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Berlin (ots) - Eine aktuelle Rover-Umfrage zeigt: 45 Prozent der
Hundehalter:innen in Deutschland geben an, dass die tatsächlichen Kosten ihres
Hundes höher ausgefallen sind als ursprünglich erwartet. Besonders der Start ins
Hundeleben schlägt oft stärker zu Buche als gedacht: Bei über der Hälfte der
Befragten (52 Prozent) lagen die gesamten Anschaffungs- und Startkosten bei 500
Euro oder mehr. Trotz steigender Kosten bleibt die Verbundenheit zum Hund groß:
35 Prozent würden bei den Ausgaben für ihren Hund grundsätzlich nicht sparen,
viele würden stattdessen eher bei den eigenen Luxusausgaben kürzen.
Ein Welpe zieht ein und die Vorfreude ist groß. Doch was kostet ein Hund
eigentlich konkret, Monat für Monat und vom ersten Tag an? Wie weit sind
Halter:innen bereit zu gehen, damit es ihrem Hund an nichts fehlt? Das zeigt
eine aktuelle Umfrage von Rover (https://www.rover.com/de/) , dem weltweit
größten Online-Marktplatz für individuelle Tierbetreuung. Die Umfrage wurde im
August vom Marktforschungsunternehmen Pollfish unter 1.000 Hundehalter:innen in
Deutschland durchgeführt. Das Ergebnis zeichnet ein detailliertes Bild: von den
Startkosten über den monatlichen Grundbedarf bis zu spürbaren Unterschieden
zwischen den Hunderassen.
Der Hund zuerst: Halter:innen sparen lieber bei sich selbst
Die Umfrage zeigt, wie fest der Hund als Familienmitglied verankert ist, auch
wenn das Budget knapper wird. Bemerkenswert: Fast jede:r dritte Hundehalter:in
gibt an, grundsätzlich nirgendwo bei den Ausgaben für ihren Hund zu sparen,
unabhängig vom finanziellen Druck. Wo gespart werden muss, greifen viele lieber
bei sich selbst zuerst: 83 Prozent reduzieren bereits eigene "Luxusausgaben" wie
Restaurantbesuche oder Urlaub zugunsten ihres Hundes oder wären dazu bereit.
Auch bei den Prioritäten zeigt sich diese Haltung deutlich: 84 Prozent würden
beim Futter nicht sparen, 76 Prozent nicht bei Tierarztkosten. Wird gespart,
dann eher an anderer Stelle: bei Zubehör und Spielzeug (38 Prozent), bei
Betreuung (22 Prozent) oder bei Training beziehungsweise Hundeschule (22
Prozent). Diese Bereiche stehen für viele Halter:innen zur Disposition, bevor es
an das geht, was für die Gesundheit und das Wohlbefinden ihres Hundes zentral
ist.
Der teure Start: Diese Kosten fallen zu Beginn an
Dennoch zeigt die Umfrage: Der Einstieg in die Hundehaltung kann mit spürbaren
finanziellen Überraschungen verbunden sein, und die beginnen oft früh. Rund
jede:r Zweite (52 Prozent) gibt an, insgesamt 500 Euro oder mehr für die
Anschaffung investiert zu haben, knapp 15 Prozent sogar 2.000 Euro oder mehr.*
Welche Posten dabei am häufigsten ins Gewicht fallen:
- 78 Prozent nennen die Anschaffung selbst, also Kaufpreis oder Schutzgebühr
- 72 Prozent die Erstausstattung wie Bett, Leine oder Näpfe
- 65 Prozent die ersten tierärztlichen Untersuchungen
- 53 Prozent die Versicherung - ein Posten, der bei der reinen
Anschaffungsplanung häufig übersehen wird
- 30 Prozent die Kastration oder Sterilisation
- 30 Prozent Transport oder Abholung des Hundes
Nur 4 Prozent geben an, dass kaum oder keine größeren Einmalkosten angefallen
sind. Für die überwiegende Mehrheit ist der Start also mit spürbaren
Investitionen verbunden.
Der monatliche Grundbedarf: Wo das Geld tatsächlich hingeht
Bei der Frage nach den geschätzten monatlichen Gesamtkosten verteilen sich die
Antworten breit: 36 Prozent geben 50 bis unter 100 Euro an, 26 Prozent 100 bis
unter 150 Euro, 18 Prozent 150 bis unter 200 Euro. Innerhalb dieses Budgets sind
es vor allem drei Bereiche, die den Alltag prägen:
- Futter und Leckerlis: Am häufigsten genannt wird ein Betrag von 40 bis unter
60 Euro pro Monat (30 Prozent)
- Versicherung und Hundesteuer: Die meisten Befragten (29 Prozent) zahlen
hierfür 10 bis unter 20 Euro monatlich
- Betreuung: Für 73 Prozent der Befragten fällt hierfür monatlich nichts an
Bei Hundeschulen, Training oder Verhaltenskursen geben zudem 72 Prozent an,
dafür gar nichts auszugeben. Ein Hinweis darauf, dass strukturiertes Training
offenbar nicht bei allen Hundehalter:innen zum Standardprogramm gehört.
Die Rasse macht einen Unterschied: Von Chihuahua bis Französische Bulldogge
Wie viel ein Hund kostet, hängt der Umfrage zufolge auch von der Rasse ab. Unter
den sechs am häufigsten genannten Rassen zeigen sich bei den geschätzten
monatlichen Gesamtkosten spürbare Unterschiede:
- Chihuahua: rund 122 Euro pro Monat
- Mischling: rund 126 Euro pro Monat
- Deutscher Schäferhund: rund 155 Euro pro Monat
- Labrador Retriever: rund 163 Euro pro Monat
- Golden Retriever: rund 167 Euro pro Monat
- Französische Bulldogge: rund 176 Euro pro Monat
Halter:innen von Französischen Bulldoggen kalkulieren damit im Schnitt rund 54
Euro mehr pro Monat ein als Chihuahua-Halter:innen - ein Unterschied von rund 44
Prozent.** Auch bei den jährlichen Tierarztkosten und den teuersten ungeplanten
Ausgaben liegt die Französische Bulldogge unter den betrachteten Rassen am
höchsten: Im Schnitt geben ihre Halter:innen rund 582 Euro pro Jahr für den
Tierarzt an, bei der teuersten ungeplanten Ausgabe der vergangenen zwölf Monate
sind es im Schnitt rund 636 Euro.
Zum Vergleich: Bei Chihuahua-Halter:innen liegen diese Werte bei rund 352 Euro
beziehungsweise 395 Euro.
Gesundheit bleibt die größte Unsicherheit
Neben den planbaren Ausgaben bleibt der Hund auch ein Kostenfaktor mit
Überraschungspotenzial. Bei 26 Prozent der Befragten lag die teuerste ungeplante
Ausgabe der vergangenen zwölf Monate bei 1.000 Euro oder mehr. Die häufigste
Ursache dafür ist Krankheit (41 Prozent), gefolgt von Medikamenten (31 Prozent)
und Unfällen (24 Prozent).
Anders sieht es bei Futter und Tierarztkosten aus. Diese Bereiche gelten für die
meisten als nicht verhandelbar: 83,8 Prozent würden beim Futter nicht sparen und
76,4 Prozent nicht bei Tierarztkosten.
Über die Umfrage
Grundlage der Auswertung ist die im August 2026 von Rover bei dem Anbieter
Pollfish in Auftrag gegebene repräsentative Umfrage unter 1.000
Haustierhalter:innen in Deutschland zum Thema Kosten der Hundehaltung, darunter
laufende, einmalige und ungeplante Ausgaben, Sparverhalten sowie Unterschiede
zwischen einzelnen Hunderassen.
*Wo Anteilswerte auf Basis von Antwortbändern (z. B. "500 bis unter 1.000 Euro")
zusammengefasst wurden, handelt es sich um redaktionelle Summenbildungen aus
mehreren Antwortkategorien, nicht um direkt erhobene Einzelwerte.
**Die genannten Rassenwerte sind rechnerische Näherungswerte auf Basis der
Antwortband-Mitten und beziehen sich ausschließlich auf die sechs in der Umfrage
am häufigsten genannten Rassen (jeweils mindestens 50 Nennungen).
Pressekontakt:
mailto:rover@piabo.net
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/139189/6348990
OTS: Rover
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