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Bremen/Bonn (ots) - Nach dem Fund einer mit Sprengstoff bestückten Drohne auf
dem Flughafen Leipzig/Halle hat der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im
Bundestag, Thomas Röwekamp (CDU), klare und schnelle Konsequenzen gefordert.
"Deutschland muss sicherheitspolitisch erwachsen werden", erklärte Röwekamp im
Fernsehsender phoenix. Deutschlands Sicherheitsarchitektur sei nach diesem
"kriegerischen Angriff" neu zu definieren. Über 40 Behörden kümmerten sich
hierzulande um die Luftsicherheit. "Das ist einfach nicht mehr zeitgemäß. Kein
anderes europäisches Land hat eine solche Antwort auf eine einheitliche
Bedrohung, nämlich hybride Angriffe durch Drohnen", so der Vorsitzende des
Verteidigungsausschusses. Seiner Meinung nach brauche es eine nationale
Zuständigkeit, um der Gefahr durch Drohnenangriffe zu begegnen. Nach Auffassung
des CDU-Politikers kommt dafür nur die Bundespolizei infrage. Sie sei "an den
großen Verkehrsflughäfen in Deutschland schon präsent und übernimmt schon
polizeiliche Aufgaben und deswegen ist sie auch in der Lage, eine solche
Drohnenbedrohung wirksam zu detektieren und abzuwehren."
Röwekamp machte deutlich, dass Deutschland schon heute über die Fähigkeiten
verfüge, Drohnen wirksam zu bekämpfen und militärische sowie zivile
Infrastruktur zu schützen. Es gäbe keine technischen Schwierigkeiten. "Es ist
keine Frage, ob wir das können, es ist eine Frage, ob wir das wollen und wer
dafür zuständig ist", meinte Röwekamp. Seiner Meinung nach deute vieles darauf
hin, dass der Drohnenangriff durch Russland initiiert wurde. Die Umstände und
die Hintergründe sprächen dafür. Die Art der Munition und des Zünders sowie die
professionelle Ausstattung der Drohne wiesen darauf hin, "dass das kein
Hobby-Pilot gewesen ist und auch kein Einzeltäter, sondern dass das tatsächlich
eine institutionelle Kampfansage gewesen ist an Deutschland".
Das gesamte Interview finden Sie unter https://phoenix.de/s/Yat (https://eur02.s
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