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Velburg (ots) - Aus dem Traum vom Eigenheim wird für manche Bauherren ein
finanzieller Albtraum. Erst locken günstige Angebote, dann folgen hohe
Anzahlungen, unerwartete Nachforderungen oder plötzlich verschwundene
Dienstleister. Verbraucherschützer warnen seit Jahren vor unseriösen Bauträgern,
fragwürdigen Handwerkerkolonnen und Verträgen, die Hausbesitzer Tausende Euro
kosten können. Trotzdem tappen immer wieder Menschen in dieselben Fallen.
Wer baut oder saniert, trifft oft Entscheidungen unter großem Zeit- und
Kostendruck - genau das nutzen manche Anbieter gezielt aus. Dieser Beitrag zeigt
die häufigsten Abzock-Maschen am Bau und erklärt, wie Familien mit Bauplänen ihr
Geld, ihre Nerven und ihr Bauprojekt schützen können.
Günstige Pauschalpreise werden schnell zur Kostenfalle
Ein besonders häufiger Lockvogel sind schlüsselfertige Häuser oder Wohnungen zu
vermeintlich attraktiven Festpreisen. Auf den ersten Blick wirkt das Angebot
vollständig kalkulierbar. Tatsächlich sind jedoch viele Ausstattungsdetails zum
Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung noch gar nicht verbindlich festgelegt.
Besonders deutlich zeigt sich das bei der Bemusterung. Im Vertrag ist
beispielsweise ein bestimmter Betrag für Bodenbeläge vorgesehen. Erst später
wird deutlich, dass für diesen Preis oft nur die einfachste Ausführung
erhältlich ist. Wer hochwertigere Materialien auswählt, muss erhebliche
Aufpreise bezahlen. Dasselbe gilt für viele weitere Ausstattungsmerkmale. Selbst
zusätzliche Steckdosen oder kleinere Änderungen können plötzlich mehrere hundert
Euro kosten.
Auf diese Weise entstehen zahlreiche Nachträge, mit denen viele Bauherren
ursprünglich nicht gerechnet haben. Der vermeintlich günstige Festpreis verliert
dadurch schnell seinen Vorteil.
Fehlende Leistungen treiben die Baukosten zusätzlich in die Höhe
Nicht nur unklare Ausstattungen können teuer werden. Ebenso problematisch sind
Leistungen, die im Vertrag überhaupt nicht enthalten sind, obwohl viele
Bauherren sie als selbstverständlich ansehen.
Erst während der Bauphase oder nach der Fertigstellung fällt auf, dass bestimmte
Arbeiten separat beauftragt und bezahlt werden müssen. Häufig betrifft das
Außenanlagen, Wege, Hofeinfahrten oder den Garten. Das Haus ist zwar fertig,
doch das Grundstück bleibt zunächst unvollständig, weil das Budget bereits
ausgeschöpft wurde.
Solche Lücken entstehen oft dadurch, dass der Leistungsumfang nicht eindeutig
beschrieben wurde. Wer den Vertrag nicht sorgfältig prüft, bemerkt diese
fehlenden Positionen häufig erst dann, wenn zusätzliche Rechnungen gestellt
werden.
Bauverträge sollten niemals ungeprüft unterschrieben werden
Viele Bauträger arbeiten mit eigenen Vertragsvorlagen. Das ist grundsätzlich
nicht ungewöhnlich. Problematisch wird es jedoch, wenn Käufer diese Dokumente
ungeprüft unterschreiben.
Gerade bei einer Investition in dieser Größenordnung sollten sämtliche
Vertragsunterlagen sorgfältig geprüft werden. Unklare Formulierungen oder
fehlende Regelungen können später erhebliche finanzielle Folgen haben. Deshalb
empfiehlt es sich, den Vertrag vor der Unterschrift von einem Fachanwalt für
Baurecht prüfen zu lassen.
Zusätzlich kann es sinnvoll sein, unabhängige Architekten oder Ingenieure
einzubeziehen. Sie erkennen häufig, ob der Leistungsumfang vollständig
beschrieben wurde oder ob wichtige Bestandteile fehlen, die später zu
kostspieligen Nachträgen führen können.
Auch die Qualität sollte vorab genau geprüft werden
Neben dem Vertrag verdient auch die Bauqualität besondere Aufmerksamkeit. Vor
einer Entscheidung lohnt es sich deshalb, Referenzobjekte zu besichtigen und
möglichst auch mit früheren Bauherren über ihre Erfahrungen zu sprechen.
Darüber hinaus spielt die Baubeschreibung eine entscheidende Rolle. Sie legt
fest, welche Materialien und welche Ausführungsqualität tatsächlich geschuldet
werden. Sind dort lediglich einfache Standards vereinbart, besteht später kaum
Anspruch auf eine höherwertige Ausführung.
Fallen Baumängel erst nach der Fertigstellung auf, können aufwendige
Nachbesserungen erforderlich werden. Besonders problematisch wird die Situation,
wenn der Bauträger währenddessen wirtschaftliche Schwierigkeiten bekommt oder
sogar insolvent wird. Umso wichtiger ist es, Qualitätsanforderungen bereits vor
Vertragsabschluss genau prüfen zu lassen.
Unabhängige Beratung schützt vor teuren Fehlern
Beim Hausbau geht es meist um eine der größten Investitionen des Lebens. Umso
wichtiger ist es, bereits vor Vertragsabschluss ausreichend Geld für unabhängige
Beratung einzuplanen.
Architekten, Ingenieure oder Fachanwälte können Verträge, Baubeschreibungen und
Leistungsumfänge überprüfen und auf mögliche Risiken hinweisen. Die dafür
entstehenden Kosten wirken zunächst wie eine zusätzliche Ausgabe, können jedoch
wesentlich höhere finanzielle Schäden verhindern.
Wer frühzeitig in eine unabhängige Prüfung investiert, schafft eine deutlich
bessere Grundlage für das gesamte Bauvorhaben. Dadurch lassen sich viele
typische Kostenfallen vermeiden, bevor sie überhaupt entstehen.
Über Dr. Peter Burnickl:
Dr. Peter Burnickl hat sich zur Aufgabe gemacht, mit einem neuen Ansatz für
nachhaltige, optimierte und wirtschaftliche Gebäude zu sorgen. Er ist der
Geschäftsführer der Pro Bauherr GmbH und eingetragener Sachverständiger für
Baukosten und technische Gebäudeausstattung. Als Ingenieur, Projektentwickler
und Bauträger kennt er die Branche außerdem genau. Mit seinem Team unterstützt
er Bauherren dabei, so zu bauen, dass alle Kosteneinsparpotentiale voll
ausgeschöpft sind. Weitere Informationen unter:
https://www.pro-bauherr.com/ .
Pressekontakt:
Ruben Schäfer
E-Mail: mailto:redaktion@dcfverlag.de
Pro Bauherr GmbH
Vertreten durch: Dr. Peter Burnickl
E-Mail: mailto:info@pro-bauherr.com
https://www.pro-bauherr.com
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/173485/6335840
OTS: Pro Bauherr GmbH
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