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Düsseldorf (ots) - Die Sicherheit der Software in Geräten, Maschinen und Anlagen
lässt sich am besten durch die Kombination aus deterministischer Analyse,
Künstlicher Intelligenz und Automatisierung gewährleisten.
Künstliche Intelligenz ist in der Cybersicherheit Fluch und Segen zugleich.
Einerseits können Angreifer damit schneller als jemals zuvor Schwachstellen
aufdecken, andererseits lässt sich KI auch hervorragend einsetzen, um verborgene
Sicherheitslücken aufzuspüren und zu beheben. Bei Firmware, also der
Steuerungssoftware für Geräte, Maschinen und Anlagen, ist die Situation
besonders kritisch, meint der Düsseldorfer Cybersicherheitsspezialist ONEKEY
(http://www.onekey.com/) .
Die Experten nennen dafür vor allem zwei Gründe. Erstens greifen bei
Steuerungsprogrammen häufig Hunderte oder gar Tausende von Softwarekomponenten
ineinander; die genaue Herkunft und der Sicherheitsstand sind häufig nicht in
vollem Umfang bekannt. Zweitens können die Auswirkungen einer Cyberattacke
besonders heftig sein, weil die Geräte, Maschinen und Anlagen in der physischen
und nicht nur in der digitalen Welt operieren.
"Large Language Models wie etwa Mythos haben deutlich gemacht, wie schnell und
umfassend KI Schwachstellen finden und ausnutzen kann", sagt ONEKEY-CEO Jan
Wendenburg. Er gibt ein Beispiel: "Eine einzige Sicherheitslücke in einer häufig
genutzten Bibliothek kann zahlreiche Produkte betreffen, die bereits seit Jahren
im Einsatz sind. Daher ist es für die Hersteller von essenzieller Bedeutung,
verlässlich zu wissen, welche Komponenten in welchen Produkten stecken und wo
ein Sicherheitsupdate erforderlich ist."
KI hat noch Entwicklungspotenzial beim Aufdecken von Sicherheitslücken
"KI alleine macht Firmware allerdings noch nicht per se sicher", betont Jan
Wendenburg. Daher verbindet ONEKEY die deterministische Firmwareanalyse mit
gezielter KI-Unterstützung. Die Plattform von ONEKEY listet Softwarekomponenten
in Form von SBOMs (Software Bills of Materials) auf, gleicht sie mit bekannten
Schwachstellen (Common Vulnerabilities and Exposures, CVEs) ab und verfolgt neue
CVE-Meldungen. Sprachmodelle kommen fallweise zum Einsatz, wenn es um die nähere
Untersuchung und die Einordnung eines Fundes oder einer unbekannten
Schwachstelle geht.
ONEKEY weist darauf hin, dass Large Language Models (LLM) nicht zwangsläufig
jede Schwachstelle beim ersten Durchlauf finden; ein und dasselbe Sprachmodell
kann in mehreren Durchläufen immer neue Lücken entdecken. Mythos-Entwickler
Anthropic hatte selbst dokumentiert, wie ihre KI in iterativen Schleifen rund
1.000 unabhängige Analysedurchläufe durchführen musste, um schrittweise mehrere
Dutzend Schwachstellen in einer Zielkomponente zu identifizieren. "Der Einsatz
großer Sprachmodelle zur Schwachstellensuche ist aktuell kein Prozess mit
reproduzierbaren Ergebnissen", zeigt ONEKEY-Chef Jan Wendenburg die Grenzen der
KI bei Firmwaresicherheit auf. Vor der Freigabe einer neuen Firmwareversion
müssen die Entwickler unterscheiden können, ob der Code unsicher ist oder ob nur
die Antwort des Modells schwankt.
Deterministische Grundlage vor dem KI-Einsatz
ONEKEY setzt deshalb auf eine deterministische Überprüfung, bevor KI zum Einsatz
kommt. Die Plattform zerlegt die Firmware, erstellt eine Software-Stückliste und
gleicht sie mit bekannten Lücken ab. Zusätzlich sucht eine statische
Binäranalyse im Code nach Schwachstellen. Der Vorteil gegenüber KI: Läuft
dieselbe Firmware mit derselben Analysebasis noch einmal durch, kommt derselbe
Befund.
Zudem analysiert die deterministische Prüfung die Firmware systematisch und
umfassend und verschafft Security-Teams Transparenz darüber, was sich
tatsächlich im Gerät befindet.Mit dieser Transparenz ausgestattet, identifiziert
die Plattform bekannte Schwachstellen, die die enthaltenen Komponenten betreffen
und liefert diese Informationen im richtigen Kontext.
Tatsächlich wurde ONEKEY speziell dafür entwickelt, das sogenannte Rauschen zu
reduzieren, das klassische Sicherheits-Scans häufig erzeugen.
Embedded-Entwickler werden oft mit langen Listen von CVEs aus generischen
Scannern konfrontiert, von denen sich viele später als irrelevant oder bereits
behoben herausstellen. Daher setzt ONEKEY auf versionsbewusste und
binärspezifische Analysen. Diese zeigen, welche Schwachstellen für die jeweilige
Firmware relevant sind, und helfen dabei, False Positives gezielt
herauszufiltern. Die KI kommt ergänzend dazu in kniffligen Fällen zum Einsatz,
etwa bei unbekannten oder verschleierten Komponenten. Das
Schwachstellenmanagement führt ein lückenloses Inventar über die
Softwarebestände in allen Geräten, Maschinen und Anlagen.
Die Vorteile von KI und deterministischer Analyse kombinieren
Damit adressiert ONEKEY einen weiteren wichtigen Aspekt der KI-gestützten
Sicherheitsüberprüfung von Firmware: den effizienten Einsatz von Zeit und
Budget. Da Sprachmodelle ihr Potenzial insbesondere durch zahlreiche
Analyse-Durchläufe entfalten, bietet sich der Einsatz von KI-Agenten an, die
parallel unterschiedliche Segmente des Programmcodes untersuchen und ihre
Ergebnisse austauschen. Die praktische Umsetzung solcher Multi-Agenten-Systeme
ist allerdings komplex. Sie erfordert individuelle Skripte, simulierte
Laufzeitumgebungen sowie aufwendiges Prompt-Engineering und Expertenwissen. Für
die meisten Unternehmen ist dieser Aufwand nicht für jede neue Firmware-Version
realisierbar, zumal dadurch viel Zeit verloren geht und sehr hohe Kosten
entstehen.
Jan Wendenburg ordnet ein: "LLM-basierte Codeanalyse und deterministische
Analyse ergänzen sich. KI ermöglicht eine kreative, kontextbezogene
Schwachstellenerkennung, während deterministische Analyseverfahren für
Reproduzierbarkeit, Konsistenz und Skalierbarkeit sorgen."
Automatisierung und Integration in die Entwicklung
Neben der qualifizierten Fehlererkennung kommen, angesichts der auch durch KI
zunehmenden Flut an aufgedeckten Schwachstellen, der Automatisierung und der
Integration in die Softwareentwicklung Schlüsselrollen zu. So lässt sich die
ONEKEY-Plattform in die bestehenden Entwicklungs- und Freigabeprozesse
einbinden, sodass jede neue Firmware-Version automatisch analysiert wird und
bekannte Schwachstellen bereits vor einem Release erkannt werden können.
Darüber hinaus überwacht ONEKEY die Sicherheit der Firmware kontinuierlich über
den gesamten Lebenszyklus hinweg. Sobald eine Firmware-Version einmal analysiert
wurde, wird automatisch informiert, wenn künftig neue Schwachstellen bekannt
werden, die diese Firmware betreffen. Durch ein indexiertes Inventar aller
Komponenten über sämtliche Produkte hinweg werden alle Geräte, Maschinen und
Anlagen fortlaufend in die regelmäßige Sicherheitsüberprüfung einbezogen.
"Da im KI-Zeitalter Sicherheits-Updates immer schneller entwickelt und
installiert werden müssen, ist eine zentrale automatisierte Überwachung für
Firmware-Schwachstellen im Grunde unverzichtbar", sagt Jan Wendenburg. Die
ONEKEY-Plattform (https://www.onekey.com/de/platform-overview) führt bei jeder
neuen Schwachstellenmeldung im Hintergrund alle notwendigen Analysen und
Bewertungen in Bezug auf die Firmware über die gesamte Produktpalette hinweg
durch. Statt sich mit dieser aufwändigen Vorarbeit aufzuhalten, können sich
Security-Teams auf die Behebung der von der Plattform eindeutig identifizierten
Probleme konzentrieren.
ONEKEY (https://www.onekey.com/) ist Europas führender Spezialist für Product
Cybersecurity & Compliance Management und Teil des Investmentportfolios von
PricewaterhouseCoopers Germany (PwC). Die einzigartige Kombination der
automatisierten ONEKEY Product Cybersecurity & Compliance Platform (OCP) mit
Expertenwissen und Consulting Services bietet schnelle und umfassende Analyse,
Unterstützung und Management zur Verbesserung der Produkt Cybersecurity und
Compliance vom Produkt Einkauf, Design, Entwicklung, Produktion bis zum
End-of-Life.
Kritische Sicherheitslücken und Compliance-Verstöße in der Geräte-Firmware
werden durch die KI-basierte Technologie innerhalb von Minuten vollautomatisch
im Binärcode identifiziert - ohne Quellcode, Geräte- oder Netzwerkzugriff. Durch
die integrierte Erstellung von "Software Bills of Materials (SBOMs)" können
Software-Lieferketten proaktiv überprüft werden. "Digital Cyber Twins"
ermöglichen die automatisierte 24/7 Überwachung der Cybersicherheit auch nach
dem Release über den gesamten Produktlebenszyklus.
Der integrierte ONEKEY Compliance Wizard deckt bereits heute die Anforderungen
nach IEC 62443-4-2, ETSI EN 303 645, UNECE R1 55 und vielen anderen ab. Im
Rahmen des EU-geförderten Projekts CRACoWi (Cyber Resilience Act Compliance
Wizard) entwickelt ONEKEY gemeinsam mit 13 europäischen Partnern einen
KI-gestützten Assistenten zur automatisierten Umsetzung des EU Cyber Resilience
Act (CRA). Dieser unterstützt Unternehmen vom ersten CRA-Scope-Check bis zur
Erstellung der notwendigen Declaration of Conformity.
Das Product-Security-Incident-Response-Team (PSIRT) wird durch die integrierte,
automatische Priorisierung von Schwachstellen effektiv unterstützt und die Zeit
bis zur Fehlerbehebung deutlich verkürzt.
International führende Unternehmen in Asien, Europa und Amerika profitieren
bereits erfolgreich von der ONEKEY Product Cybersecurity & Compliance Platform
(OCP) und den ONEKEY Cybersecurity Experten.
Pressekontakt:
Weitere Informationen: ONEKEY GmbH,
Sara Fortmann, E-Mail: mailto:sara.fortmann@onekey.com,
Toulouser Allee 19A, 40211 Düsseldorf, Deutschland,
Web: https://onekey.com
PR-Agentur: euromarcom public relations GmbH,
Mühlhohle 2, 65205 Wiesbaden, Deutschland,
E-Mail: mailto:team@euromarcom.de, Web: http://www.euromarcom.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/151206/6353952
OTS: ONEKEY GmbH
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