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Hamburg (ots) - Ein neues Krankenhaus für die Gesundheitsversorgung von mehr als
280.000 Menschen im Hamburger Westen rückt näher: Der Senat hat heute die
erforderlichen Schritte für den Neubau der Asklepios Klinik Altona beschlossen.
Die Sozialbehörde und Asklepios hatten sich zuvor auf wesentliche Eckpunkte für
die Vergabe der Planung und Bauausführung, die Finanzierung des Projekts,
begleitende Infrastrukturmaßnahmen und Regelungen zur Grundstücksbereitstellung
verständigt. Damit kann ein europaweites Vergabeverfahren für die Realisierung
starten. Über die konkreten Bau- und Einrichtungskosten bzw. deren Finanzierung
soll die Bürgerschaft auf Grundlage der Ergebnisse des Vergabeverfahrens
entscheiden. Ziel ist der Bau eines modernen Krankenhauses der kurzen Wege, das
stationäre, teilstationäre und ambulante Medizin unter einem Dach verbindet. Die
neue Klinik soll dabei ihre Funktion als Maximalversorger mit umfassender Not-
und Unfallversorgung sowie einem Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe
fortführen und weiterentwickeln.
Schon heute zählt die Asklepios Klinik Altona mit ihrem breiten medizinischen
Angebot und ihrer leistungsfähigen Notfallversorgung zu den zentralen Säulen der
Hamburger Gesundheitsversorgung. Ihr Versorgungsgebiet umfasst den Hamburger
Westen, die Kreise Pinneberg, Stade und Harburg bis zur A7 und das Hafengebiet.
Der Neubau soll die Gesundheitsversorgung in diesem Gebiet auch in den kommenden
Jahrzehnten sicherstellen, stärker vernetzen und Behandlungsschwerpunkte in
Zentren zusammenführen.
Jährlich werden in der Asklepios Klinik Altona rund 90.000 Patientinnen und
Patienten behandelt, darunter über 30.000 stationär. Geplant ist ein Klinikum
mit 600 Betten, davon 60 im Intensivbereich, zuzüglich 46 Betten in der
Neonatologie. Hinzu kommen zwölf Operationssäle für stationäre und fünf
Fast-Track-OP für ambulante Eingriffe. Kurze Wege und funktional aufeinander
abgestimmte Bereiche sollen die Zusammenarbeit der Berufsgruppen erleichtern
sowie Patientinnen und Patienten eine medizinische Versorgung auf höchstem
Niveau bieten.
Dem heutigen Senatsbeschluss sind umfangreiche Abstimmungen zwischen der
Sozialbehörde und den Asklepios Kliniken Hamburg vorausgegangen.
Die Planungen und Kostenkalkulationen für den Neubau wurden dabei grundlegend
weiterentwickelt und an veränderte Rahmenbedingungen angepasst. Berücksichtigt
wurden dabei unter anderem die anspruchsvollen Baugrundverhältnisse, die in den
letzten Jahren eingetretenen erheblichen Baukostensteigerungen, sowie die
Auswirkungen der Krankenhausreform des Bundes.
Planung und Bau sollen aus einer Hand erfolgen. Dafür soll ein Totalübernehmer
in einem europaweiten Verhandlungsverfahren mit vorgeschaltetem
Teilnahmewettbewerb ausgewählt werden. Im ersten Schritt werden geeignete
Unternehmen ausgewählt und legen zunächst indikative Kostenangebote vor. Diese
werden fachlich geprüft, in Verhandlungen geschärft und so das wirtschaftlichste
Angebot ermittelt. Am Ende der anschließenden Planungsphase soll ein
verbindliches Festpreisangebot stehen.
Asklepios und die Freie und Hansestadt Hamburg haben sich auf einen
Gesamtkostenrahmen für das Projekt verständigt, dessen Höhe mit Blick auf das
Vergabeverfahren derzeit noch nicht veröffentlicht wird, um die Angebote der
Bieter nicht zu beeinflussen. Mit den indikativen Angeboten entsteht eine
belastbare Grundlage für die Entscheidung über Errichtungskosten und
Finanzierung.
Hamburg und Asklepios finanzieren den Neubau gemeinsam. Nach dem
Krankenhausfinanzierungsrecht übernimmt das Land die förderfähigen
Investitionskosten. Bei großen Krankenhausneubauten beteiligen sich die Träger
in Hamburg in der Regel mit einem Eigenanteil. Aufgrund der besonderen
Baugrundherausforderungen am Standort übernimmt die Freie und Hansestadt Hamburg
im vorliegenden Fall 77 Prozent der Investitionskosten, Asklepios beteiligt sich
mit 23 Prozent.
Die Neonatologie wird auch künftig in einer schon heute bestehenden Kooperation
zwischen Asklepios und dem Altonaer Kinderkrankenhaus betrieben. Die hierfür
benötigten Flächen werden vollständig aus Haushaltsmitteln finanziert, da sie
allein der stationären Patientenversorgung dienen.
Die Umsetzung des Vorhabens ist Gegenstand einer Gesamtprojektvereinbarung
zwischen der Stadt und Asklepios. Das Inkrafttreten der Vereinbarung steht unter
der aufschiebenden Bedingung der Zustimmung der Bürgerschaft, die auf Grundlage
der indikativen Angebote der Bieter des Teilnahmewettbewerbs voraussichtlich bis
Ende 2027 eingeholt werden soll.
Sozialsenatorin Melanie Schlotzhauer: " Wir bringen den Neubau der Asklepios
Klinik Altona entscheidend voran. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen haben
Hamburg und Asklepios zentrale Fragen geklärt. Jetzt starten wir das
Vergabeverfahren und machen den nächsten wichtigen Schritt hin zu einem
hochmodernen Krankenhaus. Davon sollen vor allem die Patientinnen und Patienten
profitieren. Die Asklepios Klinik Altona steht für die hochwertige medizinische
Versorgung von weit mehr als 280.000 Menschen im Hamburger Westen und darüber
hinaus. Mit dem Neubau wollen wir diese Versorgung für die kommenden Jahrzehnte
sichern und weiterentwickeln."
Joachim Gemmel, Sprecher der Geschäftsführung der Asklepios Kliniken Hamburg
GmbH: "Die neue Asklepios Klinik Altona planen wir als ein modernes Krankenhaus,
das medizinische Spitzenversorgung mit kurzen Wegen und aufeinander abgestimmten
Strukturen verbindet. Für Patientinnen und Patienten, Angehörige und unsere
Beschäftigten entsteht damit eine langfristige Perspektive für eine
leistungsfähige
Maximalversorgung im Hamburger Westen und darüber hinaus. Mit der neuen Klinik
entsteht nicht nur ein medizinisches Exzellenzzentrum für die kommenden
Jahrzehnte, sondern auch ein Gebäudekomplex, der sich gut ins Quartier einfügt.
Mit ihrer Einigung haben die Stadt und Asklepios jetzt die Grundlage geschaffen,
dieses Zukunftsprojekt in ein transparentes Vergabeverfahren mit dem Ziel
größtmöglicher Kosten- und Terminsicherheit zu führen."
Neubau sichert moderne Krankenhausversorgung
Der heutige Klinikkomplex wurde zwischen 1959 und 1970 errichtet und galt damals
als eines der modernsten Krankenhäuser Deutschlands. Trotz umfangreicher
Modernisierungen kann die denkmalgeschützte 21-geschossige Hochhausscheibe
insbesondere den energetischen und prozessualen Anforderungen eines modernen
Krankenhausbetriebs zunehmend nicht mehr gerecht werden. Deshalb haben Stadt und
Asklepios 2019 einen hochbaulichen Realisierungswettbewerb für den Neubau
gestartet. Dabei wurden neben den medizinischen Anforderungen auch die
besonderen verkehrlichen und städtebaulichen Bedingungen des Standorts
berücksichtigt.
Das neue Klinikum soll am bestehenden Standort in Othmarschen zwischen der
Behringstraße und dem heutigen Krankenhausgebäude entstehen. Der kompakte Neubau
bündelt unterschiedliche Funktionsbereiche, sieht die Pflegestationen in dem bis
zu elfgeschossigen nördlichen Gebäudeteil und den Hubschrauberlandeplatz auf dem
Dach vor. Nach Süden staffelt sich das Gebäude auf bis zu zwei Geschosse ab und
bindet sich in das umgebende Grün ein. Nach dem Umzug sollen die
denkmalgeschützten Bestandsgebäude möglichst erhalten und einer neuen Nutzung
zugeführt werden. Über die konkrete Nachnutzung wird im weiteren Projektverlauf
entschieden.
Parallel werden die ersten vorbereitenden Arbeiten für den Neubau auf den Weg
gebracht. Bereits 2027 soll eine neue Infrastrukturtrasse entlang der A7 gebaut
werden. Über sie werden wichtige Ver- und Entsorgungsleitungen verlegt. Für
diese Maßnahme sowie den Bau einer Interimsstraße sind im Haushaltsplanentwurf
2027/2028 bereits 14 Millionen Euro vorgesehen.
Bis 2035 folgen weitere Infrastrukturmaßnahmen, darunter die Verlegung der
Paul-Ehrlich-Straße sowie Anpassungen der Verkehrs- und
Erschließungsinfrastruktur. Insgesamt sind hierfür rund 30 Millionen Euro
vorgesehen.
Nach Abschluss des parlamentarischen Verfahrens folgen die Genehmigungs- und
Ausführungsplanung sowie anschließend die Bauarbeiten. Die Inbetriebnahme der
neuen Asklepios Klinik Altona ist derzeit für das Jahr 2035 vorgesehen.
Der Krankenhausbetrieb wird während der gesamten Bauzeit ohne Einschränkungen
auf dem aktuell hohen Versorgungsniveau fortgeführt. Die Versorgung der
Patientinnen und Patienten sowie die Erreichbarkeit für den Rettungsdienst
bleiben jederzeit gewährleistet.
Weitere Informationen über den Neubau des Asklepios Klinikums Altona sind hier
zu finden: Asklepios Klinik Altona - Neubau AK Altona
(https://www.asklepios.com/altona/ueber-uns/neubau-ak-altona)
Rückfragen der Medien
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Wolfgang Arnhold, Pressesprecher
Telefon: 040/428 63 2889
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