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Hannover (ots) - Viele Handwerksbetriebe suchen händeringend nach Fachkräften -
und trotzdem bleiben Stellen oft monatelang unbesetzt. Der Fachkräftemangel
spielt dabei zwar eine Rolle, doch häufig liegt das Problem tiefer: Viele
Betriebe suchen noch immer mithilfe von Methoden, die früher funktioniert haben,
heute aber kaum noch Bewerber erreichen.
Der größte Fehler ist nicht der Fachkräftemangel, sondern die Vorgehensweise.
Wer heute so sucht wie vor zehn Jahren, wird niemanden erreichen. Hier erfahren
Sie, welche Fehler Betriebe vermeiden sollten und wie sich qualifizierte
Fachkräfte heute erfolgreich gewinnen lassen.
Die Aufmerksamkeit hat sich verlagert
Vor allem jüngere Menschen lesen seltener Tageszeitungen und hören weniger Radio
als frühere Generationen. Stattdessen verbringen sie einen großen Teil ihrer
Zeit auf digitalen Plattformen. Dort informieren sie sich, tauschen sich aus und
werden auf mögliche Arbeitgeber aufmerksam.
Handwerksbetriebe müssen ihre Personalsuche deshalb an dieses veränderte
Medienverhalten anpassen. Eine Stellenanzeige kann inhaltlich überzeugen, bleibt
jedoch wirkungslos, wenn potenzielle Bewerber sie nicht sehen. Entscheidend ist
daher, die Zielgruppe auf den Kanälen anzusprechen, die sie tatsächlich nutzt.
Klassische Medien sind nicht grundsätzlich ungeeignet. Allerdings lassen sich
Zeitungsanzeigen und Radiospots nur begrenzt auf bestimmte Personengruppen
ausrichten. Dadurch erreichen sie viele Menschen, die für die ausgeschriebene
Stelle nicht infrage kommen. Der Betrieb bezahlt somit auch für Kontakte, die
für seine Personalsuche keine Bedeutung haben.
Einmalige Anzeigen werden schnell vergessen
Neben dem richtigen Kanal kommt es auf die Häufigkeit der Ansprache an. Eine
einzelne Anzeige wird leicht übersehen, denn potenzielle Mitarbeiter begegnen
täglich zahlreichen Informationen und Stellenangeboten. Betriebe müssen daher
entweder mit einer besonders klaren Botschaft auffallen oder über einen längeren
Zeitraum wiederholt sichtbar sein.
Regelmäßige Kontakte sorgen dafür, dass sich Menschen an einen Namen und ein
Unternehmen erinnern. Zugleich kann die wiederholte Wahrnehmung Vertrautheit
schaffen. Dieser Zusammenhang wird als Mere-Exposure-Effekt bezeichnet.
Digitale Medien ermöglichen es, eine festgelegte Zielgruppe mehrfach
anzusprechen. Statt mit einem bestimmten Budget einmalig eine große und
gemischte Gruppe zu erreichen, kann ein Betrieb seine Anzeige einer kleineren,
relevanten Personengruppe häufiger zeigen.
Sucht ein Unternehmen beispielsweise Handwerker aus der eigenen Region, lässt
sich die Ansprache entsprechend eingrenzen. Dadurch sinken die Streuverluste,
während die passende Zielgruppe die Anzeige häufiger wahrnimmt. Nicht jeder
Kontakt führt sofort zu einer Bewerbung. Durch eine kontinuierliche Präsenz kann
der Betrieb jedoch bereits bekannt sein, sobald eine Fachkraft über einen
Stellenwechsel nachdenkt.
Klare Aussagen statt allgemeiner Versprechen
Eine genaue Ausrichtung der Anzeige allein reicht nicht aus. Ebenso wichtig ist
eine verständliche Botschaft. Allgemeine Aussagen wie "gutes Arbeitsklima",
"attraktive Vergütung" oder "abwechslungsreiche Aufgaben" stehen in zahlreichen
Stellenangeboten. Sie erklären kaum, wodurch sich ein Betrieb von anderen
Arbeitgebern unterscheidet.
Eine Stellenanzeige sollte daher konkrete Informationen enthalten. Dazu gehören
etwa die tatsächlichen Aufgaben, Arbeitszeiten, Einsatzorte, Voraussetzungen und
Entwicklungsmöglichkeiten. Übertriebene Versprechen sind dabei zu vermeiden, da
sie falsche Erwartungen wecken können.
Interessenten sollten auf den ersten Blick erkennen, welche Position angeboten
wird und welche Bedingungen sie erwartet. Eine sachliche und eindeutige Sprache
erleichtert ihnen die Entscheidung, ob die Stelle zu ihrer beruflichen Situation
passt.
Der erste Kontakt muss einfach sein
Selbst eine gut ausgerichtete Anzeige verliert an Wirkung, wenn die
anschließende Bewerbung zu aufwendig ist. Müssen Interessenten zunächst einen
Lebenslauf, ein ausführliches Anschreiben und mehrere Nachweise einreichen,
verschieben sie den Vorgang möglicherweise oder verzichten darauf.
Das betrifft vor allem Fachkräfte, die bereits beschäftigt sind und nicht aktiv
nach einer neuen Stelle suchen. Sie können dennoch für ein passendes Angebot
offen sein, sofern die Kontaktaufnahme unkompliziert möglich ist. Digitale
Formulare senken diese Hürde, weil für eine erste Anfrage häufig wenige Angaben
zur Person, zur Berufserfahrung und zur Erreichbarkeit genügen.
Ein einfacher Einstieg ersetzt keine sorgfältige Auswahl. Weitere Unterlagen
lassen sich im späteren Verlauf anfordern. Zunächst sollte der Betrieb jedoch
den Kontakt ermöglichen und anschließend in einem persönlichen Gespräch prüfen,
ob beide Seiten zueinander passen.
Offene Stellen bleiben somit nicht nur wegen fehlender Fachkräfte unbesetzt.
Häufig erreichen die Anzeigen zu wenige geeignete Menschen, werden nicht oft
genug wahrgenommen oder führen zu einem unnötig komplizierten Bewerbungsprozess.
Eine zeitgemäße Personalsuche verbindet deshalb eine klar definierte Zielgruppe
mit wiederholter Sichtbarkeit, konkreten Informationen und einer einfachen
Kontaktmöglichkeit.
Über die A&M:
Marvin Flenche und Alexander Thieme sind Gründer der A&M Unternehmerberatung
GmbH. Die Agentur hat sich auf Handwerksbetriebe spezialisiert und ermöglicht
Unternehmen mit Hilfe von Onlinemarketing Planbarkeit und Wachstum durch mehr
Kundenanfragen und qualifizierte Mitarbeiter. Weitere Informationen über:
https://www.am-beratung.de
Pressekontakt:
A&M Unternehmerberatung GmbH
E-Mail: mailto:kontakt@am-beratung.de
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Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/157452/6337645
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