorientierte, mittelständisch geprägte deutsche Unternehmen. Die
vertretenen Branchen - Consumer Optics (Augenoptik, Fernoptik, Fototechnik),
Photonik, Medizintechnik sowie Analysen-, Bio- und Labortechnik - erzielten im
Jahr 2025 einen Gesamtumsatz von 91 Milliarden Euro und beschäftigten rund
360.000 Menschen. Eine Studie
(https://www.spectaris.de/verband/themen/zukunftsbranchen) der
FutureManagementGroup zählt diese Felder zu den zehn chancenreichsten
Zukunftsbranchen.
Pressekontakt:
Deutscher Industrieverband SPECTARIS e. V.
Christof Weingärtner
Leiter Kommunikation
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