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Vegetationsbrände: Hitze und lange Einsätze belasten Feuerwehrleute

14.08.2026 17:05 Uhr Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV)

Berlin (ots) - Hitzewellen, Trockenheit, Starkregen und Vegetationsbrände verändern die Arbeit der Feuerwehren in Deutschland spürbar. Fast jede zweite Einsatzkraft berichtet bereits heute von zusätzlichen Belastungen durch Einsätze aufgrund von Extremwetterlagen. 85 Prozent der Feuerwehrangehörigen erwarten, dass klimabedingte Extremwettereinsätze künftig weiter zunehmen. Das zeigt eine bundesweite Befragung der DGUV Akademie im Auftrag der Hanseatischen Feuerwehr-Unfallkasse Nord (HFUK) Nord unter mehr als 1.700 Feuerwehrangehörigen.

Angesichts von Hitze und Vegetationsbränden liefern die Ergebnisse wichtige Hinweise darauf, worauf es bei der Vorbereitung der Einsatzkräfte besonders ankommt. Die Befragten berichten von einem deutlich steigenden Ressourcenbedarf bei extremwetterbedingten Schadenslagen. So stellen rund 75 Prozent der Befragten einen höheren Zeitaufwand und höheren Personalbedarf fest, knapp 73 Prozent nehmen einen steigenden Bedarf an technischer Ausstattung wahr.

Gesundheitliche Belastungen nehmen zu

Langanhaltende Hitze wird von den Befragten als größtes klimabedingtes Gesundheitsrisiko eingeschätzt. Den höchsten Handlungsbedarf, um Sicherheit und Gesundheit zu gewährleisten, sehen die Feuerwehrkräfte bei Vegetationsbränden. Typisch für diese Einsatzszenarien sind Rauch- und Gefahrstoffexpositionen, Belastungen durch körperlich schwere Arbeit bei hohen Temperaturen sowie lange Einsatzzeiten mit eingeschränkten Erholungsmöglichkeiten.

"Vegetationsbrände und langanhaltende Hitzeperioden stellen Einsatzkräfte vor besondere körperliche und organisatorische Herausforderungen. Umso wichtiger ist es, Gefährdungen frühzeitig zu erkennen, zu beurteilen und geeignete Schutzmaßnahmen konsequent umzusetzen", sagt Christian Heinz, Geschäftsführer der Hanseatischen Feuerwehr Unfallkasse (HFUK) Nord.

"Dabei sind verlässliche Trinkwasserversorgung, angemessene Pausen- und Regenerationszeiten sowie hitze- und witterungsangepasste Einsatz- und Pausenplanung von Bedeutung. Auch eine Anpassung der PSA unter Berücksichtigung der Hitzebelastung, etwa durch leichtere, besser belüftete Materialien und der Ausbau zielgerichteter Aus- und Fortbildungsangebote gehören dazu", ergänzt Jens-Oliver Mohr, Referent für gesundheitliche Prävention bei der HFUK Nord.

Prävention und Vorbereitung werden wichtiger

Die Feuerwehr-Unfallkassen unterstützen zu allen Fragen der Sicherheit und Gesundheit im Feuerwehrdienst. Dazu gehören unter anderem eine an die Einsatzbedingungen angepasste persönliche Schutzausrüstung, spezielle Aus- und Fortbildungsangebote sowie Sensibilisierung der Führungs- und Einsatzkräfte.

Weitere Informationen

Mit der Handlungshilfe FBFHB-035 "Sicherheit und Gesundheit bei der Vegetationsbrandbekämpfung (https://publikationen.dguv.de/widgets/pdf/download/article/4605) " unterstützt die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) Feuerwehren und Hilfeleistungsorganisationen bei der sicheren Vorbereitung und Durchführung entsprechender Einsätze. Die HFUK Nord bietet zudem eine neu entwickelte Fortbildung in Form des Projektes " FireToolBox" (https://www.firetoolbox.de/cha llenge-page/01254270-ad06-4c3d-a7d1-0f23547aa2f2?programId=01254270-ad06-4c3d-a7 d1-0f23547aa2f2) .

Über die Befragung

Die DGUV Akademie führte gemeinsam mit der Hanseatischen Feuerwehr-Unfallkasse Nord eine bundesweite Onlinebefragung unter 1.735 Feuerwehrangehörigen durch. Die Teilnehmenden waren überwiegend Führungskräfte freiwilliger Feuerwehren. Die anonyme Befragung wurde zwischen März und Juni 2025 im Rahmen einer explorativen Studie durchgeführt.

Mehr zur Studie: Einsatzrealität im Klimawandel: Belastungen, Risiken und Handlungsbedarfe der Feuerwehren in Deutschland (https://publikationen.dguv.de/widgets/pdf/download/article/5258)

Pressekontakt:

Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. (DGUV) Spitzenverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften und der Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand Glinkastraße 40, 10117 Berlin

Pressesprecher Stefan Boltz Tel.: +49 30 13001-1414 E-Mail: mailto:presse@dguv.de https://www.dguv.de Hinsichtlich der Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten beachten Sie bitte unsere Datenschutzerklärung.

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/65320/6333710 OTS: Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV)


Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV)
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