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Berlin (ots) - Hitzewellen, Trockenheit, Starkregen und Vegetationsbrände
verändern die Arbeit der Feuerwehren in Deutschland spürbar. Fast jede zweite
Einsatzkraft berichtet bereits heute von zusätzlichen Belastungen durch Einsätze
aufgrund von Extremwetterlagen. 85 Prozent der Feuerwehrangehörigen erwarten,
dass klimabedingte Extremwettereinsätze künftig weiter zunehmen. Das zeigt eine
bundesweite Befragung der DGUV Akademie im Auftrag der Hanseatischen
Feuerwehr-Unfallkasse Nord (HFUK) Nord unter mehr als 1.700
Feuerwehrangehörigen.
Angesichts von Hitze und Vegetationsbränden liefern die Ergebnisse wichtige
Hinweise darauf, worauf es bei der Vorbereitung der Einsatzkräfte besonders
ankommt. Die Befragten berichten von einem deutlich steigenden Ressourcenbedarf
bei extremwetterbedingten Schadenslagen. So stellen rund 75 Prozent der
Befragten einen höheren Zeitaufwand und höheren Personalbedarf fest, knapp 73
Prozent nehmen einen steigenden Bedarf an technischer Ausstattung wahr.
Gesundheitliche Belastungen nehmen zu
Langanhaltende Hitze wird von den Befragten als größtes klimabedingtes
Gesundheitsrisiko eingeschätzt. Den höchsten Handlungsbedarf, um Sicherheit und
Gesundheit zu gewährleisten, sehen die Feuerwehrkräfte bei Vegetationsbränden.
Typisch für diese Einsatzszenarien sind Rauch- und Gefahrstoffexpositionen,
Belastungen durch körperlich schwere Arbeit bei hohen Temperaturen sowie lange
Einsatzzeiten mit eingeschränkten Erholungsmöglichkeiten.
"Vegetationsbrände und langanhaltende Hitzeperioden stellen Einsatzkräfte vor
besondere körperliche und organisatorische Herausforderungen. Umso wichtiger ist
es, Gefährdungen frühzeitig zu erkennen, zu beurteilen und geeignete
Schutzmaßnahmen konsequent umzusetzen", sagt Christian Heinz, Geschäftsführer
der Hanseatischen Feuerwehr Unfallkasse (HFUK) Nord.
"Dabei sind verlässliche Trinkwasserversorgung, angemessene Pausen- und
Regenerationszeiten sowie hitze- und witterungsangepasste Einsatz- und
Pausenplanung von Bedeutung. Auch eine Anpassung der PSA unter Berücksichtigung
der Hitzebelastung, etwa durch leichtere, besser belüftete Materialien und der
Ausbau zielgerichteter Aus- und Fortbildungsangebote gehören dazu", ergänzt
Jens-Oliver Mohr, Referent für gesundheitliche Prävention bei der HFUK Nord.
Prävention und Vorbereitung werden wichtiger
Die Feuerwehr-Unfallkassen unterstützen zu allen Fragen der Sicherheit und
Gesundheit im Feuerwehrdienst. Dazu gehören unter anderem eine an die
Einsatzbedingungen angepasste persönliche Schutzausrüstung, spezielle Aus- und
Fortbildungsangebote sowie Sensibilisierung der Führungs- und Einsatzkräfte.
Weitere Informationen
Mit der Handlungshilfe FBFHB-035 "Sicherheit und Gesundheit bei der
Vegetationsbrandbekämpfung
(https://publikationen.dguv.de/widgets/pdf/download/article/4605) " unterstützt
die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) Feuerwehren und
Hilfeleistungsorganisationen bei der sicheren Vorbereitung und Durchführung
entsprechender Einsätze. Die HFUK Nord bietet zudem eine neu entwickelte
Fortbildung in Form des Projektes " FireToolBox" (https://www.firetoolbox.de/cha
llenge-page/01254270-ad06-4c3d-a7d1-0f23547aa2f2?programId=01254270-ad06-4c3d-a7
d1-0f23547aa2f2) .
Über die Befragung
Die DGUV Akademie führte gemeinsam mit der Hanseatischen Feuerwehr-Unfallkasse
Nord eine bundesweite Onlinebefragung unter 1.735 Feuerwehrangehörigen durch.
Die Teilnehmenden waren überwiegend Führungskräfte freiwilliger Feuerwehren. Die
anonyme Befragung wurde zwischen März und Juni 2025 im Rahmen einer explorativen
Studie durchgeführt.
Mehr zur Studie: Einsatzrealität im Klimawandel: Belastungen, Risiken und
Handlungsbedarfe der Feuerwehren in Deutschland
(https://publikationen.dguv.de/widgets/pdf/download/article/5258)
Pressekontakt:
Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. (DGUV)
Spitzenverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften
und der Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand
Glinkastraße 40, 10117 Berlin
Pressesprecher Stefan Boltz
Tel.: +49 30 13001-1414
E-Mail: mailto:presse@dguv.de
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