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Frankfurt (ots) - Wenn das Thermometer über 30 Grad steigt, denken viele zuerst
an Sonnencreme, viel Wasser und einen Platz im Schatten. Doch Hitze kann nicht
nur für den Körper anstrengend werden. Auch Autos, Häuser und technische Geräte
können unter hohen Temperaturen leiden. Wenn dann ein Schaden entsteht, wird es
schnell teuer - und viele stellen sich erst dann die Frage: Zahlt dafür
eigentlich meine Versicherung?
"Viele Verbraucherinnen und Verbraucher gehen davon aus, dass Schäden durch
extreme Hitze automatisch versichert sind. Das ist jedoch oft nicht der Fall",
erklären die Vermögensberaterinnen und Vermögensberater der Deutschen
Vermögensberatung (DVAG). "Ob ein Schaden am Auto, am Haus oder an technischen
Geräten abgesichert ist, hängt häufig von der konkreten Ursache und den Details
des Vertrags ab. Gerade weil Reparaturen oder Folgeschäden schnell mehrere
tausend Euro kosten können, ist es sinnvoll, den eigenen Versicherungsschutz
regelmäßig von Fachleuten prüfen zu lassen", so die Expertinnen und Experten der
DVAG.
Entscheidend ist die Ursache
Ein Auto steht stundenlang in der prallen Sonne, das Dachgeschoss heizt sich
auf, technische Geräte laufen im Dauerbetrieb: Extreme Temperaturen können im
Alltag an vielen Stellen zum Problem werden. Viele Versicherte gehen davon aus,
dass die Versicherung im Schadenfall automatisch einspringt. Ganz so einfach ist
es aber nicht.
Beim Auto kommt es vor allem darauf an, wie der Schaden entstanden ist. Platzt
zum Beispiel ein älterer Reifen aufgrund von Verschleiß oder versagt die
Elektronik wegen der hohen Temperaturen, ist das in der Regel kein klassischer
Versicherungsfall. Anders kann es aussehen, wenn durch die Hitze ein Brand
entsteht. Gerät ein Fahrzeug etwa durch einen Hitzestau oder einen technischen
Defekt in Brand, kann die Teilkaskoversicherung leisten. Weitere Schäden am
eigenen Fahrzeug können je nach Ursache über die Vollkaskoversicherung
abgesichert sein.
Gebäude, Hausrat, Technik: worauf es im Schadenfall ankommt
Auch Eigentümerinnen und Eigentümer von Häusern oder Wohnungen sollten genau
hinsehen. Wohngebäude- und Hausratversicherungen greifen grundsätzlich bei
Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Sturm oder Hagel. Reine Hitzeschäden sind
dagegen meist nicht automatisch abgesichert. Wenn lang anhaltende Hitze
Dachziegel beschädigt, Kunststoffteile verzieht oder Risse in der Fassade
entstehen lässt, können Betroffene auf den Kosten sitzen bleiben.
Anders ist die Lage, wenn aus der Hitze ein versichertes Ereignis wird. Löst
beispielsweise eine überhitzte Solaranlage oder ein technisches Gerät einen
Brand aus, kann Versicherungsschutz bestehen. Bei Elektrogeräten gilt ein
ähnliches Prinzip: Geht ein Gerät nur durch Überhitzung kaputt, zahlt die
Hausratversicherung normalerweise nicht. Entsteht dadurch aber ein Brand, bei
dem andere Gegenstände beschädigt werden, kann die Hausratversicherung
einspringen.
Hitze bei der Arbeit: Was gilt, wenn der Kreislauf schlappmacht?
Hohe Temperaturen können auch am Arbeitsplatz zur Belastung werden. Besonders
betroffen sind Menschen, die viel im Freien arbeiten, zum Beispiel auf
Baustellen, im Garten- und Landschaftsbau oder in der Landwirtschaft. Wer über
längere Zeit in der Sonne arbeitet, riskiert Kreislaufprobleme, Sonnenstich oder
Hitzschlag.
Viele Beschäftigte gehen davon aus, dass in solchen Fällen automatisch die
gesetzliche Unfallversicherung greift. Entscheidend ist jedoch, ob ein
Arbeitsunfall im rechtlichen Sinne vorliegt und ein Zusammenhang mit der
beruflichen Tätigkeit nachgewiesen werden kann. Pauschal lässt sich das nicht
beantworten.
Auch eine private Unfallversicherung kann je nach Tarif Leistungen vorsehen. Ob
und in welchem Umfang sie greift, hängt von den vereinbarten Bedingungen ab. Wer
regelmäßig im Freien arbeitet oder wissen möchte, wie gut er für solche Fälle
abgesichert ist, sollte seinen Versicherungsschutz deshalb nicht erst prüfen,
wenn bereits etwas passiert ist.
Über die Deutsche Vermögensberatung Gruppe
Rund 8 Millionen Kunden setzen bei den Themen Absicherung, Altersvorsorge und
Vermögensaufbau auf die Kompetenz und Erfahrung der Vermögensberaterinnen und
Vermögensberater der Deutschen Vermögensberatung Unternehmensgruppe. Die
Finanzcoaches helfen ihren Kunden, das Beste aus ihren Finanzen zu machen.
Getreu dem Leitsatz "Früher an Später denken" bieten sie in 5.200 Direktionen
und Geschäftsstellen seit 50 Jahren eine branchenübergreifende und individuelle
Beratung. Das Familienunternehmen ist Deutschlands größte eigenständige
Allfinanzberatung.
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