Seite zu Favoriten hinzufügen / Link zu ihrer Webseite einrichten 

Deutschland

Top-News



MDR trifft: 14. Treffen mit Behindertenverbänden - Digitale Barrierefreiheit stärkt die ARD Mediathek und fördert Teilhabe (FOTO)

16.09.2026 17:50 Uhr MDR Mitteldeutscher Rundfunk

Leipzig (ots) - Menschen mit Hör-, Seh- oder kognitiven Einschränkungen können die MDR-Angebote heute im Digitalen so umfassend nutzen wie nie zuvor. Beim 14. Jahrestreffen des MDR mit den mitteldeutschen Behindertenverbänden und wissenschaftlichen Einrichtungen, am 16. September in Leipzig, stellte der MDR die aktuellen Ergebnisse seines Aktionsplans für barrierefreie Angebote vor. Demnach ist bereits Mitte 2026 das Ziel der "Digitalen Barrierefreiheit" weitestgehend erfüllt. In der ARD Mediathek stehen heute sämtliche barrierefreien Fassungen aus der linearen Verbreitung mit Untertiteln, Audiodeskription oder Gebärdensprache zur Verfügung. Erstmals hat der MDR zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ein KI-gestütztes Projekt zur Übersetzung von Online-Inhalten in Leichte Sprache umgesetzt.

MDR-Intendant Ralf Ludwig: "Der direkte und vertrauensvolle Austausch mit Behindertenverbänden und wissenschaftlichen Einrichtungen, den wir heute bereits zum 14. Mal in Leipzig führen, ist ein unverzichtbarer Kompass für künftige Weiterentwicklungen unserer Angebote. Denn Barrierefreiheit ist für den MDR kein Zusatz, sondern elementarer Teil unseres öffentlichen Auftrags. Wir sind für alle da, und demzufolge müssen auch unsere vielfältigen Angebote für alle so leicht wie möglich zugänglich sein. Ich freue mich, dass uns das heute schon im Alltag fast komplett gelingt und wir zudem auch bei programmlichen Höhepunkten wie etwa den Olympischen Winterspielen 2026 und den Winter-Paralympics 2026 für ARD und ZDF als MDR hier vorangehen."

Ines Hoge-Lorenz, Redaktionsleiterin Barrierefreiheit im MDR: "Barrierefreiheit entsteht nicht am Schreibtisch, sondern im engen Dialog mit den Menschen, die unsere Angebote nutzen und für die wir unsere Angebote entwickeln. Deshalb setzen wir konsequent auf die Zusammenarbeit mit den Expertinnen und Experten aus den mitteldeutschen Verbänden. Gleichzeitig helfen uns technologische Innovationen und KI-Anwendungen dabei, barrierefreie Zugänge schneller, effizienter und in noch größerem Umfang bereitzustellen."

Kontinuierlicher Ausbau der barrierefreien Angebote

Die Entwicklung der vergangenen Jahre zeigt einen kontinuierlichen Ausbau der barrierefreien Programmangebote. Während 2022 bereits 93,6 Prozent des MDR-Fernsehprogramms untertitelt waren, liegt der Wert im ersten Halbjahr 2026 bei 99,4 Prozent. Parallel dazu wurde das Angebot mit Audiodeskription deutlich ausgebaut. Der Anteil stieg von 17,6 Prozent im Jahr 2022 auf rund 30 Prozent im Jahr 2026.Auch die Angebote in Deutscher Gebärdensprache (DGS) wachsen kontinuierlich. Im Jahr 2025 veröffentlichte der MDR mehr als 45.400 Sendeminuten mit Gebärdensprache über HbbTV und den MDR- Livestream. Im ersten Halbjahr 2026 wurden bereits mehr als 25.100 Minuten in Gebärdensprache produziert.In der ARD Mediathek stehen heute sämtliche barrierefreien Fassungen aus der linearen Verbreitung, soweit rechtlich möglich, auch mit Untertiteln, Audiodeskription oder Gebärdensprache zur Verfügung.

Neue Angebote für mehr Teilhabe

Zu den wichtigsten Entwicklungen des vergangenen Jahres zählt die Ausweitung der Angebote in Deutscher Gebärdensprache. Neben Nachrichtensendungen wie "MDR aktuell" werden inzwischen auch zahlreiche Dokumentationen, Märchenproduktionen und Serviceformate barrierefrei angeboten. Neu hinzu kommt die beliebte ARD-Serie "In aller Freundschaft", die schrittweise mit Gebärdensprache ausgestattet wird.

Seit Januar 2026 stellt der MDR außerdem die erfolgreiche Zoo-Doku "Elefant, Tiger & Co." in der Mediathek mit Audiodeskription bereit. Für ARD und ZDF übernahm der MDR darüber hinaus die Live-Audiodeskription der Olympischen Winterspiele. Seit Juli 2026 werden außerdem Regionalliga-Fußballspiele regelmäßig mit Live-Audiodeskription begleitet.

Leichte Sprache und KI-Projekte

Zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2026 hat der MDR erstmals ein umfangreiches KI-gestütztes Projekt zur Übersetzung von Online-Inhalten in Leichte Sprache umgesetzt. Die Ergebnisse werden dabei kontinuierlich durch spezialisierte Übersetzungsbüros und Prüfgruppen kontrolliert. Die gewonnenen Erfahrungen werden in die Weiterentwicklung von Workflows, KI-Anwendungen und zukünftigen Wahl- und Nachrichtenprojekten einfließen. Etabliert hat der MDR seine zahlreichen Nachrichten in Leichter Sprache, mit denen Menschen mit kognitiven Einschränkungen, funktionale Analphabetinnen und Analphabeten sowie gehörlose Nutzerinnen und Nutzer über aktuelle Ereignisse in Mitteldeutschland informiert werden. Die Angebote werden über mdr.de, MDR Text, die App "MDR Audio - Das inklusive Hörangebot", als Podcast und zusätzlich über den WhatsApp-Kanal "MDR Leicht" verbreitet.

Dialog und Inklusion als Grundprinzip

Alle barrierefreien Angebote entwickelt der MDR gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus den Verbänden und wissenschaftlichen Einrichtungen. Zudem werden Menschen mit Sinnesbehinderungen oder kognitiven Einschränkungen regelmäßig in Entwicklungs- und Produktionsprozesse eingebunden. Ergänzend führt der MDR einen kontinuierlichen Austausch mit Behindertenverbänden, Forschungseinrichtungen und Behindertenbeauftragten in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Ausblick: Mehr Barrierefreiheit in der Mediathek

Im aktuellen Aktionsplan bis 2028 rückt der MDR insbesondere die Weiterentwicklung seiner digitalen Angebote in den Fokus. Ziel ist es, Inhalte des MDR in der ARD Mediathek künftig konsequent barrierefrei mit Untertiteln, Audiodeskription oder Gebärdensprache bereitzustellen.Zugleich wird der Einsatz maschinengestützter Technologien weiter ausgebaut.

Mitteldeutsches Treffen zu Inklusion und Barrierefreiheit

Das jährliche Treffen von MDR, Behindertenverbänden, Politik und wissenschaftlichen Einrichtungen fand 2026 bereits zum 14. Mal in Leipzig statt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht der kontinuierliche Dialog über Inklusion sowie die gemeinsame Entwicklung und Etablierung neuer programmbegleitender Technologien für Menschen mit Behinderungen.

Weitere Informationen zu den barrierefreien Angeboten des MDR finden Sie unter mdr.de/barrierefreiheit. (https://www.mdr.de/barrierefreiheit)

Pressekontakt:

MDR, Kommunikations- und Mediendesk, Tel.: (0341) 3 00 64 55, E-Mail: mailto:kommunikation-desk@mdr.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/7880/6353509 OTS: MDR Mitteldeutscher Rundfunk


Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - MDR Mitteldeutscher Rundfunk
Für den Inhalt übernehmen wir keine Verantwortung