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Berlin/Magdeburg (ots) - Die Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege
reagieren auf die Ergebnisse der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt mit einem klaren
Bekenntnis zu Menschenwürde, Solidarität und gesellschaftlichem Zusammenhalt.
Angesichts der Sorgen vieler Menschen und der Verunsicherung zahlreicher
sozialer Organisationen bekräftigen die Wohlfahrtsverbände ihre gemeinsame
Verantwortung für eine offene, demokratische und vielfältige Gesellschaft.
"Menschenwürde braucht Rückhalt. Deshalb stehen wir an der Seite aller Menschen,
die von Ausgrenzung, Anfeindungen oder Diskriminierung bedroht sind - unabhängig
von Wahlergebnissen, politischen Mehrheiten oder gesellschaftlichen Stimmungen.
Die Spitzenverbände der Freie Wohlfahrtspflege werden auch künftig entschieden
für Solidarität, Vielfalt und den Schutz individueller Freiheiten stehen und
gemeinsam für diese Werte eintreten.", erklärt Achim Meyer auf der Heyde,
Präsident der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) .
Die Freie Wohlfahrtspflege bekennt, dass Menschenwürde, Mitmenschlichkeit und
Respekt vor jedem einzelnen Menschen den Kern ihrer Werte darstellen und die
Grundlage ihrer Arbeit bilden. Diese Werte werden täglich von mehr als 5
Millionen ehrenamtlich Engagierten und hauptamtlich Mitarbeitenden in ganz
Deutschland getragen.
Kein Platz für Ideologien der Ungleichwertigkeit
Ideologien der Ungleichwertigkeit haben in der Arbeit der Wohlfahrt keinen
Platz. Sie stehen im Widerspruch zu einer Gesellschaft, die Teilhabe ermöglicht,
Vielfalt anerkennt und niemanden zurücklässt. Die Wohlfahrtsverbände wenden sich
entschieden gegen jede Form von Diskriminierung und treten für den Schutz
derjenigen ein, die Unterstützung benötigen.
Wohlfahrt an der Seite der Menschen
Allein in Sachsen-Anhalt erreicht die Freie Wohlfahrtspflege mit mehr als 3.600
sozialen Diensten und Einrichtungen Menschen in nahezu allen Bereichen der
sozialen Daseinsvorsorge, darunter Kitas, Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser,
Beratungsstellen, Einrichtungen der Behindertenhilfe, Jugendhilfeträger sowie
Angebote für Menschen in besonderen sozialen Notlagen. Menschen mit
Migrationserfahrung, queere Menschen und Menschen mit Behinderung erleben
verstärkt Angriffe und Herabwürdigungen, die auch diejenigen verunsichert und
betrifft, die sich beruflich oder ehrenamtlich für die Teilhaberechte dieser
Gruppen einsetzen.
Für Zusammenhalt und Solidarität
Die Freie Wohlfahrtspflege stellt sich diesen Entwicklungen gemeinsam entgegen.
Ihre Verbände haben sich auf gegenseitige Solidarität und enge Zusammenarbeit
verständigt. Versuche, soziale Organisationen oder Wohlfahrtsverbände
gegeneinander auszuspielen und zu spalten, werden sie klar benennen und
zurückweisen.
Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Spannungen sind Zusammenhalt, gegenseitige
Unterstützung und der Schutz demokratischer Werte unverzichtbar. Die Freie
Wohlfahrtspflege wird auch weiterhin ihren Beitrag dazu leisten, dass Vielfalt,
Respekt und soziale Gerechtigkeit in Sachsen-Anhalt und darüber hinaus gestärkt
werden. Es dient vulnerablen Menschen, wenn soziale Dienstleistungen von freien
Trägern subsidiär erbracht und von ihnen Lösungen gefunden werden, die lebensnah
und kreativ sind und die die Würde jedes Einzelnen unmittelbar respektieren.
Über die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege:
Die BAGFW ist die gemeinsame Stimme der sechs Spitzenverbände der Freien
Wohlfahrtspflege in Deutschland. Es sind der Arbeiterwohlfahrt Bundesverband,
der Deutsche Caritasverband, Der Paritätische - Gesamtverband, das Deutsche Rote
Kreuz, die Diakonie Deutschland und die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in
Deutschland.
Pressekontakt:
Katrin Goßens
030 24089-121
mailto:presse@bag-wohlfahrt.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/65567/6348542
OTS: BAGFW e.V.
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