|
Bielefeld (ots) - Künstliche Intelligenz analysiert Geschäftsberichte in
Sekunden, durchforstet Meldungen und erkennt Zusammenhänge in riesigen
Datenmengen. Für börsenerfahrene Unternehmer, Führungskräfte und Selbstständige
klingt das nach einem entscheidenden Vorteil. Wenn KI schneller rechnen und mehr
Informationen verarbeiten kann, müsste sie schließlich auch bessere
Handelsentscheidungen ermöglichen. Doch ist Rechenleistung an der Börse
überhaupt der entscheidende Engpass?
KI hat die Möglichkeiten für Börsenteilnehmer erheblich erweitert. Umfangreiche
Unternehmensinformationen lassen sich heute binnen kurzer Zeit erfassen,
Entwicklungen vergleichen und große Datenmengen auf Auffälligkeiten untersuchen.
Gerade Unternehmer, Führungskräfte und Selbstständige, die neben ihrem
Tagesgeschäft an der Börse aktiv sind, profitieren von dieser Effizienz.
Problematisch wird es, wenn daraus das Versprechen besserer Entscheidungen
entsteht. Denn die entscheidenden Schwachstellen im Handel liegen häufig an
anderer Stelle: bei fehlender Disziplin, inkonsequenter Umsetzung, mangelhafter
Risikobegrenzung und dem persönlichen Umgang mit Verlusten. "Wer KI nutzt, um
sich das eigene Denken zu sparen, statt die eigenen Gedanken zu prüfen, macht
schlechte Handelsideen nicht besser, sondern nur schneller umsetzbar", sagt
Carsten Umland von Simplified Trading.
"KI gehört nicht an den Anfang einer Handelsentscheidung. Zuerst braucht es eine
fachlich begründete Handelsidee, danach kann KI zur Gegenprüfung eingesetzt
werden", erklärt Carsten Umland. Der Börsenexperte setzt künstliche Intelligenz
selbst in seinem Handel ein, gibt ihr jedoch eine klar definierte Rolle: Sie
darf Annahmen hinterfragen, nach übersehenen Informationen suchen und
Gegenargumente liefern, löst aber keinen Trade aus. Mit Simplified Trading
vermittelt Carsten Umland daher einen systematischen Handelsansatz, bei dem
Marktphase, Sektor, Einzeltitel und möglicher Einstieg zunächst fachlich
eingeordnet werden. Erst danach kommt KI für Recherche und Kontrolle hinzu.
Warum bessere Informationen noch keinen besseren Trade ergeben
KI kann Anlegern innerhalb kurzer Zeit mehr Informationen liefern, als sich
manuell in Stunden auswerten ließen. Doch sobald daraus eine konkrete
Handelsentscheidung entstehen soll, stößt dieser Vorteil an seine Grenzen. Denn
die KI kann weder festlegen, wann der richtige Einstieg ist, noch welche
Positionsgröße zum Anleger passt oder wann ein Verlust begrenzt werden sollte.
Ebenso wenig weiß sie, ob Anleger diese Entscheidungen auch einhalten, wenn sich
der Markt entgegen der eigenen Erwartung entwickelt. So führt auch eine
gründlich analysierte Aktie nicht automatisch zu einem guten Trade, wenn Anleger
zu früh einsteigen, einen geplanten Ausstieg ignorieren oder nach mehreren
Verlusten ihre eigenen Regeln über Bord werfen.
Hinzu kommt, dass jede Analyse auf Informationen beruht, die bereits verfügbar
sind. Auch eine KI kann historische Daten auswerten, darin Muster erkennen und
mögliche Entwicklungen ableiten, weiß aber nicht, was der Markt als Nächstes
tut. Carsten Umland beschreibt das mit einem einfachen Bild: Anleger handeln den
Chart immer nach rechts, also genau in den Bereich hinein, für den noch keine
Kursdaten existieren. Die Entscheidung muss deshalb immer unter Unsicherheit
getroffen werden. Wie gut Anleger damit umgehen, hängt aus seiner Sicht weniger
von der Menge verfügbarer Informationen als von Disziplin, Risikobegrenzung und
konsequenter Umsetzung ab.
Umso wichtiger ist es, selbst Erfahrungen im Handel zu sammeln. Erst wenn echtes
Kapital im Spiel ist, zeigt sich, wie Anleger mit mehreren Verlusten
hintereinander umgehen, ob sie ihre Risikogrenzen auch unter Druck einhalten und
ihren eigenen Regeln treu bleiben. Wer Analyse und Entscheidung zunehmend an KI
abgibt, kommt möglicherweise schneller zu einem Ergebnis, macht diese
Erfahrungen aber nicht im gleichen Maß selbst. "Eine KI kann im Nachhinein
analysieren, warum ein Trade nicht funktioniert hat. Wie es sich anfühlt, mit
realen Verlusten und Unsicherheit umzugehen und trotzdem an der eigenen
Strategie festzuhalten, müssen Anleger selbst lernen", betont Carsten Umland.
Wo KI im Börsenhandel sinnvoll unterstützt
Die eigene Erfahrung kann KI also nicht ersetzen. Bei der Recherche und
Überprüfung einer bereits entwickelten Einschätzung kann sie Anleger jedoch
sinnvoll unterstützen. So lassen sich beispielsweise Quartalsberichte schneller
auf Umsatzentwicklung, Margen, Prognosen, Risiken und Aussagen des Managements
untersuchen. Auch SEC-Filings, also verpflichtende Berichte börsennotierter
US-Unternehmen, können gezielt nach relevanten Informationen durchsucht und
Ad-hoc-Meldungen mit kursrelevanten Unternehmensnachrichten vorsortiert werden.
Anleger sparen dadurch Zeit und können ihre bestehende Einschätzung mit
zusätzlichen Informationen abgleichen.
Besonders hilfreich kann KI sein, wenn sie gezielt nach Punkten sucht, die gegen
die eigene Einschätzung sprechen. "KI darf widersprechen und auf Dinge
hinweisen, die bei der eigenen Analyse übersehen wurden. Sie liefert damit eine
zusätzliche Perspektive, die Entscheidung trifft sie aber nicht", erklärt
Carsten Umland. Anleger können auf diese Weise Schwächen ihrer eigenen These
prüfen, Gegenargumente zusammentragen oder nach Meldungen suchen lassen, die
bislang übersehen wurden. Auch widersprüchliche Entwicklungen innerhalb eines
Sektors lassen sich gezielt herausarbeiten.
Was KI beim Risiko nicht berücksichtigen kann
Bei der Recherche kann KI Informationen liefern und unterschiedliche
Einschätzungen gegenüberstellen. Beim Risikomanagement kommt jedoch ein Faktor
hinzu, den sie nicht für den Anleger entscheiden kann: wie viel Verlust er mit
seinem eigenen Kapital tatsächlich verkraften kann. Positionsgrößen,
Ausstiegsszenarien und Klumpenrisiken lassen sich berechnen. Was diese Zahlen
für den einzelnen Anleger bedeuten, hängt dagegen von seiner persönlichen
Situation ab. Carsten Umland verdeutlicht das mit einem extremen Beispiel: einem
Drawdown von 80 Prozent. Damit ist der zwischenzeitliche Rückgang eines Depots
gegenüber seinem vorherigen Höchststand gemeint. Ein Handelssystem könnte trotz
eines solchen Einbruchs rechnerisch weiterhin einen positiven Erwartungswert
besitzen. Wer mit 100.000 Euro gestartet ist, müsste allerdings mitansehen, wie
der Depotwert zwischenzeitlich auf 20.000 Euro fällt. Ob ein Anleger in dieser
Situation weiter nach dem vorgesehenen System handelt oder vorher aussteigt,
lässt sich nicht allein anhand der Zahlen beantworten.
Auch die Wahl des Finanzinstruments hängt davon ab, welches Risiko ein Anleger
eingehen kann und möchte. Aktie, ETF, Option oder Knock-out-Schein bringen
unterschiedliche Eigenschaften und Risiken mit. Während Optionen je nach Einsatz
verschiedene Funktionen erfüllen können, arbeiten Knock-out-Scheine mit
Hebelwirkung und können beim Erreichen einer festgelegten Kursschwelle wertlos
verfallen. Kapitalgröße, Erfahrung, Handelsdauer, Risikobereitschaft und der
persönliche Umgang mit Schwankungen spielen bei der Auswahl deshalb ebenso eine
Rolle wie mögliche steuerliche Folgen, die im Einzelfall fachlich geprüft werden
sollten. Zwei Anleger können dieselbe Marktmeinung vertreten und trotzdem
unterschiedliche Instrumente wählen oder verschieden große Positionen eingehen.
KI kann ihnen die jeweiligen Szenarien gegenüberstellen. Wie viel des eigenen
Kapitals sie dabei riskieren wollen, müssen sie jedoch selbst entscheiden.
Vom Markt zur Aktie: Erst der Prozess, dann die KI
Carsten Umland setzt KI deshalb erst ein, wenn die fachliche Grundlage für eine
Handelsidee bereits steht. Mit seiner Umland-Methode analysiert er zunächst die
aktuelle Marktphase und im Anschluss die Sektorrotation, also die Frage, in
welche Branchen Kapital fließt. Danach nimmt er einzelne Titel in den Blick und
sucht schließlich nach einem möglichen Einstieg aus einer Korrektur heraus. Auf
diese Weise entwickelt er die Handelsidee Schritt für Schritt, bevor KI
überhaupt Teil des Prozesses wird.
Anschließend nutzt Carsten Umland KI, um die eigene These kritisch zu prüfen.
Widerspricht sie seiner Einschätzung oder stößt auf bislang übersehene
Informationen, überprüft er die Handelsidee erneut, statt daraus automatisch
einen Trade abzuleiten. Gerade mit leistungsfähigeren KI-Systemen gewinnt diese
Reihenfolge an Bedeutung. Je schneller Anleger Informationen auswerten und
Analysen erstellen können, desto wichtiger wird ein fachlicher Prozess, der
vorgibt, wie sie diese Ergebnisse einordnen und nutzen. "Erst braucht es den
Prozess, danach kann KI ihn unterstützen. Denn eines steht unweigerlich fest:
Struktur schlägt Rechenleistung", fasst Carsten Umland zusammen.
Sie möchten KI im Börsenhandel gezielt einsetzen, ohne Ihre
Handelsentscheidungen aus der Hand zu geben? Dann lassen Sie Ihren
Handelsprozess von Carsten Umland und dem Team von Simplified Trading
(https://www.carstenumland.de/) analysieren und vereinbaren Sie ein
unverbindliches Gespräch!
Pressekontakt:
Carsten Umland
Simplified Trading
E-Mail: mailto:info@carstenumland.de
Web: https://www.carstenumland.de/
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/181725/6356209
OTS: Carsten Umland
|