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Berlin (ots) - Wie verbessert Europa den Alltag in Grenzregionen - und wie kann
Journalismus diese Wirkung sichtbar machen? Diese Frage stand im Mittelpunkt der
Abschlussveranstaltung von EUconomy - Partnerships4Prosperity im Berliner
Newsroom der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Vertreterinnen und Vertreter aus
europäischer Politik, Wissenschaft, Interreg, Projektpraxis und Medien
diskutierten, wie die konkreten Ergebnisse der EU-Kohäsionspolitik verständlich
vermittelt und für regionale Zielgruppen relevant gemacht werden können.
EU-Kohäsionspolitik wird dort konkret, wo Menschen grenzüberschreitend lernen,
arbeiten, öffentliche Dienstleistungen nutzen und zusammenarbeiten. Das war eine
zentrale Botschaft der Abschlussveranstaltung von EUconomy -
Partnerships4Prosperity, einer zwölfmonatigen Medieninitiative von dpa-Custom
Content, kofinanziert durch die Europäische Union.
Die Veranstaltung fand im Berliner Newsroom der dpa - Deutsche Presse-Agentur
statt und wurde live über LinkedIn gestreamt. Journalistinnen und Journalisten,
Interreg-Projektkoordinatorinnen und -koordinatoren, Studierende,
Kommunikationsexpertinnen und -experten sowie weitere Akteure in der regionalen
Kooperation diskutierten, wie die Wirkung der EU-Kohäsionspolitik für regionale
Zielgruppen sichtbarer gemacht werden kann.
Claudius Schmidt-Faber , Senior Economic Expert bei der Europäischen Kommission,
ordnete die Kohäsionspolitik in den Kontext der europäischen Integration und der
künftigen Regionalentwicklung ein. Mit Blick auf den nächsten Mehrjährigen
Finanzrahmen der EU ab 2028 sprach er auch über die künftige Ausgestaltung der
Kohäsionspolitik.
"Wenn wir über Kohäsionspolitik sprechen, geht es um eines der konkretesten
Versprechen der EU: dass Integration allen Regionen, Gebieten und Bürgerinnen
und Bürgern zugutekommen soll", sagte Schmidt-Faber. Europa könne nicht
resilient sein, wenn ganze Regionen zurückblieben, und nicht geeint, wenn
Grenzen weiterhin Barrieren darstellten. "Kohäsion ist kein Luxus. Sie ist
notwendig."
Interreg schafft Zusammenarbeit und Vertrauen
Ein zentrales Thema der Podiumsdiskussion war die Frage, warum die Wirkung der
Kohäsionspolitik für Bürgerinnen und Bürger oft schwer erkennbar ist. Dr. Kai
Böhme , Experte für europäische Regionalpolitik und territoriale Entwicklung
sowie Gründer und Direktor von Spatial Foresight, hatte eine Erklärung: "Dinge,
die funktionieren, sieht man nicht." Wenn grenzüberschreitender Verkehr,
Gesundheitsversorgung oder Bildungsangebote reibungslos funktionierten, bleibe
die Zusammenarbeit dahinter oft unsichtbar. Gerade das Ausbleiben von
Hindernissen könne ein Ergebnis erfolgreicher Kohäsionspolitik sein, so Böhme.
Izabela Glisic , Leiterin des Gemeinsamen Sekretariats des Kooperationsprogramms
Interreg VI A Brandenburg-Polen 2021-2027, betonte, dass es bei Interreg im Kern
um die Förderung der Zusammenarbeit zwischen Regionen und Staaten geht. Ein
zentraler Schwerpunkt liege dabei auf dem Aufbau von Vertrauen und auf der
Schaffung von Beziehungen, die über einzelne Förderprojekte hinaus Bestand haben
könnten.
Interreg unterstützt Regionen bei der Bewältigung von Herausforderungen unter
anderem in den Bereichen Innovation, Mobilität, Gesundheitsversorgung,
Klimaanpassung, Notfallversorgung und Bildung. "Interreg bedeutet nicht nur,
Projekte zu finanzieren. Es geht darum, Gewohnheiten der Zusammenarbeit
aufzubauen", sagte Schmidt-Faber. "Es schafft Vertrauen - und im Europa von
heute ist Vertrauen ein strategischer Wert."
TRAIL: Kohäsionspolitik in der Hochschulbildung
Pinar Hepperle , Koordinatorin des Masterstudiengangs Sustainable Business
Development an der Hochschule Offenburg, brachte die Projektperspektive ein. Das
Interreg-geförderte Projekt TRAIL verbindet Hochschulen in Offenburg, Straßburg
und Basel. Die Studierenden sammeln internationale und praktische Erfahrungen
und werden auf eine nachhaltige, grenzüberschreitende Arbeitswelt vorbereitet.
TRAIL zeigt, wie EU-Kohäsionspolitik Studierende, Hochschulen, Unternehmen und
den regionalen Arbeitsmarkt miteinander verbinden kann. Hepperle verwies
außerdem auf eine zentrale Herausforderung der Projektkommunikation: Projekte
müssten für unterschiedliche Zielgruppen jeweils anders erklärt werden -
darunter Studierende, an einer Zusammenarbeit interessierte Unternehmen, die
breite Öffentlichkeit und administrative Stakeholder. Eine erfolgreiche
Kommunikation erfordere deshalb unterschiedliche Zugänge und Formate anstelle
einer einzigen Botschaft, so Hepperle.
Die Diskussion machte deutlich, dass die Berichterstattung über EU-geförderte
Projekte über Förderbeträge und institutionelle Sprache hinausgehen sollte.
Entscheidend sind konkrete Fragen: Wer profitiert? Was hat sich verändert?
Welche regionale Herausforderung wird adressiert? Und warum war
grenzüberschreitende Zusammenarbeit dafür notwendig?
Über das Projekt
Das Projekt "EUconomy - Partnerships4Prosperity" stellt in multimedialen
Content-Paketen über zwölf Monate hinweg EU-Initiativen aus Deutschland und den
Nachbarländern Österreich, Polen, Tschechien, Dänemark und Frankreich vor. Die
Inhalte beleuchten zentrale Themen wie Wirtschaft, Innovation, Nachhaltigkeit,
berufliche Bildung und digitale Transformation und stehen Medien kostenlos zur
Verfügung.
Das Projekt "EUconomy - Partnerships4Prosperity" erhält Fördermittel der
Europäischen Kommission.
Pressekontakt:
mailto:euconomy-pressevent@dpa.com
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/181564/6354994
OTS: EUconomy - Partnerships4Prosperity
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