|
Frankfurt am Main (ots) -
- Geschäftsklima im Mittelstand steigt im Juli aufgrund von deutlich besseren
Erwartungen
- Stimmung der KMU in allen Branchen aufgehellt, stärkster Schub im
Verarbeitenden Gewerbe
- Geschäftsklima der Großunternehmen nach Anstieg im Juni kaum mehr verändert
- Absatzpreiserwartungen gehen erneut zurück
Das Geschäftsklima in Deutschlands kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) hat
sich im Juli spürbar verbessert. Der Geschäftsklimaindex steigt um 4 Zähler auf
-17,3 Punkte. Treiber sind vor allem die besseren Geschäftserwartungen und die
positive Entwicklung der Lageurteile. Auf dem aktuellen Niveau liegt das
Geschäftsklima allerdings noch immer weit unter dem langfristigen Durchschnitt.
Das sind Ergebnisse des KfW-ifo-Mittelstandsbarometers. Dafür wertet KfW
Research monatlich Ergebnisse der Konjunkturumfragen des ifo Instituts aus,
unterteilt nach Größenklassen der Unternehmen und Hauptwirtschaftsbereichen.
Befragt werden rund 9.500 Unternehmen, darunter etwa 8.000 Mittelständler.
Die Verbesserung der Stimmung im Mittelstand reicht im Juli über alle
Wirtschaftsbereiche hinweg. Besonders verbessert sich die Lage im Verarbeitenden
Gewerbe: Das Geschäftsklima steigt dort um 9,7 Zähler. Auch Einzelhandel und
Großhandel melden deutliche Verbesserungen. Moderater fällt der Anstieg im
Bauhauptgewerbe sowie im Dienstleistungssegment aus. Im Zuge der besseren
Aussichten steigen die Beschäftigungserwartungen der mittelständischen
Unternehmen um 4,1 Zähler auf -7,4 Punkte.
Unter den Großunternehmen zeigt sich im Juli dagegen nur eine minimale
Veränderung: Das Geschäftsklima sinkt leicht um -0,1 Zähler. Während die
Erwartungen zulegen, bewegen sich die Lageurteile in die entgegengesetzte
Richtung. Insgesamt bleibt der Abstand zum Niveau des Mittelstands gering.
Die Juli-Ergebnisse dürften vor allem durch das Reformprogramm der
Regierungskoalition mit Bürokratieentlastung sowie der zeitweisen Entspannung im
Iran-Krieg geprägt sein.
Die Absatzpreiserwartungen nehmen im Juli erneut ab: Im Mittelstand um -1,8
Zähler und bei Großunternehmen um -6,6 Zähler. Damit liegen die Preiserwartungen
nach dem dritten Rückgang in Folge nicht mehr deutlich über dem Niveau vor dem
Iran-Krieg.
"Der Mittelstand blickt wieder nach vorn. Wahrscheinlich hat sich die Stimmung
auch durch das noch vor der Sommerpause auf den Weg gebrachte Reformprogramm
verbessert, mit dem die Regierungskoalition ihre Kompromissfähigkeit unter
Beweis gestellt hat und insbesondere beim Thema Bürokratie auch eine erhebliche
Entlastung verspricht", sagt Philipp Scheuermeyer, Konjunkturexperte bei KfW
Research. "Insgesamt bleibt das Umfeld jedoch fragil: Bei einer anhaltend
stockenden Ausfuhr aus der Golfregion ist das Rückschlagrisiko weiterhin groß,
selbst wenn die Konjunkturdaten bisher stabil sind."
Das aktuelle Mittelstandsbarometer ist abrufbar unter
KfW-ifo-Mittelstandsbarometer | KfW (https://www.kfw.de/%C3%9Cber-die-KfW/Servic
e/Download-Center/Konzernthemen/Research/Indikatoren/KfW-ifo-Mittelstandsbaromet
er/)
Die KfW unterstützt im Auftrag des Bundes den Mittelstand mit zahlreichen
Förderprogrammen. Weitere Informationen unter Wir stärken den Mittelstand (https
://www.kfw.de/%C3%9Cber-die-KfW/Newsroom/Aktuelles/Mittelstand-st%C3%A4rken.html
?kfwmc=kk.o.kfwon.presse.na.na.na.allgemein-sonstiges.mittelstand-staerken.press
emitteilung.na.na.journalisten.na)
Pressekontakt:
KfW, Palmengartenstr. 5 - 9, 60325 Frankfurt
Konzernkommunikation und Markensteuerung (KK), Nina Luttmer,
Tel. +49 69 7431 41336
E-Mail: mailto:nina.luttmer@kfw.de, Internet: http://www.kfw.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/41193/6323375
OTS: KfW
|