Seite zu Favoriten hinzufügen / Link zu ihrer Webseite einrichten 

Deutschland

Top-News



ONEKEY: KI alleine genügt nicht für Firmwaresicherheit

17.09.2026 13:51 Uhr ONEKEY GmbH

Düsseldorf (ots) - Die Sicherheit der Software in Geräten, Maschinen und Anlagen lässt sich am besten durch die Kombination aus deterministischer Analyse, Künstlicher Intelligenz und Automatisierung gewährleisten.

Künstliche Intelligenz ist in der Cybersicherheit Fluch und Segen zugleich. Einerseits können Angreifer damit schneller als jemals zuvor Schwachstellen aufdecken, andererseits lässt sich KI auch hervorragend einsetzen, um verborgene Sicherheitslücken aufzuspüren und zu beheben. Bei Firmware, also der Steuerungssoftware für Geräte, Maschinen und Anlagen, ist die Situation besonders kritisch, meint der Düsseldorfer Cybersicherheitsspezialist ONEKEY (http://www.onekey.com/) .

Die Experten nennen dafür vor allem zwei Gründe. Erstens greifen bei Steuerungsprogrammen häufig Hunderte oder gar Tausende von Softwarekomponenten ineinander; die genaue Herkunft und der Sicherheitsstand sind häufig nicht in vollem Umfang bekannt. Zweitens können die Auswirkungen einer Cyberattacke besonders heftig sein, weil die Geräte, Maschinen und Anlagen in der physischen und nicht nur in der digitalen Welt operieren.

"Large Language Models wie etwa Mythos haben deutlich gemacht, wie schnell und umfassend KI Schwachstellen finden und ausnutzen kann", sagt ONEKEY-CEO Jan Wendenburg. Er gibt ein Beispiel: "Eine einzige Sicherheitslücke in einer häufig genutzten Bibliothek kann zahlreiche Produkte betreffen, die bereits seit Jahren im Einsatz sind. Daher ist es für die Hersteller von essenzieller Bedeutung, verlässlich zu wissen, welche Komponenten in welchen Produkten stecken und wo ein Sicherheitsupdate erforderlich ist."

KI hat noch Entwicklungspotenzial beim Aufdecken von Sicherheitslücken

"KI alleine macht Firmware allerdings noch nicht per se sicher", betont Jan Wendenburg. Daher verbindet ONEKEY die deterministische Firmwareanalyse mit gezielter KI-Unterstützung. Die Plattform von ONEKEY listet Softwarekomponenten in Form von SBOMs (Software Bills of Materials) auf, gleicht sie mit bekannten Schwachstellen (Common Vulnerabilities and Exposures, CVEs) ab und verfolgt neue CVE-Meldungen. Sprachmodelle kommen fallweise zum Einsatz, wenn es um die nähere Untersuchung und die Einordnung eines Fundes oder einer unbekannten Schwachstelle geht.

ONEKEY weist darauf hin, dass Large Language Models (LLM) nicht zwangsläufig jede Schwachstelle beim ersten Durchlauf finden; ein und dasselbe Sprachmodell kann in mehreren Durchläufen immer neue Lücken entdecken. Mythos-Entwickler Anthropic hatte selbst dokumentiert, wie ihre KI in iterativen Schleifen rund 1.000 unabhängige Analysedurchläufe durchführen musste, um schrittweise mehrere Dutzend Schwachstellen in einer Zielkomponente zu identifizieren. "Der Einsatz großer Sprachmodelle zur Schwachstellensuche ist aktuell kein Prozess mit reproduzierbaren Ergebnissen", zeigt ONEKEY-Chef Jan Wendenburg die Grenzen der KI bei Firmwaresicherheit auf. Vor der Freigabe einer neuen Firmwareversion müssen die Entwickler unterscheiden können, ob der Code unsicher ist oder ob nur die Antwort des Modells schwankt.

Deterministische Grundlage vor dem KI-Einsatz

ONEKEY setzt deshalb auf eine deterministische Überprüfung, bevor KI zum Einsatz kommt. Die Plattform zerlegt die Firmware, erstellt eine Software-Stückliste und gleicht sie mit bekannten Lücken ab. Zusätzlich sucht eine statische Binäranalyse im Code nach Schwachstellen. Der Vorteil gegenüber KI: Läuft dieselbe Firmware mit derselben Analysebasis noch einmal durch, kommt derselbe Befund.

Zudem analysiert die deterministische Prüfung die Firmware systematisch und umfassend und verschafft Security-Teams Transparenz darüber, was sich tatsächlich im Gerät befindet.Mit dieser Transparenz ausgestattet, identifiziert die Plattform bekannte Schwachstellen, die die enthaltenen Komponenten betreffen und liefert diese Informationen im richtigen Kontext.

Tatsächlich wurde ONEKEY speziell dafür entwickelt, das sogenannte Rauschen zu reduzieren, das klassische Sicherheits-Scans häufig erzeugen. Embedded-Entwickler werden oft mit langen Listen von CVEs aus generischen Scannern konfrontiert, von denen sich viele später als irrelevant oder bereits behoben herausstellen. Daher setzt ONEKEY auf versionsbewusste und binärspezifische Analysen. Diese zeigen, welche Schwachstellen für die jeweilige Firmware relevant sind, und helfen dabei, False Positives gezielt herauszufiltern. Die KI kommt ergänzend dazu in kniffligen Fällen zum Einsatz, etwa bei unbekannten oder verschleierten Komponenten. Das Schwachstellenmanagement führt ein lückenloses Inventar über die Softwarebestände in allen Geräten, Maschinen und Anlagen.

Die Vorteile von KI und deterministischer Analyse kombinieren

Damit adressiert ONEKEY einen weiteren wichtigen Aspekt der KI-gestützten Sicherheitsüberprüfung von Firmware: den effizienten Einsatz von Zeit und Budget. Da Sprachmodelle ihr Potenzial insbesondere durch zahlreiche Analyse-Durchläufe entfalten, bietet sich der Einsatz von KI-Agenten an, die parallel unterschiedliche Segmente des Programmcodes untersuchen und ihre Ergebnisse austauschen. Die praktische Umsetzung solcher Multi-Agenten-Systeme ist allerdings komplex. Sie erfordert individuelle Skripte, simulierte Laufzeitumgebungen sowie aufwendiges Prompt-Engineering und Expertenwissen. Für die meisten Unternehmen ist dieser Aufwand nicht für jede neue Firmware-Version realisierbar, zumal dadurch viel Zeit verloren geht und sehr hohe Kosten entstehen.

Jan Wendenburg ordnet ein: "LLM-basierte Codeanalyse und deterministische Analyse ergänzen sich. KI ermöglicht eine kreative, kontextbezogene Schwachstellenerkennung, während deterministische Analyseverfahren für Reproduzierbarkeit, Konsistenz und Skalierbarkeit sorgen."

Automatisierung und Integration in die Entwicklung

Neben der qualifizierten Fehlererkennung kommen, angesichts der auch durch KI zunehmenden Flut an aufgedeckten Schwachstellen, der Automatisierung und der Integration in die Softwareentwicklung Schlüsselrollen zu. So lässt sich die ONEKEY-Plattform in die bestehenden Entwicklungs- und Freigabeprozesse einbinden, sodass jede neue Firmware-Version automatisch analysiert wird und bekannte Schwachstellen bereits vor einem Release erkannt werden können.

Darüber hinaus überwacht ONEKEY die Sicherheit der Firmware kontinuierlich über den gesamten Lebenszyklus hinweg. Sobald eine Firmware-Version einmal analysiert wurde, wird automatisch informiert, wenn künftig neue Schwachstellen bekannt werden, die diese Firmware betreffen. Durch ein indexiertes Inventar aller Komponenten über sämtliche Produkte hinweg werden alle Geräte, Maschinen und Anlagen fortlaufend in die regelmäßige Sicherheitsüberprüfung einbezogen.

"Da im KI-Zeitalter Sicherheits-Updates immer schneller entwickelt und installiert werden müssen, ist eine zentrale automatisierte Überwachung für Firmware-Schwachstellen im Grunde unverzichtbar", sagt Jan Wendenburg. Die ONEKEY-Plattform (https://www.onekey.com/de/platform-overview) führt bei jeder neuen Schwachstellenmeldung im Hintergrund alle notwendigen Analysen und Bewertungen in Bezug auf die Firmware über die gesamte Produktpalette hinweg durch. Statt sich mit dieser aufwändigen Vorarbeit aufzuhalten, können sich Security-Teams auf die Behebung der von der Plattform eindeutig identifizierten Probleme konzentrieren.

ONEKEY (https://www.onekey.com/) ist Europas führender Spezialist für Product Cybersecurity & Compliance Management und Teil des Investmentportfolios von PricewaterhouseCoopers Germany (PwC). Die einzigartige Kombination der automatisierten ONEKEY Product Cybersecurity & Compliance Platform (OCP) mit Expertenwissen und Consulting Services bietet schnelle und umfassende Analyse, Unterstützung und Management zur Verbesserung der Produkt Cybersecurity und Compliance vom Produkt Einkauf, Design, Entwicklung, Produktion bis zum End-of-Life.

Kritische Sicherheitslücken und Compliance-Verstöße in der Geräte-Firmware werden durch die KI-basierte Technologie innerhalb von Minuten vollautomatisch im Binärcode identifiziert - ohne Quellcode, Geräte- oder Netzwerkzugriff. Durch die integrierte Erstellung von "Software Bills of Materials (SBOMs)" können Software-Lieferketten proaktiv überprüft werden. "Digital Cyber Twins" ermöglichen die automatisierte 24/7 Überwachung der Cybersicherheit auch nach dem Release über den gesamten Produktlebenszyklus.

Der integrierte ONEKEY Compliance Wizard deckt bereits heute die Anforderungen nach IEC 62443-4-2, ETSI EN 303 645, UNECE R1 55 und vielen anderen ab. Im Rahmen des EU-geförderten Projekts CRACoWi (Cyber Resilience Act Compliance Wizard) entwickelt ONEKEY gemeinsam mit 13 europäischen Partnern einen KI-gestützten Assistenten zur automatisierten Umsetzung des EU Cyber Resilience Act (CRA). Dieser unterstützt Unternehmen vom ersten CRA-Scope-Check bis zur Erstellung der notwendigen Declaration of Conformity.

Das Product-Security-Incident-Response-Team (PSIRT) wird durch die integrierte, automatische Priorisierung von Schwachstellen effektiv unterstützt und die Zeit bis zur Fehlerbehebung deutlich verkürzt.

International führende Unternehmen in Asien, Europa und Amerika profitieren bereits erfolgreich von der ONEKEY Product Cybersecurity & Compliance Platform (OCP) und den ONEKEY Cybersecurity Experten.

Pressekontakt:

Weitere Informationen: ONEKEY GmbH, Sara Fortmann, E-Mail: mailto:sara.fortmann@onekey.com, Toulouser Allee 19A, 40211 Düsseldorf, Deutschland, Web: https://onekey.com

PR-Agentur: euromarcom public relations GmbH, Mühlhohle 2, 65205 Wiesbaden, Deutschland, E-Mail: mailto:team@euromarcom.de, Web: http://www.euromarcom.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/151206/6353952 OTS: ONEKEY GmbH


Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - ONEKEY GmbH
Für den Inhalt übernehmen wir keine Verantwortung