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Frankfurt (ots) - In seiner Regierungserklärung sprach Kanzler Friedrich Merz
ausführlich über Rente, Wirtschaft, Gesundheit, Verteidigung, den Krieg in der
Ukraine, den Nahen Osten und die Nato. Alles wichtige Themen, zweifellos. Doch
die Klimakrise spielte praktisch keine Rolle - obwohl Deutschland und Europa
wieder eine Hitzewelle erlebt haben, die vielerorts historische Ausmaße
erreichte. Das ist mehr als eine Auslassung. Es ist Ausdruck einer
Prioritätenverschiebung. Statt die Energiewende voranzubringen, steigt die
Regierung auf die Bremse, der Zubau bei Solar und Wind soll sinken,
Förderprogramme werden gekürzt. Auch bei der Anpassung an die neuen heißen
Zeiten kommt Deutschland nur schleppend voran. Man kann nachvollziehen, warum
andere Krisen Aufmerksamkeit beanspruchen. Doch die Klimakrise verschwindet
nicht, nur weil andere Probleme akuter erscheinen. Im Gegenteil: Sie droht
Konflikte zu verschärfen - durch Ernteausfälle, Wasserknappheit,
Gesundheitsrisiken, Kosten und Fluchtbewegungen.
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