|
München (ots) - Ob cremiges Pistazieneis, fruchtiges Sorbet oder proteinreicher
Frozen Yogurt - selbst gemachtes Eis erlebt seit einiger Zeit einen regelrechten
Boom. Moderne Eismaschinen versprechen schnellen Eisgenuss zu Hause und
ermöglichen es, Zutaten individuell auszuwählen und auf persönliche Vorlieben
abzustimmen. Das Spektrum reicht dabei von kompakten Geräten mit Kühlbehälter
bis hin zu Modellen mit integriertem Kompressor. Worauf Verbraucher beim Kauf
achten sollten, erklärt TÜV SÜD-Produktexperte Christian Kästl.
"Nicht jede Eismaschine passt zu jedem Haushalt", sagt Christian Kästl.
"Entscheidend ist vor allem, wie häufig das Gerät genutzt wird und welche
Ansprüche die Verbraucher an Komfort, Kapazität und Zubereitung haben."
Schnell einsatzbereit oder platzsparend?
Grundsätzlich wird zwischen Eismaschinen mit integriertem Kompressor und Geräten
mit vorgekühltem Behälter unterschieden. Kompressor-Modelle übernehmen die
Kühlung selbstständig und können jederzeit verwendet werden. Das spart
Vorbereitungszeit. Je nach Modell und Rezept ist das Eis häufig nach etwa 20 bis
40 Minuten fertig. Dafür benötigen die Geräte mehr Platz in der Küche und sind
oft teurer in der Anschaffung.
Modelle mit Kühlbehälter sind kompakter und günstiger, erfordern aber etwas
Vorlaufzeit. Der Behälter muss vor der Nutzung mehrere Stunden ins Gefrierfach
gelegt werden, weshalb dafür ausreichend Platz vorhanden sein sollte. Für ein
gutes Ergebnis sollten außerdem die Zutaten und die Eismasse vor der Zubereitung
gut durchgekühlt sein. Die eigentliche Zubereitung dauert je nach Gerät und
Rezept meist etwas länger.
Die passende Größe für den eigenen Bedarf
Viele Verbraucher orientieren sich zunächst an der Leistung oder an
Zusatzfunktionen. Im Alltag ist allerdings häufig entscheidender, wie viel Eis
tatsächlich benötigt wird. Kleine Geräte eignen sich gut für einzelne Portionen
oder kleinere Haushalte. Familien oder Haushalte mit mehreren Personen
profitieren dagegen von einem größeren Fassungsvermögen. Gleichzeitig benötigen
größere und leistungsstärkere Geräte meist mehr Platz und sind während des
Betriebs oft deutlich zu hören. Vor allem in kleineren Wohnungen oder offenen
Wohnküchen sollten Platzbedarf und Lautstärke daher bei der Kaufentscheidung
berücksichtigt werden. "Wer nur gelegentlich Eis zubereitet, muss nicht zwingend
zu einem größeren Modell mit Kompressor greifen", so der TÜV SÜD-Experte.
Bedienkomfort passend zur Nutzung wählen
Viele Geräte bieten heute Automatikprogramme für Eiscreme, Sorbet oder Frozen
Yogurt sowie Timer, Nachkühlfunktionen oder unterschiedliche
Konsistenzeinstellungen. Solche Extras können die Nutzung erleichtern, sind aber
nicht für jeden Haushalt ausschlaggebend. Oftmals sind eine einfache Bedienung,
gut erreichbare Bedienelemente und herausnehmbare Behälter wichtiger als
zahlreiche Zusatzprogramme. Eine Nachkühlfunktion kann sinnvoll sein, wenn das
Eis nicht sofort serviert wird. Zahlreiche Spezialprogramme oder App-Funktionen
sind dagegen eher eine Komfortfrage.
"Je einfacher sich die Maschine bedienen und auch reinigen lässt, desto häufiger
wird sie tatsächlich genutzt", weiß Christian Kästl. Wichtig ist außerdem ein
ausreichend leistungsstarker Motor. Wenn die Eismasse während der Zubereitung
fester wird, muss der Rührmechanismus weiterhin zuverlässig arbeiten.
Andernfalls können sich Eiskristalle bilden, wodurch die Konsistenz leidet.
Was sich langfristig auszahlt
Auch Zubehör und Ersatzteile sollten Verbraucher bei der Auswahl
berücksichtigen. Sind Teile wie Rührarm, Deckel, Dichtungen oder Behälter bei
Bedarf nachbestellbar, erleichtert das Reparaturen und kann die Nutzungsdauer
des Geräts verlängern. Zusätzliche Behälter sind vor allem dann sinnvoll, wenn
regelmäßig größere Mengen oder verschiedene Sorten zubereitet werden.
Reinigung und Hygiene nicht unterschätzen
Da bei der Eisherstellung häufig Milchprodukte, Sahne oder frische Zutaten
verarbeitet werden, spielen Reinigung und Hygiene eine wichtige Rolle.
Verbraucher sollten deshalb darauf achten, dass sich alle relevanten Teile
möglichst leicht reinigen lassen. Herausnehmbare und spülmaschinengeeignete
Komponenten erleichtern die Reinigung deutlich. Auch das Material des Behälters
kann entscheidend sein: Modelle aus Edelstahl gelten als besonders langlebig und
hygienisch. Eine Antihaftbeschichtung erleichtert das Entnehmen der fertigen
Eiscreme zusätzlich. Zudem gilt: "Geschmolzenes Eis sollte grundsätzlich nicht
erneut eingefroren werden - insbesondere dann nicht, wenn rohe Eier verarbeitet
wurden", betont der TÜV SÜD-Experte.
Sicherheit und Qualität im Blick behalten
Qualitativ hochwertige Geräte verfügen über robuste Materialien, sauber
verarbeitete Bauteile und stabile Rührmechanismen. Auch der Energieverbrauch,
die Lautstärke und - bei Kompressor-Modellen - die Art des verwendeten
Kältemittels können bei der Auswahl relevant sein. Gerade wenn die Zubereitung
länger dauert, sollte die Betriebslautstärke nicht unterschätzt werden.
Verbraucher sollten daher neben Verarbeitung und Leistung auch auf anerkannte
Prüfzeichen wie das GS-Zeichen für Geprüfte Sicherheit oder das TÜV SÜD-Oktagon
achten. Im Rahmen von Produkttests prüfen die Experten unter anderem die
elektrische Sicherheit, die Stabilität und mögliche Verletzungsrisiken.
Zusätzlich werden Aspekte wie Bedienkomfort, Kühlleistung und die Konsistenz des
fertigen Eises bewertet.
Weitere Informationen gibt es HIER. (https://www.tuvsud.com/de-de/branchen/konsu
mgueter-und-handel/elektrik-und-elektronik/pruefung-haushaltsgeraete)
Pressekontakt:
Dirk Moser-Delarami
TÜV SÜD
Public Relations
Westendstr. 199, 80686 München
Telefon: +49 89 5791-1592
E-Mail: mailto:dirk.moser-delarami@tuvsud.com
Internet: tuvsud.com/presse
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/38406/6314852
OTS: TÜV SÜD
|