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Frankfurt (ots) - Die Europäische Union und Kanada benötigen für eine engere
Kooperation mehr als eine medienwirksame und wuchtige Rhetorik über eine
mögliche EU-Sondermitgliedschaft des nordamerikanischen Landes. Dafür wird es
nicht reichen, gemeinsame Werte und Interessen einfach nur zu beschreiben und
darauf hinzuweisen, dass beide gemeinsam stärker sind in einer Welt der Trumps
und Putins. Damit es nicht nur bei diesen schönen Worten bleibt, wird Brüssel
zunächst geduldig einige EU-Staaten dazu bringen müssen, dem mit Ottawa seit
Langem vereinbarten Handelsvertrag Ceta endlich zuzustimmen. Anschließend muss
geklärt werden, wie eine intensivere Zusammenarbeit in Schlüsselbereichen zum
Vorteil beider Seiten organisiert werden kann. Das kann dauern. Nicht nur, weil
die EU bei Detailfragen eher langsam ist. Gelingt das, können Kanada und die
Europäische Union ihre Souveränität aus- und ihre Abhängigkeit von den USA
abbauen.
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