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Berlin (ots) - Mehrfachbelastung gefährdet Versorgung, Innovation und
Investitionen am Standort Deutschland
Die im Entwurf des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes (GKV-BStabG)
vorgesehenen Sparmaßnahmen treffen insbesondere den patentgeschützten
Arzneimittelmarkt und vor allem Arzneimittel für schwer und chronisch erkrankte
Menschen. Eine aktuelle Analyse von Pharma Deutschland zeigt, dass mehrere
Instrumente gleichzeitig auf dieselben Arzneimittel wirken und sich in ihrer
finanziellen Belastung gegenseitig verstärken.
Rund 85 Prozent des patentgeschützten Arzneimittelmarktes entfallen auf
Therapien gegen lebensbedrohliche oder schwere chronische Erkrankungen.
Besonders betroffen sind die Versorgungsbereiche Onkologie, Autoimmun- und
Entzündungserkrankungen, Diabetes sowie Herz-Kreislauf- und
Thromboseerkrankungen. Gerade in diesen Therapiegebieten greifen künftig mehrere
Sparinstrumente parallel, darunter der dynamische Herstellerabschlag,
Rabattverträge für patentgeschützte Arzneimittel und Preis-Mengen-Regelungen.
Die Analyse zeigt, dass die Maßnahmen nicht isoliert wirken, sondern sich
gegenseitig verstärken. Während die Preise innovativer Arzneimittel bereits im
Rahmen des AMNOG-Verfahrens verhandelt werden, kommen mit dem GKV-BStabG weitere
Abschläge und Preisregulierungen hinzu. Dadurch können einzelne Präparate
gleichzeitig von mehreren Sparinstrumenten betroffen sein. Die Analyse zeigt,
dass insbesondere die Onkologie gleich von vier verschiedenen Sparinstrumenten
betroffen wäre. Auch Therapien gegen Autoimmun- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen
würden gleichzeitig von mehreren Regulierungsinstrumenten erfasst.
"Das GKV-Spargesetz belastet Arzneimittel mit mehreren Maßnahmen gleichzeitig.
AMNOG-Rabatte, Herstellerabschlag, neue Rabattverträge und Preis-Mengenabschläge
greifen ineinander und schaukeln sich in ihrer Wirkung gegenseitig auf. Diese
Kumulation trifft Therapiefelder, in denen Deutschland heute versorgungsrelevant
und forschungsstark ist. Wer denselben patentgeschützten Markt gleich mehrfach
zur Kasse bittet und so bei Gesamt-Rabattsätzen landet, die den Umsatz von
Präparaten auf einen Schlag mehr als halbiert, riskiert Versorgungssicherheit
und Innovations- und Investitionskraft am Standort." erklärt Dorothee Brakmann,
Hauptgeschäftsführerin von Pharma Deutschland. Besonders problematisch sei dabei
nicht jede einzelne Maßnahme für sich, sondern deren gleichzeitiges
Zusammenwirken. Dieses wird die Einführung neuer Therapien erschweren, die
Therapiefreiheit einschränken und Investitionen in den Pharmastandort
Deutschland beeinträchtigen.
Die vollständige Analyse ist dieser Pressemitteilung finden Sie auf unserer
Webseite (https://www.pharmadeutschland.de/index.php?id=1&type=565&file=redakteu
r_filesystem/public/Pressemitteilungen/20260701_Paper_GKV-Spargesetz_Pharma-Bela
stung.pdf) .
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Deutschland zu sichern. So stellen sie fast 80 Prozent der in Apotheken
verkauften rezeptfreien und fast zwei Drittel der rezeptpflichtigen Arzneimittel
sowie einen Großteil der stofflichen und dentalen Medizinprodukte für die
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