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Berlin/Bonn (ots) - Die staatlich vorgegebenen Füllmenge der Gasspeicher in
Deutschland von 80 Prozent ist nach Einschätzung des Präsidenten der
Bundesnetzagentur, Klaus Müller, vor dem Winter wohl nicht mehr zu erreichen.
Müller erklärte bei phoenix: "Inzwischen sind sich alle Expertinnen und Experten
einig, diese 80 Prozent sind schon technisch fast nicht mehr zu schaffen und
auch nicht realistisch." Derzeit seien die Gasspeicher zu 56 Prozent gefüllt.
Dies sei laut Müller bereits mehr, als man im gesamten letzten Winter entnommen
habe. Doch er wies darauf hin: "Wir haben jetzt Mitte September. Das heißt, die
Speicher können und sollten auch noch weiter gefüllt werden." Auch wenn die
Preise hoch seien, Händler müssten den September und Oktober demnach nutzen, "um
noch ein gewisses Maß mehr einzuspeichern und vorzusorgen." Die Speicher seien
jedoch nicht allein wichtig für die Gasversorgung. "Wir haben mit vier
Flüssiggasterminals eigene Kapazitäten geschaffen. Wir können aus Norwegen, aus
Belgien, Holland, Frankreich Gas beziehen", so Müller.
Zudem begrüße er den Aufbau einer staatlichen Gasreserve. Es wäre gut, wenn das
Gesetz nun zügig beraten und beschlossen werde, sagte der Präsident der
Bundesnetzagentur.
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