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Großefehn (ots) - Wie schummelbereit sind Deutschlands Beschäftigte wirklich bei
der Arbeitszeiterfassung? Eine exklusive Civey-Umfrage im Auftrag von HR4YOU
zeigt überraschende Unterschiede je nach Parteipräferenz. Während Anhänger von
FDP und CDU/CSU Falschangaben bei den Arbeitszeiten mehrheitlich und strikt
ablehnen, sitzt die Stempeluhr am linken und populistisch-linken Rand deutlich
lockerer. So schließen lediglich 23 Prozent der Linke-Wähler und 34 Prozent der
BSW-Anhänger eine Manipulation unter allen Umständen aus. Vor allem das Gefühl
unfairer Behandlung, unbezahlte Überstunden und Frust über ein ungerechtes
Gehalt treiben Beschäftigte dazu, die Uhr zu ihren Gunsten zu drehen.
Die politische Gesinnung färbt offenkundig bis auf den digitalen Stimmzettel im
Büro ab: Das zeigt eine aktuelle, exklusive Civey-Umfrage im Auftrag des
HR-Softwareanbieters HR4YOU unter 2.500 Erwerbstätigen. Gefragt nach den
Bedingungen für eine bewusste Falschangabe bei den Arbeitszeiten offenbaren sich
markante Unterschiede entlang der Parteilandschaft. Während sich Anhänger der
FDP mit 53 Prozent und der CDU/CSU mit 51 Prozent mehrheitlich strikt verweigern
und die Zeiterfassung unter keinen Umständen manipulieren wollen, sieht die Welt
bei anderen Wählergruppen anders aus. Sympathisanten des Bündnis Sara
Wagenknecht (BSW) greifen besonders dann zum Mogelzettel, wenn sie sich im Job
unfair behandelt fühlen oder ihr Gehalt als ungerecht empfinden: Jeweils 31
Prozent geben dies als Auslöser an. Bei den Anhängern der Grünen rangiert der
Ausgleich unbezahlter Überstunden mit 34 Prozent an erster Stelle, gefolgt von
der Motivation, Aufgaben in kürzerer Zeit zu erledigen (21 Prozent). Wählerinnen
und Wähler der AfD zeigen sich zu 46 Prozent prinzipientreu, nutzen bei Frust
über unbezahlte Überstunden (19 Prozent) oder unfairer Behandlung (17 Prozent)
aber ebenfalls den Korrekturstift. Anhänger der SPD bewegen sich mit 43 Prozent
rigoroser Ablehnung im Mittelfeld.
Neben der Parteipräferenz bestimmt vor allem die berufliche Stellung, wie
leichtfüßig Beschäftigte die Uhr zu ihren Gunsten verstellen. Arbeiterinnen und
Arbeiter zeigen sich besonders anfällig für den Korrekturstift: Nur 30 Prozent
schließen eine Manipulation unter allen Umständen aus. Sie führen vor allem das
Gefühl unfairer Behandlung (22 Prozent), unbezahlte Überstunden (22 Prozent) und
ein ungerechtes Gehalt (18 Prozent) als Gründe an. Interessanterweise
unterscheiden sich Führungskräfte und Angestellte kaum in ihrer prinzipiellen
Gewissenhaftigkeit: 42 Prozent der Führungskräfte und 46 Prozent der
Angestellten lehnen falsche Angaben kategorisch ab. Greifen Führungskräfte
dennoch zu Buntstiften bei der Zeiterfassung, tun sie dies mit 29 Prozent
vorrangig für den Ausgleich unbezahlter Überstunden oder mit 14 Prozent aus
Frust über unfaire Behandlung. Beamtinnen und Beamte zeigen sich mit 43 Prozent
prinzipientreu, verweisen bei Ausnahmesituationen aber ebenfalls zu 26 Prozent
auf nicht vergütete Extraarbeit.
Betrachtet man das Gesamtbild der deutschen Erwerbstätigen, hält eine Mehrheit
von 51 Prozent den Arbeitszeitbetrug für eine gängige Praxis in Deutschland.
Unter den Beschäftigten mit Homeoffice-Option sinkt dieser Wert leicht auf 46
Prozent. Wenn Beschäftigte im Homeoffice während der Arbeitszeit regelmäßig
Privateinkäufe erledigen oder den Haushalt führen ohne nachzuarbeiten, stellt
das für 56 Prozent aller Erwerbstätigen ein No-Go dar. Allerdings verläuft hier
ein tiefes Tal zwischen den Generationen: Bei den 18- bis 29-Jährigen finden 45
Prozent dieses Verhalten akzeptabel, während bei den Über-65-Jährigen satte 78
Prozent die rote Karte zeigen. Alter schützt also vor Strenge, während die
Jugend Flexibilität oft als ihr gutes Recht interpretiert. Insgesamt geben über
alle Gruppen hinweg immerhin 44 Prozent der Erwerbstätigen an, die Stempeluhr
unter keinen Umständen austricksen zu wollen.
Als stärkster Motivator für nachträgliche Korrekturen erweist sich quer durch
alle Gruppen der Ausgleich unbezahlter Überstunden mit 26 Prozent im
Gesamtergebnis, gefolgt von empfundener Ungerechtigkeit im Betrieb. Die
Studienergebnisse verdeutlichen damit, dass Abweichungen bei der Zeiterfassung
häufig aus Konflikten um Vergütung und Wertschätzung resultieren. Unternehmen
begegnen diesem Risiko am effektivsten durch klare Rahmenbedingungen,
nachvollziehbare Prozesse und eine verlässliche Erfassung sämtlicher geleisteten
Stunden.
Über HR4YOU
Die HR4YOU-AG ist ein spezialisierter Anbieter von Cloud-basierten
Softwarelösungen für das Personalmanagement. Seit der Gründung im Jahr 2001
entwickelt das Unternehmen mit Sitz in Großefehn technologische Werkzeuge, die
den gesamten Workflow von der Personalbeschaffung bis zur internen
Personalverwaltung digital abbilden. Das Portfolio umfasst modulare Systeme für
E-Recruiting, Personalberatung und HR-Administration, die heute bei zahlreichen
nationalen und internationalen Kunden im Einsatz sind. Mit einem Fokus auf
Datenschutz und Prozessoptimierung unterstützt HR4YOU Unternehmen dabei,
administrative Abläufe zu digitalisieren und die Effizienz im Personalwesen zu
steigern.
Weitere Informationen unter: http://www.hr4you.de
Eine Zusammenfassung der Studie finden Sie im Civey-Dashboard. (https://app.cive
y.com/dashboards/flexibel-arbeiten-ehrlich-bleiben-25877?tab=general)
Methodischer Befragungssteckbrief
- Befragungszeitraum: 25.06.2026 bis 02.07.2026
- Grundgesamtheit: 2.500 Erwerbstätige
- Stichprobengröße: 2.500 Befragte
- Statistischer Fehler: 3,7 Prozentpunkte (beim jeweiligen Gesamtergebnis)
Hinweis zur Veröffentlichung: Civey hat im Auftrag von HR4YOU für die Agentur
findling vom 25.06.2026 bis 02.07.2026 online 2.500 Erwerbstätige befragt. Die
Ergebnisse sind aufgrund von Quotierungen und Gewichtungen repräsentativ für die
deutsche Erwerbsbevölkerung unter Berücksichtigung des genannten statistischen
Fehlers.
Pressekontakt:
Sebastian Antrak
Senior PR-Manager
findling GmbH
mailto:sebastian@findling.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/183103/6322619
OTS: HR4YOU AG
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