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Osnabrück (ots) - Osnabrück. Vor Bekanntgabe der jüngsten Pisa-Ergebnisse an
diesem Dienstag fordert die SPD einen höheren Beitrag Vermögender zur
Bildungsfinanzierung sowie eine "schrittweise Gebührenfreiheit" für
Kindertagesstätten. "Was für Schule, Ausbildung und Studium gilt, muss auch für
den ersten Bildungsort gelten: Der Zugang darf nicht vom Geldbeutel der Eltern
abhängen", heißt es in einem Präsidiumsbeschluss, der der "Neuen Osnabrücker
Zeitung" (noz) vorliegt. "Um die Länder zu stärken, die maßgeblich für Bildung
zuständig sind, wollen wir millionenschwere Vermögen und sehr große Erbschaften
stärker in die Verantwortung nehmen", so der Beschluss weiter. Konkret gehe es
darum, "Privilegien bei der Übertragung sehr großer Vermögen abzubauen und so
zusätzliche Einnahmen für bessere Bildung für alle Kinder und Jugendlichen zu
schaffen."
Das SPD-Präsidium bekräftigte in seinem Beschluss auch die Forderung nach
Sprachtests vor dem Grundschulbesuch. "Kein Kind soll ohne die nötigen
Grundfertigkeiten in die Schule starten - und keines die Grundschule verlassen,
ohne ausreichend sprechen, zuhören, lesen, schreiben und rechnen zu können",
heißt es darin. "Mit vier Jahren muss der Entwicklungsstand aller Kinder
festgestellt werden (sprachliche und motorische Fähigkeiten) und wenn nötig eine
verpflichtende, verbindliche Förderung im Jahr vor der Schule erfolgen." Darauf
haben sich Union und SPD auch in ihrem Koalitionsvertrag geeinigt.
"Bildung beginnt schon bei den ganz Kleinen", sagte SPD-Co-Chefin und Arbeits-
und Sozialministerin Bärbel Bas zu "noz". "Gebührenfreiheit ist Bildungspolitik
und Kitas sind der erste Bildungsort. Deshalb müssen wir jetzt gemeinsam in gute
Kitas investieren, in mehr Plätze, bessere Qualität und schrittweise
Gebührenfreiheit." Bund, Länder und Kommunen müssten dafür dauerhaft
Verantwortung übernehmen. "Und wo zusätzliches Geld für Bildung gebraucht wird,
müssen millionenschwere Vermögen stärker zum Gemeinwohl beitragen".
Gebührenfreie Kitas öffneten allen Kindern den Zugang zu früher Bildung und
gäben ihnen Rückenwind für ihren weiteren Bildungsweg, sagte die
Parteivorsitzende.
Die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, sagte
"noz": "Wir müssen und wollen mehr in Bildung investieren. Die Beitragsfreiheit
ist eine echte Entlastung für Familien und führt dazu, dass alle Kinder Zugang
zur Kita haben. Sie ist eine wichtige Bildungseinrichtung und trägt zur
Chancengleichheit bei."
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