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Filmmuseum Lausitz dreht Dokumentarfilm über den von den Nazis ermordeten Schauspieler Otto Wallburg (FOTO)

14.08.2026 11:05 Uhr Filmmuseum Lausitz e.V.

Klein Loitz (Gemeinde Felixsee) bei Spremberg (ots) - Ausstellung "Unsichtbare Spuren" untersucht NS-Propaganda im Kino - Lernangebot für Schulen in Brandenburg und Sachsen

Das Filmmuseum Lausitz e.V. im südbrandenburgischen Klein Loitz dreht derzeit einen Dokumentarfilm über den Schauspieler Otto Wallburg. Gefördert wird der Film von der Plattform Kulturelle Bildung. Für die Dokumentation hat das Museum erstmals einen Enkel Otto Wallburgs vor der Kamera interviewt. Der jüdische Publikumsliebling der Weimarer Republik wurde vom NS-Regime verfolgt und 1944 im Vernichtungslager Auschwitz ermordet. 1932 hatte Wallburg gemeinsam mit Heinz Rühmann im nahegelegenen Forst (Lausitz) für den Sportfilm "Strich durch die Rechnung" vor der Kamera gestanden. Die Dreharbeiten laufen noch bis Ende August, gezeigt werden soll der Film im November.

Der Film ist eingebettet in das Projekt "Unsichtbare Spuren", das sich mit der deutschen Filmindustrie zwischen 1933 und 1945 auseinandersetzt. Die begleitende Ausstellung dazu wird über den Projektfonds Kulturplan Lausitz der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) gefördert.

"Gerade jetzt müssen wir zeigen, wie Ausgrenzung anfängt - und wie sie enden kann, wenn niemand widerspricht", sagt Ariane Rykov, Leiterin des Filmmuseum Lausitz e.V. "Otto Wallburgs Geschichte steht stellvertretend für die Geschichte von Millionen Menschen. Für unseren Film konnten wir erstmals seinen Enkel für ein Interview gewinnen. Das ist für uns ein Glücksfall und eine große Verantwortung zugleich."

Zur Rolle der Region sagt Uwe Marcus Rykov: "Die Lausitz befindet sich im Strukturwandel. Wir möchten nicht nur den wirtschaftlichen, sondern vor allem den gesellschaftlichen und demokratischen Zusammenhalt stärken. Gerade hier brauchen wir Orte, an denen Geschichte kritisch hinterfragt wird, um Ausgrenzung in der Gegenwart zu verhindern."

Das Museum ist aus dem früheren Romy-Schneider-Museum hervorgegangen und versteht sich heute als Filmarchiv mit eigener Dokumentarfilmproduktion. Ein weiterer Teil des Projekts befasst sich mit Romy Schneiders letztem Film "Die Spaziergängerin von Sans-Souci", in dem die Schauspielerin sich mit den NS-Verbrechen auseinandersetzte.

Neben der Filmproduktion bietet das Museum Führungen und Vermittlungsprojekte für Schulklassen aus Brandenburg und Sachsen an, die Propagandamechanismen im NS-Film thematisieren.

Über das Filmmuseum Lausitz e.V.

Das Filmmuseum Lausitz e.V. - Film Lab Lausitz in Klein Loitz, Gemeinde Felixsee bei Spremberg, vereint ein Filmarchiv mit eigener Dokumentarfilmproduktion und Angeboten zur historisch-politischen Bildung. Der Standort ist bewusst gewählt: Gerade in dieser Region der Lausitz will das Museum ein Zeichen setzen für Demokratie, gegen Ausgrenzung und Geschichtsrevisionismus. Ein junges Team engagiert sich hier für diese Themen und für Diversität.

Pressekontakt:

Filmmuseum Lausitz e.V. - FILM LAB Lausitz Reuthener Straße 38, 03130 Felixsee O.T. Klein Loitz E-Mail: mailto:schlosskleinloitz@gmail.com Tel.: 0177-1369144

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/183149/6333205 OTS: Filmmuseum Lausitz e.V.


Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Filmmuseum Lausitz e.V.
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