|
Düsseldorf (ots) - Digitalisierungsfokus spiegelt die individuelle
Lebensrealität wider
- Die Bedeutung der Digitalisierung steigt für den Lebensbereich Wirtschaft und
Beruf deutlich
- Auch bei Schule, Ausbildung, Studium und Weiterbildung wächst der Wert erneut
- Relevanz bei Medizin/Gesundheit, Geld/Finanzvorsorge, Verkehr/Mobilität und
Einkäufe/Versorgung weiterhin mit Spitzenwerten
Künstliche Intelligenz verändert die Erwartungen der Menschen an die
Digitalisierung: Vor allem in Beruf und Bildung rechnen deutlich mehr Befragte
als im Vorjahr mit einer großen Bedeutung digitaler Anwendungen für ihr eigenes
Leben. Zugleich bleibt die digitale Ausstattung stark vom Alter abhängig. Das
zeigen neue Ergebnisse des Digitalklimaindex 2026. Die repräsentative Studie der
Unternehmensgruppe Deutsche Glasfaser liefert ein umfassendes Stimmungsbild zur
Digitalisierung in Deutschland.
KI prägt Erwartungen an Beruf und Bildung - in allen Bildungsgruppen
Mit Blick auf die Lebensbereiche, in welchen die Befragten künftig eine große
persönliche Bedeutung der Digitalisierung für sich selbst erwarten, gibt es im
Vergleich zum Vorjahr eine signifikante Veränderung. Den stärksten Zuwachs
verzeichnen Wirtschaft und Beruf: Der Anteil steigt gegenüber 2025 um sieben
Prozentpunkte auf 54 Prozent. Bei Schule, Ausbildung, Studium und Weiterbildung
wächst er um fünf Punkte auf 46 Prozent. Die Entwicklung fällt in eine Phase, in
der KI-Anwendungen in Bildung und Arbeitswelt deutlich sichtbarer und breiter
verfügbar werden.
"Künstliche Intelligenz macht für viele Menschen unmittelbar erfahrbar, wie
schnell Digitalisierung Arbeit und Lernen verändert. Der Digitalklimaindex
zeigt, dass Beruf und Bildung deshalb stärker in den Mittelpunkt der
persönlichen Zukunftserwartungen rücken. Die Menschen nehmen die Veränderungen
in diesem Umfeld sehr bewusst wahr und stehen diesem Thema offen gegenüber",
sagt Ruben Queimano, Chief Commercial Officer bei Deutsche Glasfaser.
So geben 48 Prozent der Befragten an, dass sie es befürworten würden, wenn im
Beruf verstärkt Künstliche Intelligenz zum Einsatz kommen würde.
Der Bedeutungsgewinn von Digitalisierung in der Arbeitswelt zeigt sich
unabhängig vom Bildungsabschluss. Bei Menschen mit niedrigem Bildungsabschluss
steigt der Anteil derer, die für Wirtschaft und Beruf künftig eine große
persönliche Bedeutung erwarten, um zehn Prozentpunkte (51 Prozent). Bei
mittlerem Bildungsabschluss liegt der Wert bei 49 Prozent (plus drei Punkte),
bei hohem Bildungsabschluss bei 61 Prozent (plus acht Punkte).
Auch für den Lebensbereich Bildung und Weiterbildung gewinnt die Digitalisierung
an Gewicht. Bei Befragten mit mittlerem Bildungsabschluss steigt der
entsprechende Anteil von 40 auf 45 Prozent. Und 53 Prozent der Menschen mit
hohem Bildungsabschluss (plus vier Punkte) erwarten hier eine große Bedeutung
der Digitalisierung in ihrem Leben.
Generationen setzen unterschiedliche Schwerpunkte
Hohe Bedeutung messen die Befragten der Digitalisierung weiterhin auch in den
Bereichen Medizin und Gesundheitsversorgung (60 Prozent), Geld und
Finanzvorsorge (58 Prozent), Verkehr und Mobilität sowie Einkäufe und Versorgung
(jeweils 57 Prozent) bei. Diese Lebensbereiche führen, wie im Vorjahr, die
Wertung an.
Bei den 16- bis 29-Jährigen steigt vor allem die erwartete Bedeutung der
Digitalisierung beim Wohnen (44 Prozent, plus acht Punkte). So können sich bei
der jüngsten Gruppe der Befragten beispielsweise rund 55 Prozent gut vorstellen,
dass der eigene Kühlschrank darüber Listen führt, was im Haushalt fehlt. Auch
bei Wirtschaft und Beruf (59 Prozent, plus vier Punkte) ist die Relevanz
gestiegen. Dies gilt auch für die 30- bis 44-Jährigen (58 Prozent). Für diese
Befragtengruppe wird die Digitalisierung auch im Umfeld von Schule, Ausbildung,
Studium und Weiterbildung noch einmal deutlich relevanter (54 Prozent, plus fünf
Punkte). Dies deutet darauf hin, dass das Thema "lebenslanges Lernen" für die
Menschen an Bedeutung gewinnt.
Die 45- bis 59-Jährigen sehen die größte Bedeutung der Digitalisierung künftig
im Bereich Geld und Finanzvorsorge (64 Prozent, plus drei Punkte), gefolgt von
Medizin und Gesundheitsversorgung (62 Prozent, plus zwei Punkte). Wirtschaft und
Beruf erreichen 57 Prozent (plus fünf Punkte).
In der Altersgruppe 60+ steigen die Werte besonders deutlich bei Schule,
Ausbildung, Studium und Weiterbildung - von 21 auf 34 Prozent - sowie bei
Wirtschaft und Beruf von 35 auf 47 Prozent. Bei Medizin und
Gesundheitsversorgung sinkt der Anteil dagegen von 65 auf 55 Prozent. Offenbar
haben KI-Themen in der Medizin ihren Platz in der Alltagswahrnehmung noch nicht
gefunden. Dafür spricht auch, dass mehr als die Hälfte in dieser Altersgruppe
(55 Prozent) es ablehnen, eine medizinische Diagnose zuerst einmal durch
Künstliche Intelligenz erstellt zu bekommen.
"Die Ergebnisse unterstreichen, wie präsent die Digitalisierung in unserem
Alltag ist. Die Erwartungshaltung ist stark an die individuelle Lebensrealität
der Altersgruppen geknüpft. Dies verdeutlicht, dass digitale Lösungen, die
maßgeschneidert für die Zielgruppen sind, den nachhaltigsten Einfluss haben", so
Ruben Queimano.
Digitale Ausstattung: Altersgefälle bleibt
Ein Smartphone ist in nahezu allen Haushalten der unter 60-Jährigen vorhanden:
Bei den 16- bis 29-Jährigen liegt der Anteil bei 100 Prozent, bei den 30- bis
44-Jährigen bei 99 Prozent und bei den 45- bis 59-Jährigen bei 98 Prozent. In
der Altersgruppe 60+ sind es 74 Prozent. Auch bei Tablets zeigt sich ein
deutlicher Abstand: 73 Prozent der jungen Erwachsenen verfügen im Haushalt über
ein Tablet oder iPad, gegenüber 40 Prozent der Befragten ab 60 Jahren. Das hat
praktische Auswirkungen, wenn man zum Beispiel an Finanzdienstleistungen oder
Rabatt-Apps beim Discounter denkt, die nur auf einem solchen Mobilgerät laufen.
Besonders dynamisch entwickelt sich die Smartwatch. Inzwischen haben 54 Prozent
der 16- bis 29-Jährigen ein solches Gerät im Haushalt, bei den Befragten ab 60
Jahren sind es 26 Prozent. Internet-TV ist dagegen über alle Altersgruppen
hinweg vergleichsweise weit verbreitet: Die Werte reichen von 81 Prozent bei den
16- bis 29-Jährigen und den 30- bis 44-Jährigen bis zu 53 Prozent in der Gruppe
60+. Beim Smart Home liegen die 30- bis 44-Jährigen mit 53 Prozent vorn.
"Digitale Anwendungen sind längst Teil des Alltags, aber nicht für alle
Generationen im gleichen Maß. Damit alle Menschen von digitalen Diensten
profitieren können, braucht es noch mehr Offenheit für praktischen
Anwendungsfelder und ihre Vorteile. Der Digitalklimaindex zeigt in diesem Jahr,
dass die Menschen Digitalisierung im Kontext von Aus- und Weiterbildung als sehr
wichtig erachten - damit ist ein Schritt in diese Richtung getan", erläutert
Ruben Queimano.
Über die Studie: Digitalklimaindex 2026
Der Digitalklimaindex von Deutsche Glasfaser ist eine umfassende Untersuchung
zur digitalen Einstellung der deutschen Bevölkerung in zwölf Lebensbereichen.
Media Tenor hat die Untersuchung gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut
Mentefactum durchgeführt. Für die aktuelle Erhebung wurden im Juni 2026 2.008
Personen zwischen 16 und 65 Jahren durch Mentefactum repräsentativ telefonisch
befragt.
Unternehmensgruppe Deutsche Glasfaser
Die Unternehmensgruppe Deutsche Glasfaser ist Pionier für den Glasfaserausbau im
ländlichen und suburbanen Raum in Deutschland. Als Digital-Versorger der
Regionen plant, baut und betreibt Deutsche Glasfaser anbieteroffene
Glasfaseranschlüsse für Privathaushalte, Unternehmen und öffentliche
Einrichtungen. Deutsche Glasfaser strebt den flächendeckenden Glasfaserausbau an
und trägt damit maßgeblich zum digitalen Fortschritt Deutschlands bei. Mit
innovativen Planungs- und Bauverfahren ist Deutsche Glasfaser Spezialist für
einen schnellen und kosteneffizienten FTTH-Ausbau. Die Unternehmensgruppe zählt
zu den finanzstärksten Anbietern im deutschen Markt und verfügt mit den
erfahrenen Glasfaserinvestoren EQT und OMERS über ein privatwirtschaftliches
Investitionsvolumen von über elf Milliarden Euro.
http://www.deutsche-glasfaser.de
Pressekontakt:
Dominik Beyer und Nora Lippelt
Deutsche Glasfaser Unternehmenskommunikation
mailto:presse@deutsche-glasfaser.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/162925/6337029
OTS: Deutsche Glasfaser Holding GmbH
|