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Bonn/Berlin/Caracas (ots) - Zwei Wochen nach den schwersten Erdbeben in
Venezuela seit mehr als einem Jahrhundert wird das Ausmaß der Katastrophe immer
deutlicher. Laut Angaben der Vereinten Nationen kamen bislang 3.685 Menschen ums
Leben, rund 18.000 Menschen haben ihr Zuhause verloren. Zudem gelten noch 30.000
nach Angaben der Behörden als vermisst. Während Rettungskräfte vereinzelt noch
Menschen lebend aus den Trümmern bergen, richtet sich der Fokus zunehmend auf
die Versorgung der Überlebenden. Tausende leben derzeit in provisorischen
Notunterkünften oder kleinen Zelten am Straßenrand. Viele Familien wissen nicht,
ob vermisste Angehörige noch leben und benötigen sichere Unterkünfte,
Lebensmittel, Hygieneartikel, aber auch psychosoziale Unterstützung. Die
Welthungerhilfe hat 200.000 Euro für Nothilfe bereitgestellt und unterstützt
gemeinsam mit ihren langjährigen europäischen Alliance2015-Partnerorganisationen
ACTED, Ayuda en Acción und CESVI die Versorgung der notleidenden Bevölkerung.
Trotz der schwierigen Bedingungen konnten bereits unmittelbar nach den Erdbeben
erste Hilfsgüter verteilt werden.
"Die Lage ist schrecklich, viele Menschen sind verzweifelt. Familien mit
Kleinkindern sind Wind und Wetter schutzlos ausgesetzt. Sie brauchen dringend
sichere Unterkünfte, Lebensmittel, Babyausstattung und Kochmöglichkeiten. Es
fehlt an allem. Viele der Überlebenden haben alles verloren und werden noch
monatelang auf Unterstützung angewiesen sein", beschreibt Raúl Ortega, Leiter
des ACTED-Nothilfeeinsatzes, die schwierige humanitäre Situation.
Die Alliance2015-Partnerorganisationen verteilen unter anderem
Lebensmittelpakete, Hygiene-Sets und Materialien für Notunterkünfte in den
besonders schwer betroffenen Gemeinden in La Guaira, El Junquito, Caracas und
Guarenas.
Katja Dombrowski, Expertin für Nothilfe-Kommunikation der Welthungerhilfe,
begleitet derzeit die Nothilfeteams in die am stärksten betroffene Orte an der
Karibikküste: "Hier ist wirklich alles zerstört. Ganze Straßenzüge liegen in
Trümmern. Bei vielen Häusern fehlt die komplette Front - man blickt direkt in
die Wohnungen der Menschen. Viele Familien leben jetzt dicht gedrängt in viel zu
kleinen Zelten auf der Straße oder öffentlichen Plätzen. Sie werden auf längere
Zeit nicht in ihre Häuser zurückkehren können - wenn überhaupt. Gleichzeitig
erleben wir eine beeindruckende Solidarität: Nachbarn teilen Essen, Freiwillige
unterstützen Familien, die plötzlich auf der Straße leben. Doch das allein
reicht nicht aus. Der Bedarf ist enorm und tausende Familien werden noch über
Monate Unterstützung benötigen."
Interviewangebot
Katja Dombrowski , Expertin für Nothilfe-Kommunikation der Welthungerhilfe,
steht derzeit im Katastrophengebiet für Interviews zur Verfügung. Sie berichtet
aus erster Hand über die Lage der Überlebenden und die laufenden Hilfsmaßnahmen.
Auf Wunsch vermittelt sie auch Interviews mit Efrain Guzman, Landesdirektor von
ACTED in Venezuela, sowie weiteren englisch- und spanischsprachigen
Einsatzleitungen der Alliance2015-Partner ACTED, Ayuda en Acción und CESVI.
Die Welthungerhilfe bittet dringend um Spenden unter dem Stichwort: Erdbeben
Venezuela (https://www.welthungerhilfe.de/jetzt-spenden-und-helfen?init_currency
=EUR&amount=100&rhythm=1&wc=DGBING1000&purpose=225)
Weitere Informationen auch unter http://www.welthungerhilfe.de/presse
Die Welthungerhilfe ist eine der größten privaten Hilfsorganisationen in
Deutschland; politisch und konfessionell unabhängig. Sie setzt sich mutig und
entschlossen für eine Welt ohne Hunger ein. Seit ihrer Gründung am 14.12.1962
wurden 12.777 Auslandsprojekte in rund 72 Ländern und Gebieten mit 5,42
Milliarden Euro gefördert. Die Welthungerhilfe arbeitet nach dem Grundprinzip
der Hilfe zur Selbsthilfe: von der schnellen Katastrophenhilfe über den
Wiederaufbau bis zu langfristigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit mit
nationalen und internationalen Partnerorganisationen.
Pressekontakt:
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Deutsche Welthungerhilfe e.V.
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Pressesprecherin
Telefon 0228-2288-132
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