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WIESBADEN (ots) - Im 1. Halbjahr 2026 sind in Deutschland 1 233 Menschen bei
Unfällen im Straßenverkehr ums Leben gekommen. Wie das Statistische Bundesamt
(Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen weiter mitteilt, waren das 9 % oder 122
Todesopfer weniger als im 1. Halbjahr 2025 (1 355 Todesopfer). Die Zahl der
Verletzten ging im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit 172 000 um 4,2 % zurück.
Insgesamt registrierte die Polizei 1,26 Millionen Unfälle. Dies ist ein Anstieg
um 2,6 % gegenüber dem 1. Halbjahr 2025. Bei 1,12 Millionen Unfällen blieb es
bei Sachschäden (+3,4 %). Die Zahl der Unfälle, bei denen Menschen verletzt oder
getötet wurden, sank um 3,5 % auf gut 138 000.
Auf die Bevölkerungszahl bezogen starben je 1 Million Einwohnerinnen und
Einwohner im 1. Halbjahr 2026 in Deutschland durchschnittlich 15 Menschen im
Straßenverkehr. Am höchsten war diese Zahl in Mecklenburg-Vorpommern mit 22
Verkehrstoten je 1 Million Einwohnerinnen und Einwohner, gefolgt von
Niedersachsen mit 21, Thüringen und Brandenburg mit jeweils 19 Verkehrstoten.
Bezogen auf die Flächenländer waren die Werte in Schleswig-Holstein und Hessen
mit jeweils 13 und in Nordrhein-Westfalen mit 12 Verkehrstoten je 1 Million
Einwohnerinnen und Einwohner am niedrigsten. In den Stadtstaaten Berlin und
Hamburg lagen sie mit 5 beziehungsweise 7 Verkehrstoten zu 1 Million am
niedrigsten.
Mehr Getötete auf E-Scootern, Rückgänge bei allen anderen Verkehrsmitteln
Im Zeitraum Januar bis Juni 2026 kamen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
lediglich bei E-Scootern mehr Benutzerinnen und Benutzer ums Leben. Ihre Zahl
stieg um 13 Personen auf 28. Rückläufig war dagegen die Zahl der getöteten
Pkw-Insassen (-20 Personen auf 531), der Benutzer und Benutzerinnen und von
amtlich zugelassenen Krafträdern, wie Leichtkrafträder, Motorroller und
Motorräder (-32 Personen auf 216), der getöteten Fußgängerinnen und Fußgänger
(-44 Personen auf 150) und der getöteten Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer
(-22 Personen auf 211).
Hauptursachen für Straßenverkehrsunfälle im 1. Halbjahr 2026
Im Halbjahr 2026 registrierte die Polizei bei Unfällen mit Personenschaden 24
900 Fehlverhalten beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren, Anfahren und
Einfahren. Trotz eines Rückgangs um 5 % zum Vorjahreszeitraum war dies die
häufigste Kategorie. Das zweithäufigste Fehlverhalten waren Verstöße gegen die
Vorfahrt oder den Vorrang anderer Verkehrsteilnehmender mit 21 100 Fällen (-6
%). Abstandsverstöße wurden knapp 20 000-mal verzeichnet (-9 %), und
unangepasste Geschwindigkeit in 19 800 Fällen. Im Vergleich zum den ersten sechs
Monaten des Jahres 2025 war bei den Geschwindigkeitsverstößen jedoch ein Anstieg
von 4 % zu beobachten. Alkoholeinfluss wurde insgesamt knapp 6 500-mal von der
Polizei als Unfallursache erfasst. Dies ist ein Rückgang von 9 % zum
Vorjahreszeitraum.
Mehr verletzte Kinder und Jugendliche
Im 1. Halbjahr 2026 wurden in nahezu allen Altersgruppen weniger Menschen
verletzt oder getötet, mit Ausnahme von Kindern und Jugendlichen. Bei Kindern
unter 15 Jahren stieg die Zahl um rund 450 auf 14 900 Verletzte oder Getötete.
Bei Jugendlichen im Alter von 15 bis 17 Jahren erhöhte sich die Zahl um knapp
390 Personen auf fast 9 900. Die meisten Kinder unter 15 Jahren kamen mit dem
Fahrrad zu Schaden (5 100 Kinder, +4 %), Jugendliche zwischen 15 und 17 Jahren
am häufigsten (21 %) mit E-Scootern (2 076, +70 % zum Vorjahreszeitraum).
Weitere Informationen:
Die Pressemitteilungen zur Statistik der Straßenverkehrsunfälle erscheinen seit
dem Berichtsjahr 2026 zu den Halbjahres- und Jahresergebnissen. Die monatlichen
Ergebnisse stehen auf der Themenseite "Verkehrsunfälle" im Internetangebot des
Statistischen Bundesamtes sowie in der Datenbank GENESIS-Online (Tabellen 46241)
bereit. Detaillierte Ergebnisse einschließlich der Angaben für die Bundesländer
bietet die Tabelle "Verunglückte bei Straßenverkehrsunfällen".
Diese Pressemitteilung ist, gegebenenfalls ergänzt mit weiteren Informationen
und Verlinkungen zum Thema, veröffentlicht unter
www.destatis.de/pressemitteilungen.
Weitere Auskünfte:
Personenverkehr, Verkehrsunfälle
Telefon: +49 611 75 4852
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Pressekontakt:
Statistisches Bundesamt
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Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/32102/6358026
OTS: Statistisches Bundesamt
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