|
Frankfurt (ots) - Donald Trumps Methoden scheinen sich abgenutzt zu haben. Über
seine Rede zur Nation jedenfalls hat kaum eine US-Zeitung oder ein TV-Sender
prominent berichtet. Verwunderlich ist das nicht. Zu oft hat der US-Präsident
versucht, mit einem angeblichen Aufreger von den wahren Problemen abzulenken.
Dieses Mal redete er mit seiner Lüge von seiner gestohlenen Wiederwahl die
Zwischenwahl schlecht, bei der die Partei des Amtsinhabers fast immer einbricht.
Kein Wort zu den hohen Lebensmittelpreisen oder dem Krieg gegen den Iran. Es
stört ihn nicht, dass er mit diesem Manöver der Demokratie schadet, weil er
Misstrauen am Wahlsystem schürt. Ausgerechnet Trump, der nichts unversucht
lässt, die Wahlen zu beeinflussen. Er lässt Wahlkreise zugunsten der
Republikaner zuschneiden. Er drängt seine Partei, ein Gesetz zu verabschieden,
das bei Wahlen die Vorlage von Fotoausweisen zum Nachweis der Staatsbürgerschaft
erfordert. Vor allem Minderheiten wie Schwarze und Latinos haben solch ein
Dokument nicht.
Pressekontakt:
Frankfurter Rundschau
Ressort Politik
Telefon: 069/2199-3222
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/10349/6316844
OTS: Frankfurter Rundschau
|