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Bonn (ots) - Der zweifache Olympiasieger und Berufssoldat Ronald Rauhe bringt
Erfahrung aus der Spitzensportförderung der Bundeswehr ab jetzt im
Bundeskanzleramt ein.
Ronald Rauhe wird neuer Staatsminister für Sport und Ehrenamt beim
Bundeskanzler. Bundeskanzler Friedrich Merz hat dies am heutigen
Donnerstagmittag bekannt gegeben. Der zweifache Kanu-Olympiasieger und
Berufssoldat wurde über viele Jahre durch die Bundeswehr als Spitzensportler
gefördert. Nach seiner internationalen Wettkampfkarriere übernahm er Aufgaben in
der Weiterentwicklung der Spitzensportförderung und der Begleitung junger
Sportsoldatinnen und Sportsoldaten.
Rauhes sportlicher Werdegang ist eng mit der Sportfördergruppe der Bundeswehr
Frankfurt (Oder) verbunden. Neben Training und Wettkampf absolvierte er die
militärische Grundausbildung und weitere für seine soldatische Laufbahn
erforderliche Ausbildungen. Die Bundeswehr ermöglichte ihm, sich auf den
Leistungssport zu konzentrieren und zugleich eine berufliche Perspektive
aufzubauen.
Der gebürtige Berliner nahm zwischen 2000 und 2021 an sechs Olympischen Spielen
teil und gewann fünf olympische Medaillen. Zu seinen größten Erfolgen zählen die
Goldmedaillen im Zweierkajak 2004 in Athen und im Viererkajak bei den 2021
ausgetragenen Spielen in Tokio. Hinzu kommen 16 Weltmeistertitel. Zum Abschluss
seiner internationalen Karriere trug Olympiasieger Rauhe bei der Schlussfeier in
Tokio die deutsche Fahne ins Olympiastadion (mehr dazu: Ronald Rauhe - Rückblick
auf 25 Jahre sportliche Karriere (https://www.bundeswehr.de/de/selbstverstaendni
s/sport-in-der-bundeswehr/veranstaltungen/olympia-paris-2024/fahnentraeger-olymp
ia-tokyo-ronald-rauhe-5818534) ).
Auch nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn blieb Rauhe der Bundeswehr als
Berufssoldat verbunden. Im Dezernat Sport des Streitkräfteamts arbeitete der
Hauptfeldwebel an der Weiterentwicklung der Spitzensportförderung. Seine
Erfahrungen gab er zudem in einem Mentoringprogramm an junge Athletinnen und
Athleten weiter, die ihren Dienst als Sportsoldaten beginnen.
"Die Bundeswehr war die Basis dafür, dass ich meinen Sport in dieser Intensität
ausüben konnte", erklärte Rauhe in einem im Juli 2025 veröffentlichten Interview
mit dem Magazin "Unser Havelland". Die Förderung habe ihm ermöglicht, sich auf
seinen Sport zu konzentrieren.
Mit Antritt als Staatsminister im Kanzleramt ruhen grundsätzlich die Rechte und
Pflichten aus seinem soldatischen Dienstverhältnis. Grundlage sind § 25 Absatz 4
des Soldatengesetzes in Verbindung mit § 18 des Bundesministergesetzes. Rauhe
kann nach Beendigung seines Dienstes als Staatsminister in das
Berufssoldatenverhältnis zurückkehren.
Die Bundeswehr ist der größte staatliche Förderer des deutschen Spitzensports.
In ihren 14 Sportfördergruppen verbindet sie die Unterstützung sportlicher
Höchstleistungen mit militärischer Ausbildung und beruflichen Perspektiven.
Rauhes Weg vom geförderten Athleten zum bundeswehrinternen Mentor
veranschaulicht, wie Erfahrungen aus dem Spitzensport auch nach der
Wettkampfkarriere innerhalb der Bundeswehr genutzt werden.
Pressekontakt:
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