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Sperrfrist: 03.09.2026 18:00
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Köln (ots) - +++ Achtung Sperrfrist (Print, Radio und Online): 18.00 Uhr +++
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ARD-DeutschlandTREND: Mehrheit spricht sich für besondere staatliche
Unterstützung der Autoindustrie aus
62 Prozent der Deutschen sind der Meinung, der Staat sollte die heimische
Autoindustrie in der aktuellen Krise besonders unterstützen, um Arbeitsplätze
und Produktion in Deutschland zu sichern. Ein Drittel (32 Prozent) stimmt dieser
Aussage nicht zu. Das hat eine repräsentative Umfrage von infratest dimap unter
1.319 Wahlberechtigten für den ARD-DeutschlandTREND von Montag bis Mittwoch
dieser Woche ergeben.
Auch andere Maßnahmen zum Schutz der europäischen Automobilindustrie werden
mehrheitlich unterstützt. Aktuell wird in der Europäischen Union darüber
diskutiert, staatliche Förderprogramme wie Kaufprämien für Elektro-Autos oder
das Dienstwagenprivileg nur noch dann zu gewähren, wenn die Produktion der
Fahrzeuge vollständig oder zumindest zu weiten Teilen innerhalb der Europäischen
Union erfolgt. Zwei von drei Deutschen (65 Prozent) fänden das richtig, jeder
Vierte (24 Prozent) fände das falsch. Gleichzeitig werden Zölle auf chinesische
Auto-Importe mehrheitlich befürwortet. Aktuell erhebt die EU sie auf den Import
chinesischer Elektroautos. 37 Prozent sprechen sich für eine Ausweitung der
Zölle auf alle chinesischen Auto-Importe aus, 25 Prozent halten die aktuell
geltenden Zölle für angemessen, 24 Prozent würden sie zurückfahren.
Die gegenwärtige wirtschaftliche Lage in Deutschland schätzen die Bürgerinnen
und Bürger mehrheitlich kritisch ein, aber etwas besser als noch im Juni. Vier
von fünf Deutschen (79 Prozent) bewerten die wirtschaftliche Lage aktuell als
weniger gut bzw. schlecht (-6), jeder Fünfte (20 Prozent) als sehr gut bzw. gut
(+7). Zugleich sind vier von fünf Bürgerinnen und Bürgern (81 Prozent) der
Meinung, die Autoindustrie sei für die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands sehr
wichtig bzw. wichtig; 17 Prozent sehen das anders.
Fast drei von vier Deutschen (73 Prozent) finden, die deutsche
Automobilindustrie habe in den vergangenen Jahren die Entwicklung alternativer
Antriebe wie Elektroautos verschlafen; jeder Fünfte (19 Prozent) stimmt dieser
Aussage nicht zu. 47 Prozent sind der Meinung, Deutschland übertreibe es mit dem
Umstieg aufs Elektroauto und sollte auch in Zukunft vor allem auf seine Stärke
beim Verbrenner setzen; ebenso viele (47 Prozent) stimmen dieser Aussage nicht
zu.
Befragungsdaten
- Grundgesamtheit: Wahlberechtigte ab 18 Jahren in Deutschland
- Fallzahl: 1.319 Befragte
- Erhebungszeitraum: 31. August bis 2. September 2026
- Erhebungsverfahren: Zufallsbasierte Telefon- und Online-Befragung
- Schwankungsbreite: 2* bis 3** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 10% ** bei einem Anteilswert von 50%
Die Fragen im Wortlaut:
- Wie beurteilen Sie die gegenwärtige wirtschaftliche Lage in Deutschland?
- Wie wichtig ist Ihrer Meinung nach die Automobilindustrie für die
wirtschaftliche Zukunft Deutschlands?
- Die deutschen Autohersteller stehen aktuell wirtschaftlich unter Druck. Zur
Lage der deutschen Automobilindustrie nun einige Aussagen. Geben Sie jeweils
an, ob Sie diesen eher zustimmen oder eher nicht zustimmen.
- Die deutsche Automobilindustrie hat in den vergangenen Jahren die Entwicklung
alternativer Antriebe wie Elektroautos verschlafen.
- Deutschland übertreibt es mit dem Umstieg aufs Elektroauto und sollte auch in
Zukunft vor allem auf seine Stärke beim Verbrenner setzen.
- Der Staat sollte die heimische Autoindustrie in der aktuellen Krise besonders
unterstützen, um Arbeitsplätze und Produktion in Deutschland zu sichern.
- Die Europäische Union erhebt aktuell Zölle auf den Import chinesischer
Elektroautos, nicht auf Hybrid- und Verbrenner-Autos. Wie sehen Sie das: Sind
die aktuellen Zölle auf chinesische Elektro-Autos angemessen? Sollten diese
Zölle zurückgefahren oder auf alle chinesischen Auto-Importe ausgeweitet
werden?
- In der Europäischen Union gibt es verschiedene staatliche Förderprogramme wie
Kaufprämien für E-Autos oder das Dienstwagenprivileg. Aktuell wird darüber
diskutiert, solche Förderprogramme nur noch dann zu gewähren, wenn die
Produktion der Fahrzeuge vollständig oder zumindest zu weiten Teilen innerhalb
der Europäischen Union erfolgt. Fänden Sie das eher richtig oder eher falsch?
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OTS: ARD Das Erste
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