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Köln (ots) - Auf Offshore-Windkraftanlagen müssen Arbeitseinsätze besonders
sorgfältig geplant werden: Wetter, Wellen, Logistik und die Entfernung zum
Festland lassen keinen Raum für Fehler und Improvisation. Was Unternehmen auf
hoher See für den Arbeitsschutz tun, kann auch an Land als Vorbild dienen,
erklärt die Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG
ETEM).
Einfach loslegen - das funktioniert auf Offshore-Windenergieanlagen nicht. Vor
jedem Einsatz müssen Wetter und Arbeitsbedingungen ebenso geprüft werden wie
Ausrüstung, persönliche Schutzausrüstung und Erste-Hilfe-Material. Während der
Arbeit wird die Gefährdungsbeurteilung an die tatsächlichen Bedingungen
angepasst. Fehlt geeignetes Werkzeug oder verändert sich die Situation, wird die
Arbeit gegebenenfalls verschoben oder eine andere Aufgabe übernommen.
Wie Arbeitsschutz unter diesen Bedingungen funktioniert und was Unternehmen
davon lernen können, zeigt die neue Folge von "Ganz sicher", dem Podcast der BG
ETEM für Menschen mit Verantwortung. Zu Gast ist Andreas Wessels, Fachkraft für
Arbeitssicherheit bei Siemens Gamesa.
Sicherheit beginnt vor dem Einsatz
Auf den Windkraftanlagen beginnt der Arbeitstag mit einem Sicherheitscheck und
einem sogenannten Toolbox Talk. Die Teams besprechen Wetter, geplante
Tätigkeiten und mögliche besondere Situationen. Auch die Rettung ist Teil der
Vorbereitung: Weil schnelle Hilfe vom Festland nicht selbstverständlich ist,
gehören eigene Rettungskonzepte, erweiterte Erste-Hilfe-Kompetenzen und
regelmäßige Übungen zum Sicherheitskonzept.
Das Grundprinzip lässt sich auf andere Arbeitsplätze übertragen: Risiken vor
Beginn der Arbeit prüfen, Veränderungen berücksichtigen und Notfallmaßnahmen
regelmäßig trainieren.
Beschäftigte müssen Risiken ansprechen können
Arbeitsschutz funktioniert nicht allein über Regeln und Unterweisungen. Gerade
wenn Teams eigenständig arbeiten, müssen Beschäftigte Risiken erkennen,
ansprechen und eine Arbeit gegebenenfalls stoppen können.
Bei Siemens Gamesa setzt die Sicherheitskampagne "Just Safe" deshalb auf
Beteiligung und eine offene Fehlerkultur. Bedenken und Kritik sollen nicht als
persönlicher Vorwurf verstanden werden, sondern als Chance, Gefährdungen und
Wissenslücken frühzeitig zu erkennen und daraus zu lernen.
Vier Impulse für Unternehmen
Bestimmte Prinzipien aus dem Offshore-Arbeitsschutz sind für alle Betriebe
relevant.
- Vorbereiten: Risiken, Arbeitsmittel und Bedingungen vor Arbeitsbeginn prüfen.
- Nicht improvisieren: Fehlt etwas für eine sichere Ausführung, Arbeit
unterbrechen oder Alternative suchen
- Widerspruch ermöglichen: Beschäftigte ausdrücklich ermutigen, Bedenken
anzusprechen und unsichere Arbeiten zu stoppen.
- Aus Fehlern lernen: Ursachen und Abläufe analysieren, statt allein nach
Verantwortlichen zu suchen
Podcast mit Praxistipps
Mehr Einblicke in die Offshore-Praxis gibt Andreas Wessels in der neuen Folge
von "Ganz sicher". Im Gespräch mit Moderatorin Katrin Degenhardt geht es um
Arbeitsplanung, Rettung, Sicherheitskultur und die Frage, was andere Branchen
aus der Offshore-Arbeit übernehmen können.
Der Podcast ist auf der Webseite der BG ETEM unter der Adresse
www.bgetem.de/ganzsicher
(https://www.bgetem.de/presse-aktuelles/themen-und-geschichten/podcasts) zu
finden. Ebenso bei Spotify, YouTube Music, Deezer, RTL+, Pocket Casts sowie
Apple Podcasts. Zur Folge "Offshore-Arbeitssicherheit auf hoher See" geht es
hier (https://www.bgetem.de/presse-aktuelles/themen-und-geschichten/podcasts/fol
ge-56-offshore-arbeitssicherheit-auf-hoher-see) .
Hintergrund BG ETEM
Die BG ETEM ist die gesetzliche Unfallversicherung für rund vier Millionen
Beschäftigte in gut 200.000 Mitgliedsbetrieben. Sie kümmert sich um
Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in den Mitgliedsbetrieben sowie um
Rehabilitation und Entschädigung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten. Für
ihre Mitgliedsunternehmen übernimmt die BG ETEM die Haftung für die
gesundheitlichen Folgen von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten gegenüber den
Beschäftigten und stellt diese auch untereinander von der Haftung frei.
Pressekontakt:
Christian Sprotte
Pressesprecher
Telefon: +49 221 3778-5521 (Zentrale: - 0)
Telefax: +49 221 3778-25521
Mobil: +49 175 260 73 90
E-Mail: mailto:sprotte.christian@bgetem.de
Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse
Hauptverwaltung
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Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/18978/6349559
OTS: BG ETEM - Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Mediene
rzeugnisse
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