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Bonn/Eberstadt (ots) - 13. August 2026 - Die anhaltende Trockenheit macht der
deutschen Landwirtschaft schwer zu schaffen, sodass der Deutsche Bauernverband
Hilfsmaßnahmen der Politik verlangt. "Die Situation im Moment ist toxisch. Auf
der einen Seite unterdurchschnittliche Erträge, auf der anderen Seite hohe
Kosten bei Energie und Diesel, und das in Kombination mit niedrigen
Erzeugerpreisen", meinte Bauernpräsident Joachim Rukwied im Fernsehsender
phoenix und ergänzte: "Das halten die Landwirte nicht mehr lange durch." Es
brauche jetzt die Unterstützung der Politik, etwa eine Erhöhung der
EU-Düngemittelbeihilfe von 60 auf 180 Millionen Euro sowie das Vorziehen der
Auszahlung von 80 Prozent der EU-Direkthilfen an die Bauern auf Oktober. "Dritte
Sofortmaßnahme wäre, die Steuern auf Diesel deutlich zu senken bis mindestens
Ende November. Das würde den Bauern kurzfristig helfen und Entlastung bringen",
war Rukwied überzeugt.
Des Weiteren forderte der Bauernpräsident die Umsetzung des Koalitionsvertrages
der Bundesregierung im Agrarbereich ein. "Was politisch wichtig ist, ist, dass
man eine steuerfreie Risikoausgleichsrücklage einführt." So könne für schwierige
Jahre ein finanzielles Polster geschaffen werden. Die Landwirtschaft stelle sich
bereits seit vielen Jahren auf die Klimaveränderungen ein. Jetzt benötige man
rasch hitzetolerantere und widerstandsfähigere Sorten beim Getreide- und
Gemüseanbau.
Für 2027 sah Rukwied enorme Probleme auf die deutschen Bauern zukommen. Weil in
vielen Betrieben die finanziellen Mittel fehlten, werde aktuell zu wenig Dünger
eingekauft, der zudem deutlich teurer geworden sei. "Das wird dann am Ende
weiter sinkende Ernten im nächsten Jahr zur Folge haben", so der
Bauernpräsident. Auch beim Tierfutter gebe es durch die unterdurchschnittliche
Ernte Defizite. "Im schlechtesten Fall heißt das, dass die Landwirte den
Tierbestand abstocken müssen."
Das ganze Gespräch sehen Sie hier: https://www.youtube.com/watch?v=fTQs-p1anpU
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