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ARD-Vorwahlumfrage Mecklenburg-Vorpommern: AfD fünf Punkte vor der SPD
Am 20. September ist in Mecklenburg-Vorpommern Landtagswahl. Wenn bereits am
kommenden Sonntag gewählt werden würde, käme die SPD aktuell auf 33 Prozent (+1
im Vgl. zur Vorwoche, Ergebnis 2021: 39,6). Die AfD käme auf 38 Prozent (+3) und
darf damit auf deutliche Zugewinne hoffen (Ergebnis 2021: 16,7). Die CDU könnte
mit 7 Prozent rechnen (-1, Ergebnis 2021: 13,3), die Linke mit 9 Prozent (-2,
Ergebnis 2021: 9,9) und die Grünen mit 5 Prozent (+/-0, Ergebnis 2021: 6,3). Das
BSW, das erstmals an einer Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern antritt, käme
unverändert zur Vorwoche auf 4 Prozent und läge damit knapp unterhalb der
Mandatsschwelle. Alle übrigen Parteien kämen zusammen auf 4 Prozent, darunter
auch die FDP (Ergebnis 2021: 5,8). Das hat die repräsentative ARD-Vorwahlumfrage
ergeben, für die das Meinungsforschungsinstitut infratest dimap von Montag bis
Mittwoch dieser Woche 1.556 Wahlberechtigte in Mecklenburg-Vorpommern befragt
hat.
Bei dieser Umfrage handelt es sich ausdrücklich um keine Prognose, sondern um
die politische Stimmung in der laufenden Woche. Die Sonntagsfrage misst aktuelle
Wahlneigungen und nicht das tatsächliche Wahlverhalten. Sie ermittelt einen
Zwischenstand im Meinungsbildungsprozess der Wahlbevölkerung, der erst am
Wahlsonntag abgeschlossen ist. Rückschlüsse auf den Wahlausgang sind damit nur
bedingt möglich. Viele Wählerinnen und Wähler legen sich erst kurzfristig fest.
Eine große Bedeutung hat zudem die letzte Phase des Wahlkampfs mit der gezielten
Ansprache von unentschlossenen und taktischen Wählern.
Jeder zehnte Wahlberechtigte in Mecklenburg-Vorpommern (10 Prozent) gibt an,
dass sich seine Parteipräferenz bis zum Wahltag noch ändern könnte. Für drei
Viertel der Wahlberechtigten (74 Prozent) steht die Wahlentscheidung nach
eigener Aussage fest. Jeder Sechste (16 Prozent) tendiert zur Nichtwahl bzw.
lässt bislang keine Neigung zu einer Partei erkennen.
Wenn man die Ministerpräsidentin oder den Ministerpräsidenten in
Mecklenburg-Vorpommern direkt wählen könnte, würden sich im Duell der
Spitzenkandidaten von SPD und AfD sechs von zehn Wahlberechtigten (59 Prozent)
für die amtierende Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) entscheiden (-1 im
Vgl. zur Vorwoche) und 28 Prozent für den Herausforderer Leif-Erik Holm von der
AfD (+3). 13 Prozent antworten mit "weiß nicht" oder machen keine Angabe (-2).
Eine Mehrheit der Befragten (58 Prozent) ist mit der Arbeit von
Ministerpräsidentin Manuela Schwesig sehr zufrieden bzw. zufrieden; 36 Prozent
sind mit ihr weniger bzw. gar nicht zufrieden. AfD-Spitzenkandidat Leif-Erik
Holm kommt auf 27 Prozent Zufriedenheit und 37 Prozent Unzufriedenheit. Mit der
Arbeit der stellvertretenden Ministerpräsidentin und Bildungsministerin Simone
Oldenburg (Linke) sind ebenfalls 27 Prozent zufrieden und 36 Prozent
unzufrieden. Daniel Peters (CDU) kommt auf 13 Prozent Zufriedenheit und 28
Prozent Unzufriedenheit mit seiner Arbeit. Mit Claudia Müller von den Grünen
sind 10 Prozent zufrieden und 20 Prozent unzufrieden. Sowohl für Peters als auch
für Müller gilt, dass eine Mehrheit ihn bzw. sie nach eigener Aussage nicht
kennt bzw. sich kein Urteil zutraut.
Auch in der Frage, welche Partei die nächste Landesregierung anführen sollte,
liegt die SPD vorn: Eine Mehrheit von 55 Prozent würde sich für die
Sozialdemokraten entscheiden (-1 im Vgl. zur Vorwoche), jeder Dritte (32
Prozent) für die AfD (+1). 13 Prozent antworten mit "weiß nicht" oder machen
keine Angabe. Dabei sprechen sich Mehrheiten der Anhänger von Grünen (94
Prozent), Linke (92 Prozent) und CDU (75 Prozent) jeweils für eine SPD-geführte
Landesregierung aus.
Befragungsdaten
- Grundgesamtheit: Wahlberechtigte Bevölkerung in Mecklenburg-Vorpommern
- Fallzahl: 1.556 Befragte
- Erhebungszeitraum: 07.09.2026 bis 09.09.2026
- Erhebungsverfahren: Zufallsbasierte Telefon- und Online-Befragung
- Schwankungsbreite: 2* bis 3** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 10% ** bei einem Anteilswert von 50%
Die Fragen im Wortlaut:
- Welche Partei würden Sie wählen, wenn am kommenden Sonntag in
Mecklenburg-Vorpommern Landtagswahl wäre?
- Wenn es nach Ihnen ginge: Welche Partei sollte die nächste Landesregierung in
Mecklenburg-Vorpommern führen?
1. Die SPD
2. Die AfD
- Jetzt geht es darum, wie zufrieden Sie mit einigen Politikerinnen und
Politikern sind. Sind Sie mit der politischen Arbeit von ... sehr zufrieden,
zufrieden, weniger zufrieden oder gar nicht zufrieden oder kennen Sie ihn bzw.
sie nicht?
- Manuela Schwesig (SPD)
- Simone Oldenburg (Linke)
- Leif-Erik Holm (AfD)
- Daniel Peters (CDU)
- Claudia Müller (Grüne)
- Wenn man die Ministerpräsidentin oder den Ministerpräsidenten in
Mecklenburg-Vorpommern direkt wählen könnte, für wen würden Sie sich
entscheiden?
- Manuela Schwesig (SPD)
- Leif-Erik Holm (AfD)
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OTS: ARD Das Erste
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