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Leipzig (ots) - Von der als "Matrjoschka" bekannten ausländischen
Desinformationskampagne ist auch der Mitteldeutsche Rundfunk betroffen. Das
haben Recherchen des MDR ergeben. Dabei waren in einem Datensatz auch
Fake-Videos mit einem offiziellen MDR-Logo gefunden worden. MDR-Chefredakteurin
Christin Bohmann: "Die Fälschung journalistischer Marken und die Verbreitung von
Desinformation sind Angriffe auf die Glaubwürdigkeit freier Medien."
Der Datensatz, der dem MDR vorliegt, umfasst seit dem 24. Juli insgesamt 338
Posts. In mehreren Fällen wurde dabei der MDR als Absender missbraucht. Die
betroffenen Posts rechnen Sicherheitsbehörden der sogenannten
"Matrjoschka"-Kampagne zu. Die nach Einschätzung von Experten mutmaßlich aus
Russland gesteuerte Desinformationskampagne soll laut Sicherheitsbehörden unter
anderem darauf abzielen, die öffentliche Meinungsbildung vor der Landtagswahl in
Sachsen-Anhalt zu manipulieren.
Landes- und Kommunalpolitikern werden in gefälschten Internet-Videos u. a. frei
erfundene schwere Straftaten vorgeworfen. Die Beiträge sind häufig KI-generiert
und nutzen Logos und Titelseiten bekannter Medienmarken wie Tagesschau und
Spiegel - und auch der Mitteldeutsche Rundfunk ist von der Kampagne betroffen.
MDR-Chefredakteurin Christin Bohmann: "Die Fälschung journalistischer Marken und
die Verbreitung von Desinformation sind Angriffe auf die Glaubwürdigkeit freier
Medien. Der MDR steht für verlässliche, faktenbasierte und unabhängige
Berichterstattung und wird dieser auch weiterhin mit aller Konsequenz treu
bleiben."
Geprüfte und zuverlässige Berichterstattung ist jederzeit online auf mdr.de
sowie auf den MDR-eigenen Social-Media-Kanälen zu finden.
Die Recherche von MDR Aktuell findet sich hier: Mutmaßlich russische
Desinformationskampagne: Ost- und Westdeutschland sollen vor den Wahlen
gespaltet werden | mdr.de (https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/politik/ru
ssland-landtagswahl-sachsen-anhalt-fake-news-desinformation-verfassungsschutz,de
sinformationskampagne-100.html)
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OTS: MDR Mitteldeutscher Rundfunk
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