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Bonn (ots) - Aktuell baut sich die nächste Hitzewelle in Deutschland auf. Nur
kurz währte das Aufatmen nach dem Ende der Hitzewelle im Juni 2026. Diese hat
gezeigt, wie anfällig Deutschland gegenüber extremer Hitze und anhaltender
Trockenheit ist. Tagelang lagen die Temperaturen vielerorts bei 40 °C. Das war
sehr anstrengend für alle und für Alte, Kinder, Kranke, Schwangere und viele
andere Menschen war es sogar gefährlich. Tropische Nächte erschwerten die
Erholung, Kommunen warnten vor Wasserknappheit. Krankenhäuser, Rettungsdienste
und Pflegeeinrichtungen arbeiteten an der Belastungsgrenze. Hinzu kamen
Einschränkungen bei Verkehr und Kritischen Infrastrukturen.
Extreme Hitze ist also keine Frage des persönlichen Wohlbefindens. Sie stellt
vielmehr eine Herausforderung für Gesundheit, Versorgungssicherheit, Wirtschaft
und den Bevölkerungsschutz dar. Auch treten Hitzewellen inzwischen häufiger,
länger und intensiver auf. Welche Folgen kann eine solche Entwicklung für Staat,
Gesellschaft und Kritische Infrastrukturen haben? Diese Frage steht im
Mittelpunkt der Großübung LÜKEX 26, die das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und
Katastrophenhilfe (BBK) vom 4. - 6. November 2026 ausrichtet. Die Vorbereitungen
laufen bereits.
Was wird geübt?
In dieser bundesweiten Krisenmanagementübung wird das Szenario "Dürre und
Hitzewelle - Notlage durch extreme Hitzewelle nach langjähriger Trockenperiode
in Deutschland und Europa" trainiert. Ausgangspunkt ist eine mehrjährige Dürre
mit deutlich zu geringen Niederschlagsmengen Auf diese langanhaltende
Trockenperiode folgt eine außergewöhnliche Hitzewelle mit anhaltend hohen
Temperaturen und ausbleibenden Niederschlägen. In der Übung werden vor allem die
Folgen für die Bereiche Inneres, Gesundheit, Umwelt, Landwirtschaft und Verkehr
betrachtet und damit die Lebensbereiche der gesamten Bevölkerung.
Eine solche Lage erfordert ein abgestimmtes Handeln aller staatlichen Ebenen
sowie eine enge Zusammenarbeit mit Hilfsorganisationen und Betreibern Kritischer
Infrastrukturen sowie eine geeignete Krisenkommunikation. Die Erkenntnisse aus
der Übung helfen dabei, Krisenreaktionsmechanismen weiterzuentwickeln und die
Vorsorge auch für andere komplexe, lang andauernde Schadenslagen zu verbessern.
"Unsere Aufgabe als Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK)
ist es, gemeinsam mit Bund, Ländern und weiteren Partnern dafür zu sorgen, dass
Deutschland auf solche Krisen vorbereitet ist. Genau dafür gibt es die LÜKEX.
Ich freue mich, dass sich in diesem Jahr mit 183 Organisationen so viele Partner
beteiligen wie noch nie. Wer gemeinsam übt, kann im Ernstfall schneller handeln
- und die Menschen in unserem Land besser schützen", sagt BBK-Präsidentin Grit
Tüngler.
Warum LÜKEX? Was ist das?
Das BBK koordiniert seit über 20 Jahren die LÜKEX, die Länder- und
Ressortübergreifende Krisenmanagementübung/Exercise. In der strategischen Übung
testen und trainieren die teilnehmenden Organisationen ihr Krisenmanagement,
handelnde Personen gewinnen Sicherheit und Netzwerke werden geschaffen.
Krisenmanagement ist eine gemeinsame Aufgabe: Alle Beteiligten müssen zusammen
an einem Strang ziehen, Informationen austauschen, die Lage einschätzen und
gemeinsam Entscheidungen treffen. Hierfür bietet die LÜKEX eine optimale
Plattform.
Im Bevölkerungsschutz arbeiten Bund und Länder, die Ministerien und Fachbehörden
der verschiedenen Ressorts, außerdem Hilfsorganisationen und auch
KRITIS-Betreiber zusammen, um die Bevölkerung zu schützen und die Auswirkungen
einer Krise oder Katastrophe möglichst gering zu halten.
Die nächste Übung - LÜKEX 28
Die nächste LÜKEX wird sich voraussichtlich im Jahr 2028 mit dem Thema der
Zivilen Verteidigung beschäftigen. Die Vorbereitungen hierfür haben bereits
begonnen. In weiteren Abstimmungs- und Planungsschritten werden nun Schwerpunkte
erarbeitet, die für eine strategische bundesweite ressort-, länder- und
ebenenübergreifende Übung sinnvoll sind.
Mehr Informationen zum BBK, zur Übungsserie LÜKEX und den vorangegangenen
Szenarien finden Sie unter folgenden Links: www.LÜKEX.de
(https://www.xn--lkex-0ra.de)
Link zum Media Kit : http://www.bbk.bund.de/mediakit-luekex26
Im Media Kit finden Sie ein Video-Statement der BBK-Präsidentin Grit Tüngler zur
Verwendung für Video- und Audio-Beiträge.
Über das BBK
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) ist eine
Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums des Innern und das
zentrale Organisationselement für den Bevölkerungsschutz in Deutschland. Es
wurde am 1. Mai 2004 errichtet und hat seinen Hauptdienstsitz seit Juli 2006 in
Bonn-Lengsdorf mit weiteren Standorten in Bonn, Bad Neuenahr-Ahrweiler und
Berlin. Präsidentin ist seit dem 1. April 2026 Grit Tüngler, Vizepräsident ist
seit dem 16. Oktober 2023 Dr. René Funk. An den fünf Standorten beschäftigt die
Behörde aktuell fast 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das BBK ist dafür
zuständig, den zivilen Bevölkerungsschutz neben Polizei, Bundeswehr und
Nachrichtendiensten als vierte Säule im nationalen Sicherheitssystem zu
verankern. Die zentralen Aufgaben sind es, den Schutz für die Bevölkerung für
einen Spannungs- oder Verteidigungsfall zu organisieren, Bürgerinnen und Bürger
für Vorsorge und Selbstschutz zu sensibilisieren sowie die Zivile Verteidigung
auszubauen und das nationale Krisenmanagement zu stärken. Das BBK berät und
unterstützt die anderen Bundes- und Landesbehörden bei der Erfüllung ihrer
Aufgaben. Mehr Informationen finden Sie unter http://www.bbk.bund.de .
Pressekontakt:
Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
Pressestelle
Telefon: +49 228 99 550 -1180
E-Mail: mailto:pressestelle@bbk.bund.de
https://www.bbk.bund.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/128528/6323429
OTS: Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
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