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Coburg (ots) - Auf Landstraßen kommt es immer häufiger vor: Ein kleines, meist
knallig lackiertes Gefährt zuckelt mit maximal 45 Kilometern pro Stunde über die
Straße, während sich dahinter eine Schlange bildet. Microcars, auch Mopedautos
oder Leichtkraftfahrzeuge genannt, sind längst keine Seltenheit mehr. Doch was
steckt eigentlich hinter den kleinen Flitzern, und worauf sollten Fahrerinnen
und Fahrer beim Versicherungsschutz achten?
Microcars verbinden Eigenschaften von Pkw und Moped: Sie haben vier Räder, einen
großen Geschwindigkeitsaufkleber auf dem Heck, maximal zwei Sitzplätze, ein Dach
und bieten Schutz vor Wind und Wetter, sind aber deutlich kleiner und leichter
als klassische Autos. Sie dürfen maximal 45 km/h fahren und lassen sich bereits
mit der Führerscheinklasse AM bewegen - in Deutschland ab 15 Jahren.
Beliebte Alternative zum Moped
Gerade für Jugendliche auf dem Land können Microcars eine praktische Lösung
sein. Wo der öffentliche Nahverkehr nur eingeschränkt verfügbar ist, schaffen
sie zusätzliche Flexibilität auf dem Weg zur Schule oder zum Ausbildungsplatz.
Gleichzeitig punkten sie mit niedrigen Betriebskosten, geringem Verbrauch und
ihrer kompakten Bauweise. Kein Wunder also, dass sich immer mehr junge Menschen
für ein Microcar statt für ein klassisches Moped entscheiden.
Dieser Trend zeigt sich auch in den Vertragszahlen der HUK-COBURG: "Microcars
haben sich von einer Nischenlösung zu einem festen Bestandteil im Straßenbild
entwickelt. Das spiegelt sich klar in unseren Zahlen wider: Allein im letzten
Jahr ist unser Bestand in diesem Segment um fast ein Drittel gestiegen", sagt
Michael Müller, Leiter der Abteilung Kraftfahrtversicherung bei der HUK-COBURG.
Wo die Risiken liegen
Mit der zunehmenden Nutzung auf Überlandstrecken rückt die Verkehrssicherheit
stärker in den Fokus. Da Microcars maximal 45 km/h schnell sind, werden sie von
anderen Verkehrsteilnehmern häufig unterschätzt. Die kompakte Bauweise und die
Ähnlichkeit zu einem Pkw können dazu führen, dass nachfolgende Fahrzeuge die
Geschwindigkeit falsch einschätzen. Riskante Überholmanöver oder zu geringer
Abstand können die Folge sein.
Hinzu kommt: Ein Microcar verfügt nicht über dieselben Sicherheitsreserven wie
ein Pkw. Unter anderem fehlt die bei größeren Fahrzeugen übliche Knautschzone,
wodurch sich Unfälle für die Insassen gravierender auswirken können als in einem
klassischen Auto. Wer ein Microcar fährt, sollte deshalb vorausschauend
unterwegs sein.
Wie wird ein Microcar versichert?
Bei der Versicherung orientieren sich Microcars am Moped: Statt eines
klassischen Kfz-Kennzeichens erhalten die Fahrzeuge ein
Versicherungskennzeichen, das direkt bei der Versicherung erhältlich ist und
jährlich, jeweils zum 1. März, erneuert werden muss. Damit ist die gesetzlich
vorgeschriebene Kfz-Haftpflicht abgedeckt, also Schäden, die man mit dem
Microcar bei anderen verursacht. Optional kann eine Teilkaskoversicherung
abgeschlossen werden, die zusätzlich Schäden am eigenen Microcar abdeckt. Hier
werden beispielsweise Schäden durch Diebstahl, Brand oder Hagel übernommen.
Private Unfallversicherung mitdenken
Ein wichtiger Punkt wird beim Blick auf den reinen Pflichtschutz oft übersehen:
Die Kfz-Haftpflichtversicherung deckt Schäden ab, die Fahrerinnen und Fahrer
anderen Personen zufügen, nicht aber eigene Verletzungen. Eine private
Unfallversicherung schließt genau diese Lücke.
Unterm Strich gilt: Wer sich für ein Microcar entscheidet, profitiert von einem
flexiblen und günstigen Fortbewegungsmittel, sollte aber sowohl im
Straßenverkehr als auch beim Versicherungsschutz vorausschauend unterwegs sein.
Die Medieninformation auf huk.de:
Microcars: Alternative zum Moped wird immer beliebter
(https://www.huk.de/presse/nachrichten/verbrauchertipps/microcars.html)
Die HUK-COBURG Versicherungsgruppe
Mit deutlich über 13 Mio. Kunden ist die HUK-COBURG der große Versicherer für
private Haushalte mit traditionell preisgünstigen Angeboten von der
Kfz-Versicherung über Haftpflicht-, Unfall-, Sach- und Rechtsschutzversicherung
bis hin zur privaten Kranken-, der Lebens- sowie der privaten
Rentenversicherung.
Mit Beitragseinnahmen 2025 von rund 11 Mrd. Euro zählt sie zu den zehn größten
deutschen Versicherungsgruppen. Traditioneller Schwerpunkt ist die
Kfz-Versicherung: Mit 14,5 Mio. versicherten Fahrzeugen ist sie der größte
deutsche Autoversicherer. In der Haftpflicht- und Hausratversicherung ist sie
ebenfalls führend. Die HUK-COBURG mit Sitz in Coburg beschäftigte Ende 2025
insgesamt rund 12.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
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OTS: HUK-COBURG
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