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Erfurt (ots) - Die Pflege macht mobil: Am 24. August 2026 gehen in Erfurt
Pflegeeinrichtungen, Beschäftigte, pflegende Angehörige und Unterstützer
gemeinsam auf die Straße.
Start: Erfurt, Bahnhofsvorplatz, Ziel: Staatskanzlei im Hirschgarten
Montag, 24. August 2026, 11:00 - 13:00 Uhr
Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) in Thüringen ruft
gemeinsam mit weiteren Sozialverbänden zu einer zentralen Demonstration gegen
die geplante Pflegereform auf. Unter dem Motto "Die Pflegereform darf kein
PNOGchio-Gesetz werden" fordert der bpa deutliche Nachbesserungen. Der
Protestzug startet am Bahnhofsvorplatz und zieht zur Abschlusskundgebung an der
Staatskanzlei im Hirschgarten.
Margit Benkenstein, Landesvorsitzende des bpa Thüringen, macht deutlich:
"Wenn Einrichtungen wirtschaftlich unter Druck geraten, Angebote eingeschränkt
werden und gleichzeitig das Personalproblem ungelöst bleibt, ist niemandem
geholfen. Noch ist Zeit für Anpassungen. Deshalb gehen wir am 24. August in
Erfurt auf die Straße und erwarten, dass der Gesetzentwurf grundlegend
nachgebessert wird."
Vier Gründe, warum die Pflege protestiert
1. Ungleichbehandlung bei der Refinanzierung von Gehältern
Die Politik hat gesetzlich dafür gesorgt, dass alle Pflegekräfte auf Tarifniveau
bezahlt werden. Jetzt zeigt sie der Hälfte der Branche eine lange Nase und führt
im GKV-Bereich eine Ungleichbehandlung tarifungebundener bzw. privater
Einrichtungen im Bereich der ambulanten häuslichen Krankenpflege, Haushaltshilfe
und außerklinischen Intensivpflege gegenüber tarifgebundenen Einrichtungen bei
der Refinanzierung von Gehältern ein.
2. Drohende Zerschlagung der Beratungsstrukturen
Ambulante Pflegedienste beraten Pflegebedürftige und Angehörige seit Jahren
direkt in deren Zuhause. Diese Strukturen sollen komplett zerschlagen und
Beratungsangebote bei Kassen und Kommunen neu aufgebaut werden. Dadurch gehen
Erfahrung und Nähe zu den Betroffenen verloren.
3. Angebote für Pflegebedürftige und Familien werden eingeschränkt
Pflegedienste sollen bestimmte Leistungen künftig nicht mehr oder nur
eingeschränkt anbieten können. Dazu zählen bewährte ambulante Leistungen und
flexible Entlastungsangebote. Die Auswirkungen würden insbesondere
Pflegebedürftige und ihre Familien spüren.
4. Das größte Problem bleibt ungelöst: fehlendes Personal
Der Fachkräftemangel bestimmt bereits heute den Alltag vieler Einrichtungen.
Trotzdem finden konkrete Vorschläge wie die schnellere Anerkennung
internationaler Pflegekräfte in dem Reformentwurf bisher keine Berücksichtigung.
Dreh- und Interviewmöglichkeiten
Für die Berichterstattung vermitteln wir bereits im Vorfeld der Demonstration
Dreh- und Interviewmöglichkeiten in Pflegeeinrichtungen. Auch rund um die
Demonstration stehen Gesprächspartner für Interviews und O-Töne zur Verfügung.
Pressekontakt:
Thomas Engemann, Leiter der bpa-Landesgeschäftsstelle, Tel.: +49 361 653 86 88
/ + 01723167969 , www.bpa.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/17920/6335903
OTS: bpa - Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V.
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