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Berlin (ots) - Zur heutigen Äußerung von Bundeskanzler Friedrich Merz zum
Nebeneinander von Privater Krankenversicherung (PKV) und Gesetzlicher
Krankenversicherung (GKV) erklärt PKV-Verbandsdirektor Florian Reuther:
"Schlechte Wahlergebnisse in den Bundesländern dürfen für die Union kein Anlass
sein, jahrzehntelange Parteipositionen über Bord zu werfen. Im Grundsatzprogramm
der CDU heißt es zutreffend, die Grundlage für eine gute Versorgung in unserem
Land ist das duale System mit Gesetzlicher und Privater Krankenversicherung.
Und das zu Recht: Nur das in der Privaten Kranken- und Pflegeversicherung
geltende Prinzip der Kapitaldeckung kann auf Dauer zur Entlastung in der
Sozialversicherung beitragen. Zudem fließen durch die Privatversicherten jedes
Jahr 15,5 Milliarden Euro zusätzlich ins Gesundheitssystem. Davon profitieren
alle Versicherten - egal ob privat oder gesetzlich versichert. Das ist konkrete
Realität und nicht nur diffuses Empfinden.
Wer das duale System in der Kranken- und Pflegeversicherung infrage stellt,
verabschiedet sich endgültig von dem Ziel, unsere Sozialversicherungssysteme
zukunftsfest und generationengerecht aufzustellen. Einheitssysteme sind die
Einladung zu echter Zwei-Klassen-Medizin. Eine Abschaffung oder auch nur
Einschränkung unseres dualen Systems bedeutet, das Umlageverfahren auf immer
größere Bevölkerungsteile auszuweiten. Finanzieren müssen das die heute jungen
Menschen über immer höhere Beitragszahlungen in der Zukunft. "Wohlstand für die
Jugend", wie vom Bundeskanzler in Aussicht gestellt, bleibt dann ein leeres
Versprechen.
Wartezeitenprobleme in der GKV sind nicht in der PKV begründet
Die Wartezeitenprobleme in der Gesetzlichen Krankenversicherung sind nicht auf
das Nebeneinander von GKV und PKV zurückzuführen, sondern liegen in der
Gesetzlichen Krankenversicherung selbst. Ein Abschied von der Dualität kann
dieses Problem daher nicht lösen.
Die Private Krankenversicherung steht jederzeit bereit, sich mit ihrer
jahrzehntelangen Erfahrung konstruktiv an der Weiterentwicklung unseres
Gesundheitssystems zu beteiligen. Die Politik ist gut beraten, dieses Angebot
anzunehmen, anstatt auf populistische Neiddebatten hereinzufallen."
Pressekontakt:
Dominik Heck
- Geschäftsführer -
Leiter des Bereiches Kommunikation
Verband der Privaten Krankenversicherung e.V.
Heidestraße 40
10557 Berlin
Telefon 030 / 20 45 89 - 44
E-Mail: mailto:dominik.heck@pkv.de
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OTS: PKV - Verband der Privaten Krankenversicherung e.V.
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