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Bonn/Stadecken-Elsheim (ots) - Viele Menschen gerade in Ballungsgebieten leiden
zunehmend unter der Hitze dieses Sommers. Ralph Spiegler, Präsident des Städte-
und Gemeindebundes (DStGB), hat jetzt Bund und Länder aufgerufen, die
Notwendigkeiten und Konsequenzen eines zwingend gebotenen Klimaschutzes ernst zu
nehmen. "Realitätsverweigerung hat bei großen Fragestellungen noch nie Sinn
gemacht. Wir müssen im Bereich des Klimaschutzes größere Schritte nach vorne
tun", äußerte sich Spiegler im Fernsehsender phoenix. So sei es einerseits
notwendig, natürliche und künstlich angelegte Wasserspeicher zu fördern. "Aber
sicher sind auch Klimaanlagen in Krankenhäusern, Schulen aber auch im Privaten
bei der Klimaanpassung notwendig", so der DStGB-Präsident. Der Städte- und
Gemeindebund stehe hinter Umweltminister Carsten Schneider (SPD), der für den
Hitzeschutz das Grundgesetz ändern will. "Die Idee von Umweltminister Schneider,
unseren Forderungen folgend, dass der Klimaschutz Gemeinschaftsaufgabe im
Grundgesetz wird, ist richtig", so Spiegler. Damit werde auch gesetzlich
verankert, dass Bund und Länder den Kommunen in dieser Frage zur Seite stünden.
Um die Folgen der Klimaveränderungen abzufedern, sei es sinnvoll, viele kleine
Schritte in den Städten und Orten zu gehen. "Wir müssen, was die Landschaft und
die innerörtlichen kleinen Gärten anbelangt, grüner werden, und wir müssen, was
die Plätze anbelangt, blauer werden", meinte Spiegler. Es gehe darum,
widerstandsfähige heimische Gehölze und Gewächse anzupflanzen. "Und durch
Beschattungen und Wasserspiele müssen wir dafür sorgen, dass die Temperaturen
abkühlen." Allenthalben seien die Auswirkungen von Hitze und Dürre zu sehen und
zu spüren. "Man kann fast sagen, es ist dramatisch. Wenn man den Rhein bei Mainz
betrachtet, dann hat er einen Pegelstand, den ich bislang noch nicht kannte",
verdeutlichte Spiegler.
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