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Bremen (ots) - Hardtekk steht für Gemeinschaft, harte Bässe und ausverkaufte
Festivals. Doch zwischen Stroboskoplicht und 200 BPM tauchen immer wieder
rechtsextreme Codes und menschenfeindliche Botschaften auf. Für die neue
Y-Kollektiv-Reportage recherchieren Henrike Müller-Mahn und Patrick Wagner
undercover auf Partys und Festivals, verfolgen digitale Spuren auf TikTok und
konfrontieren umstrittene Akteure. Ihre Frage: Wird eine Jugendkultur zum
Einfallstor für Rechtsextremismus?
"Y-Kollektiv: Hardtekk und Hitlergrüße: Wie Rechtsextreme eine Techno-Szene
unterwandern" ist ab 14. September in der ARD Mediathek
(https://www.ardmediathek.de/y-kollektiv) verfügbar.
"Y-Kollektiv: Hardtekk und Hitlergrüße"
Hardtekk-Partys ziehen tausende junge Menschen an, Songs werden millionenfach
gestreamt, Festivals füllen Hallen an Orten, wo sonst wenig los ist. Doch
zwischen Stroboskoplicht und 200 Beats pro Minute lassen sich immer wieder
rechtsextreme Codes und menschenfeindliche Botschaften finden. Songs mit
doppeldeutigen Texten werden in rechtsextremen TikTok-Videos und Playlists
verbreitet und gefeiert. Einzelne Artists provozieren mit Nazi-Symbolik,
Veranstalter stehen wegen ihrer Verbindungen in die rechtsextreme Szene in der
Kritik und trotzdem sind ihre Partys oft ausverkauft.
Henrike Müller-Mahn und Patrick Wagner fragen in ihrer Y-Kollektiv-Reportage:
Wie wird eine Jugendkultur zum Einfallstor für Rechtsextremismus? Und
interessiert es die Menschen auf den Tanzflächen überhaupt, was politisch
zwischen den Beats passiert?
Für ihre Recherche besuchen sie Hardtekk-Partys und Festivals und sprechen mit
Fans, die sich selbst als unpolitisch verstehen. Ihre Recherchen führen sie von
den Tanzflächen bis in soziale Netzwerke und undercover auf eine Party, bei der
offen rechtsextreme DJs auflegen. Sie fragen Partygäste, ob ihnen die
politischen Hintergründe der Artists bekannt sind und welche Rolle diese beim
Feiern spielen. Außerdem treffen sie den Artist Schillah, dessen Musik aufgrund
seiner Texte auch in rechtsextremen Kreisen gefeiert wird, der sich selbst
jedoch als unpolitisch beschreibt.
Eine Aussteigerin erzählt, wie sie über die Szene in rechtsextreme Strukturen
geraten ist und warum sie ihr schließlich den Rücken gekehrt hat. Gleichzeitig
finden Henrike Müller-Mahn und Patrick Wagner Menschen, die sich dieser
Entwicklung entgegenstellen: Der DJ Fabitekk engagiert sich öffentlich gegen
rechte Einflüsse in der Hardtekk-Szene und berichtet von den Anfeindungen, die
ihm dafür entgegenschlagen. Auch Clubbetreiber und Veranstalter erzählen, wie
sie mit Aufklärung, Awareness-Arbeit und klaren Regeln gegen rechte Tendenzen
vorgehen und welche Konsequenzen das für sie hat.
Die Y-Kollektiv-Reportage fragt: Wie weit reicht der Einfluss rechter Netzwerke
in die Hardtekk-Szene? Wo verläuft die Grenze zwischen Provokation und
politischer Ideologie? Und wer stellt sich der Vereinnahmung einer Jugendkultur
entgegen, die für viele vor allem Freiheit, Gemeinschaft und Eskapismus
bedeutet?
"Y-Kollektiv: Hardtekk und Hitlergrüße" (Autoren: Henrike Müller-Mahns und
Patrick Wagner) ist eine Labo M GmbH Produktion im Auftrag von Radio Bremen
(Redaktion: Nino Seidel) und Mitteldeutscher Rundfunk (Redaktion: Christine
Färber) für die ARD-Mediathek 2026.
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