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Mainz (ots) - Beim ersten SWR Kindermedientag im Funkhaus Mainz konnten
Schülerinnen und Schüler dritter bis fünfter Klassen aus Mainz, Gimbsheim und
Ingelheim Medien erleben und selbst aktiv werden. Unter dem Motto
"Medienabenteuer zum Mitmachen" erwartete die Teilnehmenden ein
abwechslungsreiches Programm mit interaktiven Formaten, Workshops und spannenden
Einblicken hinter die Kulissen der Medienproduktion.
Wie entstehen Nachrichten? Woran erkennt man Fake News? Wie wird aus einer Idee
ein Podcast oder ein Hörspiel? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des ersten
SWR Kindermedientages am heutigen Donnerstag im Mainzer Funkhaus. Den Auftakt
bildete eine interaktive Keynote mit Tim und Soraya aus "Team Timster".
Gemeinsam mit den Kindern gingen sie der Frage nach: "Stimmt das wirklich oder
ist das Quatsch?" Die Schülerinnen und Schüler erfuhren, wie Reporterinnen und
Reporter arbeiten, woran sich verlässliche Informationen erkennen und wie sich
Falschmeldungen entlarven lassen. Dabei konnten sie selbst miträtseln,
diskutieren und auf Faktencheck-Suche gehen. "Den Tag fand ich sehr spaßig. Wir
haben gelernt, dass Medien nicht alles zeigen und die KI auch manchmal lügt und
dass wir uns nicht auf KI verlassen können.", so eine der teilnehmenden
Schülerinnen über den Kindermedientag.
Blick hinter die Kulissen
Anschließend ging es für die fünf Klassen in verschiedenen Workshops um die
Praxis der Medienproduktion. Im Nachrichtenstudio des SWR erhielten sie
angeleitet von SWR Aktuell Redakteurin Franziska Lenhardt einen Blick hinter die
Kulissen und erfuhren, wie eine Nachrichtensendung entsteht. Sie besuchten die
Regie, lernten die Abläufe rund um eine Live-Sendung kennen und durften sich bei
einer Teleprompter-Challenge selbst als Nachrichtensprecher:innen versuchen.
Eigener Podcast produziert
Im Workshop "Tigerenten Club - Die Hör-Spiel-Show" zeigten Nicolas Caspar und
Ines Neidig, wie ein Podcast produziert wird. Die Schüler:innen erhielten
Einblicke in die Arbeit des Redaktionsteams und entwickelten gemeinsam eine
eigene kleine Podcast-Folge.
Mit Stimmen und Geräuschen zum Hörspiel
Um Stimmen, Geräusche und Fantasie ging es bei "Mission magisches Tagebuch".
Ausgehend vom ARD Hörspiel tauchten die Kinder gemeinsam mit Ursi Zeilinger von
planet schule in die Welt der Figuren Klara, Keks und Matte ein, spielten selbst
verschiedene Szenen, experimentierten mit Geräuschen und Stimmen und konnten
sich am Mikrofon ausprobieren. So erlebten sie unmittelbar, wie aus einzelnen
Stimmen, Geräuschen und Geschichten ein Hörspiel entsteht.
Wie Fake News entstehen und warum
Im Workshop "FakeNews Finder - Superkinder!" beschäftigten sich die Kinder mit
Fake News, Manipulation und Gefahren im Internet. Insa Backe und Dirk Beerhenke
(WDR) zeigten verschiedene Strategien, mit denen sich Informationen überprüfen
lassen und gemeinsam setzten sie sich damit auseinander, wie Fake News entstehen
und warum sie verbreitet werden.
"Kruschel"-Kinderreporter
Ein weiterer Workshop stand unter dem Titel "Werde zum Kinderreporter!",
angeboten von der Kinderzeitung "Kruschel" der VRM. Die teilnehmenden Kinder
recherchierten, prüften Texte und Bilder auf ihre Glaubwürdigkeit und
gestalteten daraus ihre eigene Zeitungsseite. Ihre gelungenen Ergebnisse durften
sie stolz mit nach Hause nehmen.
Fortbildung für Lehrkräfte
Während am Vormittag die Kinder im Mittelpunkt standen, richtete sich das
Programm am Nachmittag an Lehrkräfte. In einer digitalen Fortbildung von SWR und
WDR wurden aktuelle Herausforderungen thematisiert, mit denen Kinder und
Jugendliche in Schule, Familie und digitalen Lebenswelten konfrontiert sind.
Dazu gehörten unter anderem Fake News, Manipulation und Cybercrime, Grooming,
sexualisierte Gewalt und Kindeswohlgefährdung sowie Radikalisierung.
Anonymisierte Erfahrungsberichte von Lehrkräften, Videos mit Schauspielerin Lina
Beckmann und konkrete Praxisbeispiele machten die Themen greifbar. Gemeinsam
wurden Handlungsmöglichkeiten, Lösungsansätze und Strategien für den
pädagogischen Alltag erarbeitet.
Im Netz und im realen Leben
Kriminalhauptkommissar a. D. Dirk Beerhenke und Journalistin Insa Backe ordneten
die aktuelle Situation im Netz und im realen Leben aus unterschiedlichen
Perspektiven ein. Dabei kamen unter anderem Erfahrungen aus der polizeilichen
Arbeit und aus Schulen des Landes sowie Einblicke in verschiedene Berufsfelder
zusammen. "Ich finde das ein wichtiges Angebot, gerade für die Frühprävention
bei Kindern. Die Kinder kommen doch deutlich mehr mit Medien und Medieninhalten
in Kontakt als wir das eh schon vermutet haben. Es ist gut, dass den Kindern
hier ein geschützter Raum mit Ansprechpersonen für Ihre Fragen geboten wurde.",
so Herr Krüger, Lehrkraft, über den Kindermedientag.
Vielfalt der Medienbildung gezeigt
Der erste SWR Kindermedientag zeigte, wie vielfältig Medienbildung sein kann und
wie wichtig sie ist. Die Kinder konnten Medien selbst ausprobieren, hinterfragen
und gestalten. Gleichzeitig erhielten Lehrkräfte Impulse und konkrete Ansätze,
um Kinder und Jugendliche beim sicheren und kompetenten Umgang mit Medien noch
besser zu unterstützen.
Weitere Infos gibt es hier: SWR.de/medienkompetenz
(https://www.swr.de/unternehmen/medienkompetenz/index.html)
Newsletter "SWR vernetzt" (https://www.swr.de/unternehmen/kommunikation/newslett
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Pressekontakt:
Bianca von der Weiden, Tel. 06131 92932742, mailto:bianca.von_der_weiden@SWR.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/7169/6337221
OTS: SWR - Südwestrundfunk
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