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Wunsch nach Wohneigentum wächst, doch die Spielräume zum Sparen werden enger / Sommerumfrage 2026: Wohneigentum gewinnt als Sparziel an Bedeutung / Sparklima fällt ins Minus (FOTO)

13.08.2026 09:51 Uhr Verband der privaten Bausparkassen e.V.

Berlin (ots) - Immer mehr Menschen in Deutschland sparen für den Erwerb oder die Renovierung von Wohneigentum. Gleichzeitig verschlechtern sich die Aussichten für ihr künftiges Sparverhalten. Das zeigt die aktuelle Sommerumfrage 2026 des Verbands der Privaten Bausparkassen.

Der Anteil derjenigen, die Wohneigentum als Sparziel nennen, ist innerhalb eines Jahres von 33,0 auf 38,8 Prozent gestiegen. Im Frühjahr 2026 waren es 36,4 Prozent. Damit gewinnt das Sparen für die eigenen vier Wände wieder kontinuierlich an Bedeutung. Unter den wichtigsten Sparmotiven ist es zudem das einzige, das im Vergleich zur Vorwelle an Bedeutung gewinnen konnte.

"Der Wunsch nach Wohneigentum ist bei vielen Menschen unverändert stark ausgeprägt", erklärt Christian König, Hauptgeschäftsführer des Verbands der Privaten Bausparkassen. "Gleichzeitig wird es für einen wachsenden Teil der Bevölkerung schwieriger, ausreichend Geld zurückzulegen. Wunsch und finanzielle Möglichkeiten drohen immer weiter auseinanderzufallen."

Gleichzeitig spielt der Immobilienerwerb oder die Modernisierung als Grund für künftig höhere Sparleistungen derzeit nur eine geringe Rolle. Lediglich 4,2 Prozent derjenigen, die künftig mehr sparen wollen oder können, nennen dieses Motiv. Im Sommer 2025 waren es noch 14,2 Prozent.

Sparklima erstmals seit Frühjahr 2025 wieder negativ

Die große Mehrheit der Befragten will ihr Sparverhalten zunächst beibehalten. 71,4 Prozent geben an, künftig etwa gleich viel sparen zu wollen. Allerdings planen nur noch 9,1 Prozent, ihre Sparleistungen zu erhöhen. Demgegenüber wollen oder können 12,5 Prozent künftig weniger sparen.

Der Sparklima-Index fällt damit von 0,6 Punkten im Frühjahr auf minus 3,4 Punkte. Erstmals seit dem Frühjahr 2025 überwiegt wieder der Anteil der Weniger-Sparer. Im Herbst 2025 hatte der Index noch bei 4,2 Punkten gelegen.

Altersvorsorge bleibt wichtigstes Sparziel

Ungeachtet des eingetrübten Sparklimas bleibt die Altersvorsorge mit 57,7 Prozent das wichtigste Sparmotiv. Besonders häufig wird sie von den 40- bis 49-Jährigen mit 73 Prozent und den 50- bis 59-Jährigen mit 71 Prozent genannt.

Auf Platz zwei folgt das Sparen für Konsum und größere Anschaffungen mit 43,1 Prozent. Wohneigentum liegt mit 38,8 Prozent auf dem dritten Platz, gefolgt von der Kapitalanlage mit 34,8 Prozent. Mehrfachnennungen waren möglich.

"Die Menschen wissen sehr genau, wofür sie sparen wollen", sagt König. "Sie brauchen jedoch verlässliche Rahmenbedingungen, damit langfristige Ziele wie Altersvorsorge und Wohneigentum auch tatsächlich erreichbar bleiben."

Steigende Ausgaben bleiben Hauptgrund für geringeres Sparen

Für 43,4 Prozent der Weniger-Sparer sind steigende Ausgaben und Lebenshaltungskosten der wichtigste Grund, ihre Sparleistungen zu reduzieren. Fehlende Einkommenssteigerungen oder Einkommenseinbußen folgen mit 16,2 Prozent. Ein gestiegenes Konsumbedürfnis nennen 14,4 Prozent. Jeweils 13,7 Prozent verweisen auf die allgemeine politische und wirtschaftliche Situation oder eine unsichere Altersvorsorge.

Wer künftig mehr sparen möchte, führt dies vor allem auf berufliche Veränderungen oder ein höheres Einkommen zurück. 33,1 Prozent nennen diesen Grund. Für 30,1 Prozent stehen das allgemeine Sparen für die Zukunft und der Aufbau eines Notgroschens im Mittelpunkt.

"Die Ergebnisse zeigen, dass der Wille zum Sparen weiterhin vorhanden ist, die wirtschaftliche Situation es vielen Menschen aber schwer macht, tatsächlich Geld zurückzulegen", erklärt König. "Wir sind zuversichtlich, dass die Reform der privaten Altersvorsorge und die Frühstart-Rente neue Impulse für den langfristigen Vermögensaufbau setzen können. Darüber hinaus braucht es verlässliche Rahmenbedingungen, damit die Menschen Eigenkapital aufbauen und sich den Wunsch nach Wohneigentum erfüllen können."

Hintergrund:

Das Marktforschungsinstitut Kantar befragt im Auftrag des Verbands der Privaten Bausparkassen dreimal jährlich die Menschen in Deutschland zu ihrem Sparverhalten. Die aktuelle repräsentative Erhebung unter 2.006 Bundesbürgerinnen und Bundesbürgern fand im Juni 2026 statt. Es handelt sich um die 87. Befragung seit Beginn der Erhebungsreihe im Jahr 1997.

Über den Verband der Privaten Bausparkassen

Der Verband der Privaten Bausparkassen e. V. mit Sitz in Berlin vertritt die Interessen der privaten Bausparkassen in Deutschland. Er setzt sich für stabile und verlässliche Rahmenbedingungen für das Bausparen ein und bringt sich aktiv in die wohnungs- und finanzpolitische Diskussion ein. Ziel ist es, breite Bevölkerungsschichten beim Erwerb von Wohneigentum, bei der Modernisierung von Wohnraum und bei der langfristigen Finanzierung zu unterstützen.

Pressekontakt:

Germaine Dahlmann Leiterin Kommunikation Verband der Privaten Bausparkassen e.V. 030-590091-534 mailto:dahlmann@vdpb.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/29403/6332373 OTS: Verband der privaten Bausparkassen e.V.


Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Verband der privaten Bausparkassen e.V.
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