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ABDA warnt vor dubiosen Online-Angeboten zur neuen 'Abnehmpille'

7.08.2026 16:00 Uhr ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e. V.

Berlin (ots) - Die ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände warnt vor dubiosen Online-Angeboten rund um die bevorstehende Einführung von Semaglutid-Tabletten zur Gewichtsreduktion. Ab September wird dieses verschreibungspflichtige Medikament voraussichtlich auch in Deutschland verfügbar sein. Schon jetzt werben zweifelhafte Internetportale mit der Verordnung und Vorbestellung des Arzneimittels.

ABDA-Präsident Thomas Preis erklärt: "Arzneimitteltherapiesicherheit entsteht nicht durch Klicks im Internet, sondern durch persönliche Beratung und pharmazeutische Kontrolle. Arzneimittel gegen Adipositas sind keine Lifestyle-Produkte, sondern hochwirksame Medikamente mit Risiken und Nebenwirkungen."

Preis: "Wer den Eindruck erweckt, solche Therapien ließen sich per Mausklick organisieren, verkennt die Verantwortung gegenüber den Patientinnen und Patienten. Die neuen 'Abnehmpillen' bieten auf den ersten Blick eine einfachere Anwendung als das wöchentliche Spritzen mit einem Pen. Tabletten müssen hingegen täglich unter besonderen Bedingungen eingenommen werden: Vor der Einnahme darf man mindestens acht Stunden nicht gegessen haben. Danach sind für 30 Minuten Essen, Getränke und andere Arzneimittel zu vermeiden. Schon kleine Anwendungsfehler können die Wirksamkeit der Therapie beeinträchtigen und die Nebenwirkungen erhöhen. Umso wichtiger ist die persönliche qualifizierte Beratung in den Apotheken."

Apothekerinnen und Apotheker prüfen Verordnungen auf mögliche Wechselwirkungen, Risiken und Anwendungsfehler. Die unabhängige Prüfung in der Apotheke ist ein zentraler Baustein der Arzneimitteltherapiesicherheit. Preis: "Gerade bei GLP-1-Rezeptoragonisten, den sogenannten Schlankheitsmitteln, mit ihren besonderen Anwendungsbedingungen, möglichen Nebenwirkungen und häufigen Begleitmedikationen trägt diese zusätzliche Kontrolle wesentlich zu einer sicheren und erfolgreichen Behandlung bei."

Zu den häufigsten Nebenwirkungen der Therapie zählen insbesondere zu Behandlungsbeginn Übelkeit, Durchfall, Verstopfung, Bauchschmerzen und Erbrechen.

Mehr Informationen auf http://www.abda.de

Pressekontakt:

Benjamin Rohrer, Pressesprecher, 030 40004-131, b.rohrer@abda.de Dr. Ursula Sellerberg, Stellv. Pressesprecherin, 030 40004-134, u.sellerberg@abda.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/7002/6329291 OTS: ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e. V.


Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e. V.
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