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Berlin (ots) - Die Europäische Kommission hat heute mit dem EU-Public
Procurement Act (PPA) einen umfassenden Vorschlag zur Weiterentwicklung und
Modernisierung des europäischen Vergaberechts vorgelegt. Dazu das Statement von
BPI-Hauptgeschäftsführer Dr. Kai Joachimsen:
"Die EU-Kommission muss Versorgungssicherheit zur verbindlichen Leitlinie der
Arzneimittelbeschaffung machen. Das Ziel lautet: Versorgungssouveränität - durch
starke Produktionskapazitäten in Europa und diversifizierte, belastbare
Lieferketten. Die Zeit drängt!
Entscheidend ist, dass nicht allein der niedrigste Preis zählt. Verlässliche
Lieferfähigkeit, nachhaltige Produktion und Investitionen in Europa müssen sich
bei der Vergabe auszahlen. Für versorgungskritische Arzneimittel brauchen wir
grundsätzlich mehrere Lieferanten, soweit die Marktlage dies ermöglicht.
Zusätzliche Lagerbestände und Produktionsreserven müssen angemessen vergütet
werden.
Die Vorgaben müssen zugleich praktikabel bleiben - gerade für kleine und
mittlere Unternehmen. Arbeitsteilige Produktionsmodelle dürfen nicht durch
pauschale Eigenleistungsvorgaben behindert werden.
Zum entschlossenen Handeln gehört auch, dass die Kommission PPA und Critical
Medicines Act (CMA) eng aufeinander abstimmt, damit sie sich gegenseitig
verstärken. Wir brauchen einen kohärenten europäischen Vergaberahmen mit
einheitlichen, eindeutigen und einfachen Vorgaben, um Versorgungssicherheit zu
gewährleisten. Was wir nicht brauchen, sind doppelte Nachweise, widersprüchliche
Anforderungen oder sonstige Rechtsunsicherheiten."
Pressekontakt:
Hermann Hofmann, Tel. +49 0176 12790936, mailto:presse@bpi.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/21085/6348989
OTS: BPI Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie
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