Seite zu Favoriten hinzufügen / Link zu ihrer Webseite einrichten 

Deutschland

Top-News



Deutschlands Krankenkassen kämpfen gegen die Beitragsspirale - warum Gesundheit zum neuen Top-Benefit für Mitarbeiter wird (FOTO)

17.09.2026 13:48 Uhr GS Makler GmbH

Straubing (ots) - Deutschlands Krankenkassen stehen trotz Milliardenüberschuss weiter unter erheblichem Kostendruck: Die Leistungsausgaben stiegen im ersten Halbjahr 2026 um 7,4 Prozent, während höhere Beiträge vor allem dazu dienten, die Reserven wieder aufzufüllen. Für Arbeitgeber wird das gleich doppelt relevant, denn auch sie tragen die Krankenversicherungsbeiträge inklusive Zusatzbeitrag zur Hälfte.

"Ob Obstkorb oder Tankgutschein - viele klassische Benefits haben kaum noch echten Differenzierungswert. Gesundheitsleistungen bieten dagegen einen Mehrwert, den Beschäftigte im Alltag tatsächlich spüren", sagt Georg Soller, der knapp 2.000 Arbeitgeber mit über 40.000 versicherten Mitarbeitern betreut. Nachfolgend erfahren Sie, warum Gesundheitsleistungen für Unternehmen zunehmend interessanter werden, welche Möglichkeiten Arbeitgeber haben und wie sich Gesundheitsbenefits sinnvoll in eine langfristige Strategie zur Mitarbeiterbindung integrieren lassen.

Steigende Gesundheitskosten treffen auch Arbeitgeber

Höhere Krankenkassenbeiträge erhöhen unmittelbar die Lohnnebenkosten. Gleichzeitig können Unternehmen indirekt belastet werden, wenn Beschäftigte lange auf eine Diagnose oder Behandlung warten. Gerade bei Fachärzten sind Wartezeiten von mehreren Wochen keine Seltenheit. Verzögert sich dadurch die Behandlung, können auch krankheitsbedingte Fehlzeiten länger ausfallen. "Die DAK hat für 2024 einen Anstieg der Fehlzeiten von 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr dokumentiert. Ein Ausfalltag kostet Unternehmen zwischen 300 und 600 Euro in verlorener Produktivität", sagt Georg Soller.

Die Kostenentwicklung der gesetzlichen Krankenversicherung können Arbeitgeber kaum beeinflussen. Sie können jedoch zusätzliche Gesundheitsleistungen anbieten und damit den Zugang zur medizinischen Versorgung verbessern. Eine Möglichkeit ist die betriebliche Krankenversicherung (bKV). Dabei bleiben Beschäftigte gesetzlich versichert, erhalten über ihren Arbeitgeber aber zusätzliche Leistungen.

Je nach Tarif kann der Schutz Leistungen umfassen, die sonst häufig mit einer privaten Absicherung verbunden sind. Dazu zählen etwa schnellere Facharzttermine, Chefarztbehandlungen und Einbettzimmer im Krankenhaus sowie zusätzliche Leistungen für Zahnersatz oder Sehhilfen. Auch psychologische Beratungsangebote können eingeschlossen sein.

Schnellere Behandlung kann Fehlzeiten verkürzen

Für Beschäftigte zeigt sich der Wert eines solchen Benefits vor allem dann, wenn sie medizinische Hilfe benötigen. Statt mehrere Wochen auf einen Facharzttermin zu warten, können bestimmte Angebote einen schnelleren Zugang ermöglichen. Erkrankungen lassen sich dadurch möglicherweise früher diagnostizieren und behandeln.

Davon kann auch der Arbeitgeber profitieren. Ein krankheitsbedingter Ausfall verursacht nicht nur Kosten durch die Entgeltfortzahlung. Häufig müssen Kollegen Aufgaben übernehmen, Termine werden verschoben oder Projekte verzögern sich. Können Beschäftigte schneller behandelt werden und früher an ihren Arbeitsplatz zurückkehren, lassen sich solche Folgekosten reduzieren.

Hinzu kommt, dass betriebliche Gruppenverträge unter bestimmten Voraussetzungen ohne individuelle Gesundheitsprüfung angeboten werden können. Dadurch können auch Beschäftigte mit Vorerkrankungen Zugang zu zusätzlichen Leistungen erhalten. Ob der Schutz unmittelbar greift und bereits laufende Behandlungen umfasst, hängt allerdings vom jeweiligen Tarif ab.

Mehr Leistung für das eingesetzte Budget

Neben der medizinischen Versorgung spielt die steuerliche Gestaltung eine Rolle. Gesundheitsleistungen können unter den geltenden Voraussetzungen als Sachbezug steuer- und sozialversicherungsfrei gewährt werden. Für den Arbeitgeber stellen die entsprechenden Aufwendungen grundsätzlich Betriebsausgaben dar.

Damit kann ein Gesundheitsbenefit wirtschaftlich anders wirken als eine Gehaltserhöhung. Soll ein bestimmter Betrag zusätzlich netto beim Beschäftigten ankommen, muss das Unternehmen wegen Steuern und Sozialabgaben einen deutlich höheren Bruttobetrag aufbringen. Bei einem begünstigten Sachbezug kann dagegen ein größerer Anteil des eingesetzten Budgets unmittelbar als Leistung beim Mitarbeiter ankommen.

Allerdings sollte die Entscheidung nicht allein von steuerlichen Vorteilen abhängen. Entscheidend ist, ob die angebotenen Leistungen zur Belegschaft passen und einen erkennbaren Nutzen bieten.

Gesundheit wird zum Instrument der Mitarbeiterbindung

Viele klassische Benefits haben inzwischen an Differenzierungskraft verloren. Gutscheine, Jobrad oder kostenlose Getränke können weiterhin attraktiv sein, gehören in vielen Unternehmen aber längst zum Standard. Gesundheitsleistungen unterscheiden sich davon vor allem dadurch, dass ihr Nutzen in einer konkreten Belastungssituation sichtbar wird.

Wer kurzfristig einen Facharzt benötigt, Unterstützung bei psychischen Belastungen sucht oder vor einer kostspieligen Zahnbehandlung steht, nimmt einen zusätzlichen Versicherungsschutz unmittelbar wahr. Das kann die Bindung an den Arbeitgeber stärken. Zugleich lässt sich ein klar definierter Gesundheitsbenefit auch im Recruiting vermitteln, weil Bewerber den persönlichen Mehrwert leicht nachvollziehen können.

Damit dieser Effekt langfristig trägt, sollte die bKV allerdings nicht als isolierte Zusatzleistung betrachtet werden. Unternehmen sollten prüfen, welche Leistungen für ihre Belegschaft relevant sind und wie sich das Angebot in die bestehende Personalstrategie einfügt. Ebenso wichtig ist eine verständliche Kommunikation, denn Beschäftigte müssen wissen, welche Leistungen ihnen zur Verfügung stehen und wie sie diese nutzen können.

Gesundheitsbenefits lösen weder den Kostendruck der Krankenkassen noch den Fachkräftemangel. Sie ermöglichen Unternehmen jedoch, zumindest bei der Versorgung ihrer Beschäftigten selbst aktiv zu werden. Beschäftigte erhalten Zugang zu zusätzlichen medizinischen Leistungen, während Arbeitgeber ihre Position bei Mitarbeiterbindung und Recruiting stärken und zugleich die Folgen langer krankheitsbedingter Ausfälle begrenzen können. Damit wird Gesundheit zunehmend zu einem strategischen Bestandteil moderner Personalpolitik. Kein Mitarbeiter verlässt freiwillig einen Arbeitgeber, der ihm Privatpatientenstatus schenkt - weil dieser Status täglich wirkt, nicht nur ein Mal im Jahr beim Gehaltszettel.

Über Georg Soller:

Georg Soller ist Gründer und CEO der Georg Soller Unternehmensgruppe, die sich auf Unternehmensversicherungen, Beratung und Mitarbeiterbenefits spezialisiert hat. Sein Fokus liegt auf digitalen, transparenten und individuellen Absicherungskonzepten für Unternehmen. Mit strukturierten Lösungen und branchenspezifischen Modellen unterstützt er Firmen dabei, Risiken zu minimieren und Prozesse effizient zu steuern. Weitere Informationen unter: https://www.georgsoller.de/

Pressekontakt:

GS Makler GmbH Vertreten durch: Georg Soller E-Mail: mailto:info@georgsoller.de https://georgsoller.de/

Ruben Schäfer E-Mail: mailto:redaktion@dcfverlag.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/182541/6353946 OTS: GS Makler GmbH


Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - GS Makler GmbH
Für den Inhalt übernehmen wir keine Verantwortung