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Meschede-Grevenstein (ots) -
- Fußball-WM brachte keine Absatzimpulse
- Brauwirtschaft steht vor einer Marktbereinigung
Die Brauerei C. & A. Veltins, Meschede-Grevenstein, hat ihren Wachstumskurs im
ersten Halbjahr 2026 erfolgreich fortgesetzt. Trotz eines unverändert
schwierigen Marktumfeldes steigerte das Familienunternehmen seinen Gesamtausstoß
um 1,3 % auf 1,8 Mio. hl. Während die deutsche Brauwirtschaft weiterhin unter
einer schwachen Konsumstimmung, rückläufigen Absätzen und hohen
Kostenbelastungen leidet, profitiert das Traditionsunternehmen von einer
marktgerechten Sortimentsstrategie. Insbesondere das Pülleken, Veltins Lager und
Karamalz setzen deutliche Wachstumsimpulse und tragen dazu bei, die
Marktposition der Sauerländer Familienbrauerei auszubauen. "Den Biermarkt haben
tiefgreifende strukturelle Veränderungen erreicht und die Wettbewerbsintensität
zwingt viele Anbieter, ihr Marktengagement zu überdenken", sagt Dr. Volker Kuhl,
Sprecher der Geschäftsführung der Brauerei C. & A. Veltins. "Ungeachtet der
Markterschwernisse bleiben wir auf Kurs und schaffen mit einem facettenreichen
Markenportfolio Verbraucherattraktivität."
Biermarkt leidet unter konjunktureller Unsicherheit
Der deutsche Biermarkt bewegt sich weiterhin in einem Spannungsfeld aus
konjunktureller Unsicherheit, zurückhaltender Konsumneigung und strukturellen
Veränderungen im Verbraucherverhalten. "Verständlich, dass sich viele private
Haushalte ein Spardiktat auferlegen und in die Vorsichtskasse flüchten - für die
Brauwirtschaft wird das vielerorts zur Existenzfrage", bilanziert Dr. Volker
Kuhl das erste Halbjahr. Hohe Energiepreise, gestiegene Rohstoffkosten,
Tarifabschlüsse, steigende Logistikaufwendungen sowie ein intensiver Wettbewerb
sind für viele Brauereien zum grenzwertigen Kostentreiber geworden. Demgegenüber
konnte die Brauerei C. & A. Veltins als einer der größten Anbieter ihre
Marktposition weiter ausbauen.
Veltins wächst gegen den Markt
Mit einem Gesamtausstoß von 1,8 Mio. hl legte das Unternehmen gegenüber dem
Vorjahreszeitraum um 1,3 % zu und behauptete sich damit erfolgreich gegen den
allgemeinen Markttrend - der nationale Biermarkt hatte allein in den ersten fünf
Monaten 1,25 Mio. hl (-3,9 %) Menge verloren. Während die Kernmarke Veltins
weiterhin das wirtschaftliche Fundament bildet, sorgen wachstumsstarke
Innovationen für zusätzliche Dynamik. Damit gelingt es dem Unternehmen,
unterschiedliche Verbraucherpräferenzen anzusprechen und gleichzeitig die
Stabilität des Gesamtportfolios zu sichern. "Wir setzen seit Jahren auf
Kontinuität statt kurzfristiger Effekte. Diese Kombination aus Verlässlichkeit
und Erneuerung zahlt sich aus", so Dr. Volker Kuhl.
Helles Pülleken bleibt Wachstumslokomotive
Mit einem Ausstoß von 208.300 hl und einem Wachstum von 10,8 % bleibt die Marke
der stärkste Wachstumstreiber innerhalb des Sortiments und kann von den
Sortenergänzungen Zitrönken und Alkoholfrei profitieren. Beide Varianten
bedienen zusätzliche Konsumanlässe und stärken die Markenwahrnehmung über das
klassische Hellbiersegment hinaus. Auch Veltins Lager entwickelt sich erfreulich
und legte mit einem Ausstoß von 27.300 hl um 5,2 % zu. Damit bestätigt sich,
dass neue Bierstile außerhalb des klassischen Pilssegments auf eine wachsende
Nachfrage treffen. Aufwärts ging es auch für die alkoholfreien Veltins
Fassbrausen. Mit einem Wachstum von 5,0 % auf 71.700 Hektoliter setzen sie ihren
langfristigen Erfolgskurs fort.
Kernmarke bleibt tragende Säule
Unverändert bildet die Stamm-Marke Veltins über alle Sorten und Gebinde hinweg
ein unverändert tragfähiges Absatzfundament und erreichte im ersten Halbjahr
einen Ausstoß von mehr als 1,2 Mio. hl (-4,3 %). Auch wenn sich die allgemeine
Marktentwicklung in Volumenrückgängen widerspiegelte, bleibt die Marke das
wirtschaftliche Rückgrat des Unternehmens. Ihre hohe Bekanntheit, ihre starke
Präsenz in Handel und Gastronomie sowie die kontinuierliche Markenpflege sichern
die herausragende Stellung im wichtigsten Sortensegment des deutschen
Biermarktes. Ebenso bleibt V+ mit einem Ausstoß von 165.700 hl eine wichtige
Säule des Sortiments und steht seit 25 Jahren mit immer neuen
Geschmackserlebnissen nah an der Seite der jungen Erwachsenengeneration.
Karamalz stärkt die Diversifizierung
Erstmals steuerte die Marke Karamalz mit 64.500 hl einen respektablen Beitrag
zum Gesamtausstoß bei. Die Marke erweitert seit Jahresbeginn das Portfolio
gezielt über den klassischen Biermarkt hinaus und stärkt die Position des
Unternehmens im alkoholfreien Segment. "Unser Portfolio lebt von seiner
Vielfalt. Erfolgreiche Innovationen ersetzen nicht unsere Kernmarken, sondern
eröffnen zusätzliche Wachstumsperspektiven," so Marketinggeschäftsführer Fabian
Veltins. "Bei uns setzen wachstumsstarke Innovationen neue Impulse, während
etablierte Marken für Stabilität und wirtschaftliche Verlässlichkeit sorgen."
Investitionen in Produktentwicklung, Markenführung und Vertrieb bilden die Basis
dafür, auch künftig erfolgreich auf veränderte Verbraucherwünsche reagieren zu
können.
Zweites Halbjahr bleibt anspruchsvoll
Für die zweite Jahreshälfte erwartet die Brauerei C. & A. Veltins keine
grundlegende Veränderung der Marktbedingungen. "Die wirtschaftlichen
Unsicherheiten und der strukturelle Wandel in der Brauwirtschaft werden die
Branche weiterhin begleiten", urteilt Vertriebsgeschäftsführer Rainer Emig.
"Entscheidend bleibt, dass wir unseren Weg konsequent fortsetzen, nah am
Verbraucher bleiben und unsere Innovationskraft mit der Verlässlichkeit eines
Familienunternehmens verbinden." Derweil wird sich die Marktbereinigung, die
bereits im ersten Halbjahr für Unwuchten innerhalb der Brauwirtschaft geführt
hat, fortsetzen. "Viele Brauereien sind in eine gefährliche Schere von
Kostendruck bei gleichzeitig sinkenden Absätzen geraten", erklärt Dr. Volker
Kuhl. "Der deutsche Biermarkt wird eine harte Selektion durchlaufen.
Überkapazitäten sind unwirtschaftlich und angesichts der demografischen
Entwicklung des Landes überflüssig." Vor diesem Hintergrund seien
Standortaufgaben aus lokaler Sicht bedauerlich, aus betriebswirtschaftlicher
Perspektive aber unausweichlich.
Krise als veritable Chance nutzen
Während Großbrauereien durch Skaleneffekte die Effizienz der Brauwirtschaft
vorantreiben, geraten Brauereien kleiner und mittlerer Größe mit ausnahmslos
regionaler Ausrichtung massiv unter Druck. Besonders dramatisch ist die Lage für
Betriebe, die ein Sanierungs- oder Insolvenzverfahren durchlaufen. Viele von
ihnen verbleiben in einem wirtschaftlichen "Fegefeuer", da die strukturellen
Ursachen wie der Margendruck bestehen bleibe. "Die Konsolidierung der
Brauwirtschaft im Jahr 2026 hat eine neue Qualität erreicht. Es geht nicht mehr
um ein temporäres Tal, das durchgestanden werden muss, sondern um eine
dauerhafte Marktbereinigung", so Dr. Kuhl. Ohne finanzielle Rücklagen und
angesichts restriktiver Kreditvergabe der Banken verblieben viele Sanierte als
"Wackelkandidaten" in einer Dauerschwäche. In diesem herausfordernden Umfeld
setzt Veltins auf eine klare antizyklische Strategie, die auf drei Säulen ruht:
Wertbeständigkeit statt Preiskampf, die Fokussierung auf eine qualifizierte
Sortimentsstrategie sowie die langfristige Stabilität als Familienunternehmen.
Dr. Volker Kuhl blickt optimistisch nach vorn: "Es ist eine Zeit, in der
zukunftsgewandte Brauereien die Krise als veritable Chance nutzen können!"
Pressekontakt:
Ulrich Biene, Telefon: 02934 - 959 325, mailto:ulrich.biene@veltins.de
Weitere Informationen der Brauerei C. & A. VELTINS im Internet
verfügbar: http://www.bierpresse.de, http://www.veltins.de, http://www.vplus.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/24351/6311989
OTS: Brauerei C. & A. VELTINS GmbH & Co. KG
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