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Düsseldorf (ots) - Bauen in Deutschland ist zu teuer. Vor allem im Wohnungsbau
schlagen hohe Regularien, komplexe Normen und steigende Technikanforderungen zu
Buche. Bauherren und Planende stehen vor der Herausforderung, wie sie Kosten
gering halten, ohne bei Energieeffizienz oder Klimaschutz Abstriche zu machen.
Das InformationsZentrum Beton (IZB) untersucht in der Publikation "Bezahlbar
Bauen. Mit Beton.", wie sich mit Beton sowohl Baukosten als auch CO2-Emissionen
konkret senken lassen.
Wer derzeit ein Bauvorhaben umsetzt - sei es das Eigenheim oder ein
Mehrfamilienhaus - muss sich unweigerlich mit drei Fragen befassen. Was kostet
der Bau und was kostet der anschließende Betrieb? Wie resistent ist es gegenüber
den Herausforderungen des Klimawandels? Alle Fragen hängen stärker mit der
Materialwahl zusammen, als viele denken. Um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und
gleichzeitig die Klimaziele im Gebäudesektor zu erreichen, sind Bauweisen
gefragt, die einfach, robust und effizient sind. Das InformationsZentrum Beton
(IZB) hat mit der Publikation "Bezahlbar Bauen. Mit Beton." untersucht, welchen
Beitrag der Baustoff Beton zu bezahlbarem Wohnungsbau mit zugleich geringerem
CO2-Fußabdruck leisten kann. Der Baustoff steht für hohe Leistungsfähigkeit,
Dauerhaftigkeit und Wirtschaftlichkeit über den gesamten Lebenszyklus eines
Gebäudes.
Weniger Technik, weniger Kosten
Die Konstruktion macht rund 44 Prozent der Baukosten für ein typisches
Mehrfamilienhaus aus. Daher lohnt sich ein genauer Blick auf die verwendeten
Materialien und ihre Wirkung über die gesamte Nutzungsdauer hinweg. Beton bietet
durch seine hohe Tragfähigkeit die Möglichkeit, vergleichsweise schlanke
Bauteile zu konstruieren, die gleichzeitig hohen Anforderungen an Schall- und
Brandschutz genügen. Zusätzliche bauliche Maßnahmen, die bei anderen Baustoffen
mitunter notwendig sind, um diese Anforderungen zu erfüllen, lassen sich dadurch
reduzieren oder vermeiden. Dies hält Kosten für aufwendige Konstruktionen
gering.
Ein erheblicher Kostenfaktor liegt in der technischen Gebäudeausstattung, kurz
TGA. Darunter fallen etwa Heizung, Lüftung und Kühlung. Sie macht heute rund 30
Prozent der gesamten Baukosten aus. Leichtere Baustoffe benötigen aufgrund ihrer
geringeren Rohdichte einen höheren technischen Aufwand, um ein behagliches
Raumklima sicherzustellen. Massive Baustoffe wie Beton speichern durch ihre
Masse Wärme und Kälte und reagieren dadurch träger auf Temperaturschwankungen.
Das senkt den Heiz- und Kühlbedarf im Mittel um etwa 5 Prozent gegenüber
leichteren Konstruktionen. Massivbauten brauchen also weniger Technikflächen und
halten gleichzeitig Investitions- und Betriebskosten niedrig.
Weniger CO2 durch klinkerreduzierten Zement
Hartnäckig hält sich auch das Vorurteil, dass sich klimafreundlichere und
bezahlbare Bauweisen gegenseitig ausschließen. Die IZB-Auswertung zeigt aber,
dass Tragwerksoptimierungen Baukosten und CO2-Emissionen sparen können.
Sogenannte klinkerreduzierte Zemente sind hier der Schlüssel: Sie sind bereits
heute verfügbar und senken den CO2-Fußabdruck von Beton um mehr als 20 Prozent
gegenüber dem Durchschnitt, ohne dass dabei nennenswerte Mehrkosten entstehen.
An einem Beispielgebäude mit fünf Geschossen zeigt die IZB-Publikation, dass
sich dadurch rund ein Fünftel der gesamten Rohbau-Emissionen einsparen lässt.
"Wer beim Bauen auf ein robustes, langlebiges Tragwerk setzt, trifft eine
Entscheidung, die sich sowohl finanziell als auch ökologisch über Jahrzehnte
auszahlt", sagt Julian Biermann, Projektleiter Nachhaltigkeit beim
InformationsZentrum Beton. "Massive Bauweisen aus Beton halten in der Regel über
100 Jahre und benötigen wenig Instandhaltung. Für Bauherren bedeutet das:
niedrigere Folgekosten über die gesamte Nutzungsdauer."
Die vollständige Publikation mit Beispielrechnungen und ausführlichen
Informationen steht unter http://www.nachhaltig-bauen-mit-beton.de zum
kostenfreien Download bereit.
Pressekontakt:
Lena Weigelt
InformationsZentrum Beton GmbH
mailto:lena.weigelt@beton.org
Tel.: 0211 / 28048-306
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/72522/6333197
OTS: InformationsZentrum Beton
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